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Ausgabe vom 15. Januar 2022



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Schlüsselfertiges Bauen – Die Rechte der privaten Bauherren kommen immer noch zu kurz

Für wenige Dinge geben Menschen in ihrem Leben mehr aus als für den Erwerb einer Immobilie. Für viele stellt der Bau eines schlüsselfertigen Hauses die Verwirklichung eines Lebenstraums und, mit mietfreiem Wohnen im Ruhestand, eine wichtige Säule der Altersvorsorge dar. Dafür nehmen private Bauherren Kredite auf und sind bereit, auf vieles zu verzichten, um die Finanzierung der eigenen Immobilie zu stemmen. Insofern kommt dem Schutz der Verbraucher hohe Bedeutung zu. Das seit 1. Januar 2018 geltende neue Bauvertragsrecht trägt dem Rechnung. Doch wie wird dieses neue Recht in der Praxis umgesetzt? Beachten die Anbieter von schlüsselfertigen Häusern das Verbraucherrecht? Wie gut informiert sind die Bauherren über ihre Rechte, die seit 2018 in ihrem Sinne gestärkt wurden. Das Institut Privater Bauherren hat auch 2020 wieder untersucht, wie es um die Verbreitung der neuen Verbraucherrechte steht. Auch die neue, nun vorgelegte Studie basiert auf der Auswertung von Bauvorhaben aus den Regionalbüros des Verbands Privater Bauherren (VPB), in denen bundesweit private Bauherren durch neutrale Experten beraten und betreut werden.

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Chancengleichheit fängt an der Haustür an

VPB begrüßt das Vorhaben der Ampel-Koalition, das selbstgenutzte Wohneigentum zu fördern.

Das neugewählte Regierungsbündnis hat in seinem Koalitionsvertrag die Förderung der privaten und selbstgenutzten Immobilien angekündigt. Der Erwerb von Wohneigentum soll erleichtert werden, indem eigenkapitalersetzende Darlehen angeboten werden.

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Wärmedämmung kann Luftraum des Nachbarn erobern

BGH: Dämmung darf auf Nachbargrundstück reichen

Um Grundstücke optimal auszunutzen war und ist es üblich, direkt an der Grundstücksgrenze zu bauen. Bei Bestandsbauten älteren Datums war eine nachträgliche Dämmung der grenzständigen Mauern bisher häufig umstritten – ragt die Dämmung doch über die Grenze hinaus in das Nachbargrundstück hinein. Dies berührt das Grundeigentumsrecht des Nachbarn, auf dessen Grundstück sich die Dämmung dann ganz oder in Teilen befindet.

Der Bundesgerichtshof hat am 12. November (AZ V ZR 115/20) entschieden, dass die Bundesländer eine gesetzliche Duldungspflicht für die nachträgliche Dämmung anordnen dürfen. Dieses Urteil des BGH stärkt sanierungswillige Bauherren, die ihre Bestandsimmobilien trotz ungünstiger Randbedingungen energetisch modernisieren wollen.

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VPB: Schneeräumen ist haushaltsnahe Dienstleistung

Viele Kommunen haben die winterlichen Streu- und Räumpflichten für die Bürgersteige auf die Anlieger übertragen. Hausbesitzer sollten diese Pflichten ernst nehmen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Falls sie selbst nicht Schnee fegen möchten, sollten sie jemanden mit dem Streuen und Schneeschieben beauftragen. Allerdings müssen sie überwachen, dass der Beauftragte rechtzeitig und gewissenhaft räumt. Auch wenn die Stadt die öffentlichen Wege räumen lässt, so muss sich der Hausbesitzer immer noch um sein eigenes Grundstück kümmern und dort Zuwege fegen, Eiszapfen und Schneeverwehungen vom Dach räumen, Außentreppen vom Schnee befreien, Zufahrtswege für Notfälle und Müllabfuhr freihalten, Wege streuen. Die gute Nachricht: Professionelles Kehren und Schneeräumen kann als "haushaltsnahe Dienstleistung" steuerlich geltend gemacht werden. Das gilt laut VPB insbesondere auf dem eigenen Grundstück. Wer hier eine Firma beauftragt, der kann die Kosten in der Steuererklärung teilweise absetzen. Die Kosten für die Räumung des Gehweges vor dem Haus erkannten die Finanzämter in der Vergangenheit allerdings oft nicht an, sondern nur die Dienstleistung auf dem Grundstück selbst. Inzwischen gibt es dazu ein Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH, Urteil v. 20.03.2014, Az. VI R 55/12), wonach auch der Winterdienst auf dem öffentlichen Trottoir als „haushaltsnahe Dienstleistung“ zählt, sofern der Immobilienbesitzer dazu verpflichtet ist.




VPB: Käufer sollten beim Notartermin keine Änderungswünsche mehr akzeptieren

Die meisten Menschen kaufen nur einmal im Leben ein Haus. Entsprechend ungewohnt ist die Situation beim Notartermin. Sie wissen zwar, sie dürfen alles fragen, doch wer gibt schon gerne seine Unwissenheit zu? Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät Käufern zu Selbstbewusstsein – im eigenen Interesse. Bauherren sollten alle ihre offenen Fragen stellen und zwar am besten schon vor dem Notartermin, denn dann ist noch ausreichend Zeit um diese zu klären und Änderungswünsche in den Vertrag hinein zu verhandeln. Dazu haben Bauherren 14 Tage Zeit. Solange vor dem Beurkundungstermin muss der Notar dem Käufer, der ein Verbraucher ist und der von einem Unternehmer kauft, nämlich die Vertragsunterlagen zustellen. Vor Änderungswünschen in letzter Minute schützt das allerdings nicht. Nach VPB-Erfahrung versuchen immer wieder Schlüsselfertiganbieter noch beim Notartermin Änderungen vorzuschlagen. Der VPB rät: Käufer sollten sich dazu nicht drängeln lassen. Vorsicht ist immer geboten, wenn der Vertragspartner beim Notartermin plötzlich neue Vorschläge macht, die noch in den Vertrag aufgenommen werden sollen, oder wenn der Notar Bedenken äußert, aber der Vertragspartner anregt, trotzdem "hier und heute" zu beurkunden. Selbstverständlich können die Vertragsparteien bis zur Unterschrift einvernehmlich Änderungen am Vertrag aushandeln. Private Bauherren sollten dabei allerdings sehr vorsichtig sein und sich auf nichts einlassen, was sie nicht wirklich verstehen und überschauen.




VPB-Shop

Für Mitglieder und interessierte Bauherren veröffentlicht der VPB immer wieder Leitfäden und Informationsblätter. Die letzte Veröffentlichung ist z.B. der Leitfaden "Mietrecht für Bauherren".

Diesen und alle weiteren Publikationen finden Sie hier: VPB-Shop.




Häuser des Jahres 2021

Zum elften Mal wurde der Wettbewerb Häuser des Jahres ausgelobt und ein Haus mit dem Ersten Preis ausgezeichnet. Große und kleine Bauten waren in allen Jahren dabei. Häuser auf dem Land wurden ausgewählt und auf dem Dorf, in der Vorstadt und der Stadt. Sie sind aus Beton, Ziegel oder aus Stein, flächig aufgeglast oder von einzelnen Setzungen perforiert.

Newsletter Und liest man die Antworten auf die Frage, was den Reiz und das Problem beim Bau eines Einfamilienhauses ausmacht, dann sind heute die kritischen Töne sehr viel lauter als vor Jahren, und die Architektinnen und Architekten gehen mit gutem Beispiel voran: "Der ständige Neubau von Einfamilienhäusern kann unseres Erachtens nicht die Antwort auf die Wohnungsfrage sein. Zumal es gleichzeitig so viel Leerstand bei bestehenden(Wohn-)Gebäuden gibt. Bei unserer Suche nach einem geeigneten Wohnraum waren wir deshalb immer auf der Suche nach gemeinschaftlichen Wohnformen oder einem interessanten Bestandsgebäude",so Rike Kress von ARSP.

Zumal es richtig ist, dass das Einfamilienhaus nicht die einzig denkbare Wohnform ist und nicht für jeden Ort die beste Lösung. Gezeigt hat die Debatte jedoch, wie emotional aufgeladen das Thema Einfamilienhaus ist: Das eigene Haus ist und bleibt ein Traum Vieler, ein sicherer Rückzugsort und individueller Ausdruck eines persönlichen Wohn-und Lebensgefühls. Dass es dafür differenzierte und höchst unterschiedliche Lösungen gibt, zeigt dieses Buch.

Wir stellen auch in den kommenden Newsletter die prämierten Bauten in Wort und Bild vor.





Umfrage Recycling Beton unter Bauherren: Forschungskolleg Verbund.NRW an der RWTH Aachen bittet um Teilnahme

Das Forschungskolleg Verbund.NRW an der RWTH Aachen führt eine Studie zum Thema Recycling-Beton (R-Beton, der Ressourcen schont) und der Haltung von Bauherren zu diesem R-Baustoff durch. Ziel der Studie ist es, politische Empfehlungen herzuleiten, um die Nachfrage nach R-Beton und damit die Kreislauffähigkeit im Bausektor zu erhöhen.

Als Teilnehmer für die Umfrage werden private Bauherren gesucht. Diese sollten kürzlich gebaut haben, gerade bauen oder planen, bald anzufangen. Sie müssen sich explizit nicht mit R-Beton auskennen.

Das Ausfüllen des Fragebogens nimmt ca. 10 – 15 Minuten in Anspruch. Unter allen Teilnehmern werden 20 Gutscheine im Wert von 10 Euro wahlweise von amazon.de oder avocadostore.de verlost.

Der Link zur Umfrage: https://www.soscisurvey.de/r-beton-privatperson/

Ansprechpartnerin:
M.Sc. Ellen Sterk
Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
LuF Internationale Wirtschaftsbeziehungen
RWTH Aachen University
Templergraben 64
52056 Aachen
Mobil: +49 152 22752259
ellen.sterk@rwth-aachen.de
www.verbund-nrw.de




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Zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern Rabatte auf Bauzeitschriften.




 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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