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Artikel aus der "Welt am Sonntag" vom 23.3.2003

Wie man unabhängige Bauherrenberater erkennt

Auf die Haftungsregeln kommt es an

Berlin - Mit dem Wunsch vieler Bauherren nach hilfreichen Informationen beim Eigenheimbau treiben manch angeblich unabhängige Beratungsstellen, Informationsvereine oder Telefondienste ihr Schindluder. Immer häufiger würden Bauherren im Internet oder manchmal sogar in kommunalen Mitteilungsblättern mit irreführenden Informationen oder angeblichen Beratungsangeboten umworben, hinter denen sich rein kommerzielle Interessen verbergen. Vor solchen Machenschaften warnt der Bundesverband Deutscher Fertigbau. Wie aber erkennt der Bauwillige seriöse Hilfen?

"Für den Bauherrn ist auf den ersten Blick nicht erkennbar, ob es sich um eine seriöse Beratungsstelle oder um Nepper, Schlepper, Bauernfänger handelt", klagt BDF-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas. Inzwischen seien einige Baustoffhersteller dazu übergegangen, die Vorzüge ihres Produkts nicht nur mittels üblicher Werbemöglichkeiten mit ehrlich präsentiertem Firmenlogo zu verbreiten, sondern schalteten einen Verein dazwischen, der - getarnt als unabhängige Beratungsstelle - die Produktwerbung als neutrale Information an Bauherren weitergibt.
Die aber erfahren selbst beim genauen Hinsehen nicht, wer Träger dieser Organisation ist, wo der Verband residiert, wie viele Mitglieder er hat und was diese an Service oder Produktüberprüfung von ihrem Verein geboten bekommen.

Für nicht minder irreführend hält Klaas' Verband auch die Beratungshilfe, die unabhängige Sachverständige und Gutachter immer häufiger über neutral gehaltene Ratgeber und Infoblätter anbieten, die den Eindruck von gemeinnützigen Schutzorganisationen erwecken. Dem Bauherren wird dabei erst im Nachhinein klar, dass es hier nur um Dienstleistungen geht, deren Inanspruchnahme er letztlich teuer bezahlen soll.

Aber gerade die Frage, wo ein Rat zu kosten beginnt, ist für Bauherren mit (üblicherweise) knapper Kasse der Knackpunkt. Wer als ausgebildeter Fachmann eine Beratungsleistung kostenlos anbietet, kann dies nur tun, indem er von anderer Seite bezahlt wird. Am ehrlichsten ist da noch die Leistung, die von einem unabhängigen Fachmann kommt, der dafür direkt vom Bauherrn bezahlt wird.

Was Geld kostet, kann zwar unabhängig, muss aber noch lange nicht gut sein. Als Richtschnur für Beraterleistungen dient stets die HOAI (Honorarordnung für Architekten und Ingenieure). Wer sich als Sachverständiger des Bauens nach HOAI-Bedingungen zu Beratungsleistungen schriftlich verpflichtet, haftet für seine Dienste.



Artikel erschienen am 23. März 2003                             Artikel drucken

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Wir haben den Text dieses Artikels hier übernommen, weil er mittlerweile aus der Datenbank des Internetauftritts der "Welt am Sonntag" entfert wurde.




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