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Pferdestall in Freiburg wird Passivhaus


Pferdestall in Freiburg wird Passivhaus

Passau ist schön, mit vielen alten Häusern. Etliche dieser Objekte werden als Baudenkmäler geschützt. Ein Baudenkmal braucht bekanntlich viel Pflege - und einfühlsame Architekten, wenn es saniert oder umgebaut werden soll. Hilfreich, wenn dann Bauherren und Planer identisch sind, wie bei diesem Beispiel, einem freistehenden Haus im Passauer Handwerkerviertel, am Vorplatz der St. Gertraud-Kirche.

Im Jahr 2005 kauften die Architekten Regina Schnineis und Stefan Hiendl das Gebäude, das bereits um 1800 stand, möglicherweise sogar noch älter ist. Der Umbau entpuppte sich als veritable Exkursion in die Baugeschichte: Im Innern fanden die Besitzer nicht nur ein historisches Stück Stadtmauer, sondern auch die Um- und Einbauten aus den vergangenen fünf Jahrzehnten, mit kleinen, nur 1,70 Meter hohen Zímmerchen, Außentoiletten, einem durchhängenden Dachstahl - kurzum, jede Menge unbrauchbare Substanz, die erst einmal entfernt werden musste. Studenten hatten dort jahrelang gehaust, und die hausen bekanntlich eher klaglos.

Scheunenumbau durch Rösler Architekten

Regina Schnineis und Stefan Hiendl legten die Substanz frei und begannen damit, das nach und nach wieder erkennbare Gefüge neu zu interpretieren. Im Erdgeschoss verbanden sie zwei ehemalige Wohnungen miteinander und richteten dort ihr Atelier ein. Zum Architekturbüro gehört außerdem noch das hochwassersichere (in Passau überaus wichtig!) Untergeschoss. Im ersten Stock wie auch unter dem Dach bauten die Architekten großzügige Wohnräume ein. Insgesamt entstanden so vier Wohnungen. Sehenswert ist dabei das Dachgeschoss mit seinem konsequent durchgestylten Holzausbau.

Die Planer rekonstruierten das äußere Erscheinungsbild des historischen Hauses, sie gaben den Fassadenöffnungen wieder die historischen Proportionen, sie ergänzten Kastenfenster und restaurierten Holzböden. Sie belebten die Innenwände mit kräftigen Farben und gaben den Außenfassaden mit neuem Putz Struktur. Dabei stellten sie auch den für die Passauer Häuser charakteristischen Giebel wieder her. Nun zeigt das Haus wieder seine einstigen Qualitäten: Es wirkt als Baudenkmal, aber auch als weiße Skulptur mit eleganten Fassadendetails.

Wohnturm von Architekt Tom Lechner

Hier die Gebäudedaten:
  • Standort: Passau
  • Wohneinheiten: 4
  • Wohnfläche: 235 m²
  • Grundstücksgröße: 405 m²
  • Zusätzliche Nutzfläche: 95 m²
  • Bauweise: Massiv Bestand
  • Baukosten gesamt: 470.000 ¬
  • Energiestandard: KfW-Effizienzhaus
  • Fertigstellung: 01/2014
Das sagen die Architekten Regina Schnineis und Stefan Hiendl zu ihrem Entwurf:
"Der Auftakt einer Häuserreihe am Inn: schlank, nach oben strebend. Ein reinweißer Baukörper mit einem dunklen Dach: das Baudenkmal, schwarz und weiß. Gedächtnisspeicher und kulturelles Erbe. Aber auch das Zuhause einer Familie, Arbeitswelt, Lebensort, sozialer Raum."

Architektenkontakt:
hiendl_schineis Architektenpartnerschaft
Lederergasse 2
94032 Passau
Tel: +49 0851 932030
Fax: +49 0851 9320333
buero@hiendlschineis.com
www.hiendlschineis.com

Die Fotos stammen von:
Eckhart Matthäus, Wertingen/Augsburg


Weitere Informationen und Pläne zum Objekt auf der Website
"Die besten Einfamilienhäuser":


http://www.die-besten-einfamilienhaeuser.de/im-denkmal-leben/







VPB kooperiert mit neuem Online-Portal "Die besten Einfamilienhäuser"

Häuser sind keine Wegwerfartikel, im Gegenteil: Sie stehen viele Jahrzehnte und verschönen im Idealfall ihre Umgebung. In dieser Zeit bieten sie ihren Bauherren Schutz und Heimat. Und wenn sie architektonisch gut gestaltet sind, dann erfreuen sie neben Passanten eines Tages vielleicht sogar die Generation der zukünftigen Denkmalpfleger. ...

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