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Ausgabe vom 14. August 2020


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Neubau: Bei Flachdachabdichtung auf Qualität achten

Häuser brauchen Dächer. Immer wieder entscheiden sich Bauherren für ein Flachdach. Die Qualität der Dachdeckung und die Sorgfalt der Handwerker bei der Verarbeitung der Dichtungsbahnen sind entscheidend für die Haltbarkeit des Flachdachs. Wie Flachdächer gedeckt und abgedichtet werden, regelt die DIN 18531. Sie legt allerdings nur den Mindeststandard fest. Ein nach DIN geplantes und gedecktes Dach hält rund 20 Jahre. Wer sich für eine höhere Qualität entscheidet, kann mit einer Lebensdauer von 40 oder sogar 50 Jahren rechnen. Die Qualität hat aber auch ihren Preis: Zwischen einer einfachen Dachfolie und einem langlebigen Produkt liegen rund zehn bis 15 Euro Mehrpreis pro Quadratmeter Material. Um sich bewusst für das eine oder andere entscheiden zu können, müssen Bauherren wissen, was hinter den Angeboten steckt, in Bezug auf Qualität und Lebensdauer der jeweiligen Baustoffe.

Lesen hier mehr zum Thema Flachdachabdichtung ...



 

Bauvertragsrecht: Inhalt der Baubeschreibung gesetzlich geregelt

Seit Einführung des neuen Bauvertragsrechts Anfang 2018 haben alle privaten Bauherren, die ohne eigenen Architekten aus einer Unternehmerhand einen Neubau errichten lassen, das Recht auf eine Baubeschreibung. Allerdings versuchen immer noch Baufirmen, die Bauherren mit unzulänglichen Baubeschreibungen abzuspeisen, beobachten die Sachverständigen im Netzwerk des VPB. Dabei ist das Gesetz eindeutig: Laut Art. 249 § 2 EGBGB muss eine Baubeschreibung die wesentlichen Eigenschaften des Hauses klar beschreiben. Sie muss mindestens folgende Informationen enthalten: allgemeine Beschreibung des herzustellenden Gebäudes oder der Umbauten, Haustyp und Bauweise; Art und Umfang der Leistungen, auch der Planung und Bauleitung, der Arbeiten am Grundstück, der Baustelleneinrichtung und der Ausbaustufe; Gebäudedaten, Pläne mit Raum- und Flächenangaben sowie Ansichten, Grundrisse, Schnitte; gegebenenfalls Angaben zum Energie-, Brandschutz-, Schallschutzstandard sowie zur Bauphysik; Beschreibung der Baukonstruktion aller wesentlichen Gewerke; Beschreibung des Innenausbaus; Beschreibung der gebäudetechnischen Anlagen; Qualitätsmerkmale, denen Gebäude oder Umbau genügen müssen; Beschreibung der Sanitärobjekte, Armaturen, Elektroanlagen, Installationen, Informationstechnologie, Außenanlagen sowie verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung.

Mehr dazu im VPB-Ratgeber "Neues Bauvertragsrecht: Die Baubeschreibung beim Schlüsselfertigbau"



 

Mietrecht: Aktualisierter VPB-Leitfaden liegt jetzt vor

NewsletterÜber 80 Prozent der deutschen Wohnungen werden von privaten Kleinvermietern und Selbstnutzern gestellt, nicht von großen kommerziellen Wohnungsbaufirmen. Diese privaten Bauherren sichern mit jeweils wenigen einzelnen Wohnungen den Grundstock des bundesdeutschen Wohnungsmarktes. Weil es für Spareinlagen kaum Zinsen gibt, ist das für sie eine der wenigen sinnvollen Möglichkeiten, sich gegen Armut im Alter zu schützen. Parallel wird gerade in den Ballungsräumen neuer Wohnraum händeringend gesucht, so dass alle privaten Bauherren, die in vermietbaren Wohnraum investieren – und sei es nur eine einzige zusätzliche Wohnung – einen hilfreichen und dringend erhofften Beitrag leisten.

Angesichts von Mietpreisbremsen und immer höheren technischen Anforderungen bei Neubauten und der Sanierung im Bestand fühlt sich die Bauherrengruppe der Kleinvermieter allerdings zunehmend verunsichert. Viele fragen sich, ob sich das Vermieten überhaupt noch lohnt. Es kann sich lohnen, wenn Vermieter gut informiert sind und wissen, worauf sie achten müssen. Dazu hat der VPB den Leitfaden "Mietrecht für Bauherren – Der Einstieg in die Vermietung" herausgegeben, der nun in der zweiten, aufgrund gesetzlicher Änderungen aktualisierten Auflage vorliegt.


 

Mehrwertsteuersenkung: Kommt Bauherren nicht automatisch zugute

Zwischen dem 1. Juli 2020 und dem 31. Dezember 2020 senkt der Bund die Mehrwertsteuer. Das kommt besonders privaten Bauherren zugute, die nicht umsatzsteuerpflichtig sind: Statt 19 Prozent müssen sie auf Rechnungen ihrer Bau- und Handwerksfirmen vorübergehend nur noch 16 Prozent Mehrwertsteuer bezahlen. Einen Knackpunkt hat die ganze Sache: Die Firmen müssen die Umsatzsteuersenkung nicht an ihre Kunden weitergeben. Bauherren, die eine Immobilie zum Festpreis gekauft haben, müssen aufs Kleingedruckte achten: Sind im Vertrag lediglich Festpreise erwähnt, dann ändert sich nichts am Gesamtpreis. Stehen aber Formulierungen wie "zzgl. 19 % MwSt." oder "zzgl. der jeweils geltenden ges. USt." im Vertrag, können die Bauherren eventuell von der Umsatzsteuersenkung profitieren.

Lesen Sie mehr dazu in unserem VPB-Service zur Mehrwertsteuersenkung 2020.




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Altbau: Diese Unterlagen sollten Sie sich geben lassen

Das Angebot an Bestandsbauten ist knapp, zumindest in beliebten Lagen. Da bleibt Interessenten nicht immer ausreichend Zeit, um alle Details sorgfältig zu prüfen. Auf was Käufer in jedem Fall achten und was sie keinesfalls hinnehmen sollten, erklären die beiden VPB-Berater Dipl.-Ing. Klaus Kellerhammer (VPB-Regionalbüro Tübingen) und Dipl.-Ing. Frank Gries (VPB-Regionalbüro Karlsruhe) im Experteninterview Gute Vorbereitung = Schnelle Kaufentscheidung. So müssen beispielsweise Verkäufer den Käufern außer dem Energieausweis de facto keine Bauunterlagen übergeben. Dazu gibt es keine gesetzlichen Verpflichtungen. Sinnvoll für Käufer wäre aber, wenn Sie sämtliche Bauunterlagen, Pläne und Baugenehmigungen ausgehändigt bekämen, ferner den Grundbuchauszug und die Handwerkerrechnungen der vergangenen Jahre. Hilfreich sind auch eventuelle Wartungsverträge, der Feuerstättenbescheid, die Abrechnungen der Nebenkosten und die Bescheide zur Grundsteuer. Käufer sollten sich hier beharrlich zeigen.




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Baukindergeld: Zuschüsse laufen bald aus

Wer baut oder eine Immobilie kauft und Kinder hat, kann noch bis Ende 2020 Baukindergeld beantragen. Dabei gelten folgende Stichtage: Für einen Neubau muss die Baugenehmigung zwischen dem 1. Januar 2018 und dem 31. Dezember 2020 erteilt werden – oder bereits erteilt worden sein. Beim Erwerb von Neu- oder Bestandsbauten ist das Datum des notariellen Kaufvertrags maßgeblich: Dieser muss zwischen dem 1. Januar 2018 und 31. Dezember 2020 liegen. Natürlich gibt es auch Einkommensgrenzen und andere Bedingungen. Lesen Sie mehr dazu in unserem VPB-Ratgeber "Baukindergeld" oder in unseren FAQs zum Thema unter https://www.vpb.de/faq-baukindergeld.html.



 

Expertentipp: Balkon am Einfamilienhaus lohnt oft nicht

Wer neu baut, hat viele Ideen. Die meisten verteuern den Hausbau. Ein klassisches Detail ist der Balkon: Während er bei der Eigentumswohnung unverzichtbar ist, gehört er am Einfamilienhaus zum Luxus und lässt sich einsparen. Denn wer nutzt schon einen kleinen Balkon, wenn er einen Garten zur Verfügung hat? In vielen Fällen reichen beim Einfamilienhaus französische Balkone, also bodentiefe Fenster mit absturzsicher montierten Geländern. Sinnvoll sind Balkone am Einfamilienhaus allerdings dann, wenn die Bauherren das Haus nach dem Auszug der Kinder aufteilen und die obere Etage vermieten möchten. In diesem Fall sollte der Balkon aber auch ausreichend groß geplant werden, damit er wie eine Terrasse genutzt werden kann. Außerdem sollten die zukünftigen Mieter von oben nicht in die unteren Privatbereiche hineinschauen können. Beachtenswert: Balkonkonstruktionen, die unabhängig vorm Gebäude stehen, sind technisch und bauphysikalisch unproblematischer, als Balkone, die ins Bauwerk integriert werden. Fragen Sie dazu Ihren VPB-Berater!



 

Einstiegspaket: WEG

Die Eigentumswohnung ist nicht nur der Einstieg in den Immobilienmarkt, sie hat sich in den vergangenen Jahren zur beliebtesten Immobilienform vor allem in Städten und Ballungszentren entwickelt. Wer eine Eigentumswohnung kauft, wird Mitglied der Eigentümergemeinschaft, deren Form und Wirtschaften im Wohneigentumsgesetz WEG geregelt ist. Käufer sollten sich damit auskennen, bevor sie sich für diese Wohnform entscheiden. Wenn Sie also eine ETW kaufen möchten oder bereits darin wohnen und sich einen Überblick über Sanierungsmaßnahmen und Möglichkeiten zur Energieeinsparung verschaffen möchten, dann könnte das VPB-Einstiegspaket WEG interessant für Sie sein.

Erfahren Sie hier mehr zum Einstiegspaket WEG



 

Lesestoff: Leitfaden "Sanierung eines Hauses aus dem 19. Jahrhundert"

NewsletterIn Deutschland existieren noch erstaunlich viele intakte Gründerzeitquartiere und Wohngebiete mit Einfamilienhäusern aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Neben dem klassizistischen Wohnhaus entstanden vor allem nach der Reichsgründung 1871 prachtvolle Villen im historistischen Stil und Ende des Jahrhunderts erste genossenschaftliche Arbeitersiedlungen mit einfachen Reihen- und Doppelhäusern. Zwar unterscheiden sich diese Haustypen stilistisch stark voneinander, aber die Baumängel und Probleme für Käufer dieser Objekte gleichen sich.

Der VPB stellt sie in seinem "Leitfaden zur Sanierung eines Hauses aus dem 19. Jahrhundert" vor. Die einzelnen Kapitel befassen sich mit den Problemen der Außenwände und Fassaden, mit typischen Dachformen und -steinen, mit feuchten Kellern, überalterter Haustechnik, mit Fensterformen und Ziergesimsen. Ein Kapitel ist dem Denkmalschutz und den steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten gewidmet, ein weiteres den Schädlingen, die oft in alten Gemäuern nisten. Dazu gibt es praktische Checklisten zur ersten schnellen Prüfung des Objekts.

Den "Leitfaden zur Sanierung eines Hauses aus dem 19. Jahrhundert" bekommen Sie im VPB-Shop für 5 Euro (Mitglieder 2,50 Euro) plus Versandkosten.


 

Ausflugstipp: Denkmäler gucken!

Warum in die Ferne schweifen? Am 13. September findet wieder der "Tag des offenen Denkmals" statt – und sicher werden auch bei Ihnen in der Nähe wieder interessante Bauten vorgestellt. Das Motto 2020 lautet: "Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken." Das sind alte Fragen, die Denkmalpfleger seit Generationen umtreiben, und die immer wieder neu beantwortet werden müssen: Wie lässt sich unser kulturelles Erbe sinnvoll nutzen und so für die Zukunft erhalten? Damit wir alle in Corona-Zeiten ausreichend Abstand halten können, stellt die Koordinatorin, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz, viele Denkmäler am 13.9. digital vor. Dazu gibt es ein Magazin, das Sie jetzt ab August bestellen können. Vielleicht finden Sie darin ja auch ein paar Anregungen für den diesjährigen Herbst-Heimaturlaub?

Falls Sie selbst mit dem Gedanken spielen, sich ein denkmalgeschütztes Haus zuzulegen, laden Sie sich hier am besten schon einmal unseren kostenlosen VPB-Ratgeber "Wohnen im Baudenkmal" herunter.




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Gute Architektur: Skulptur aus Beton und Eiche

Keine Angst vor Beton hatten die Bauherren und Architekten dieser bewohnbaren Skulptur im Schweizer Ort Gelterkinden, südlich von Rheinfelden. Die Form des Gebäudes folgt dabei der Parzelle, die parallel zu den Höhenlinien verläuft. Erschlossen wird das Haus vom Hang aus. Die Fassaden sind an drei Seiten geschlossen. Lediglich zur Talseite hin lässt die Panorama-Verglasung Licht ins Haus und erlaubt den Blick auf die umliegende Voralpenlandschaft. Der ganze Bau besteht lediglich aus den beiden Materialien Beton und Eichenholz – für die Fassade verwendeten die Architekten eine horizontale Schalung. Die innere Schale und die Decken sind ebenfalls in Sichtbeton ausgeführt, als Kontrast zur rohen Haptik des Betons wurde glattes Eichenholz für den Innenausbau verwendet. Weiterlesen ...



 

Frage der Woche: Wie schützen Sie Ihr Haus vor der Sonne?

Nun haben uns die Hundstage doch noch erwischt, ganz Deutschland stöhnt unter der Hitze. Und viele sind wohl froh, rechtzeitig an den sommerlichen Wärmschutz gedacht zu haben. Wie aus den Antworten zu unserer "Frage der Woche" am 27. Juli hervorgeht, haben immerhin 25 Prozent unserer Internetleser, die an der Umfrage teilnahmen, eine kontrollierte Be- und Entlüftung. Die Mehrheit, 75 Prozent, kühlt ihr Haus konventionell, durch breite Dachüberstände, konsequent geschlossene Rollläden und Markisen und durch Lüften. Scheint die Sonne wochenlang, so wie in diesem Sommer, ist es trotzdem irgendwann in allen Räumen heiß. Dann lohnt es sich, auch die internen Wärmequellen im Raum zu reduzieren, also Abwärme von alten Glühlampen und Haustechnik, wie Herd, Kühlschrank, Waschmaschine, Trockner, PC und Fernsehgerät möglichst zu vermeiden. Unentbehrlich wird dann das konsequente Stoß- und Querlüften in den kühleren Nachtstunden.

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Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit!" Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...

 

VPB-Mitglieder haben neben der Bauvertrags- und der baubegleitenden Qualitätskontrolle durch Experten viele weitere Vorteile ...

Zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern Bauherreninformationen zum Immobilienkauf.





 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

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Tel: 030 - 2789010
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Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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