VPB

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Ausgabe Oktober 2015


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Neubau: Wo lauern die typischen Mängel am Bau?

Baumängel in Höhe von durchschnittlich 24.200 Euro pro Objekt entstehen durch Lässigkeit und mangelnde Baukontrolle. Diese stattliche Summe hat der VPB bei seinen jährlichen Umfragen unter seinen Regionalbüros ermittelt. Ganz weit vorn rangieren Probleme mit der Abdichtung, gefolgt von mangelnder Luftdichtigkeit und Fehlern beim Einbau des Wärmedämmverbundsystems. Ungeschulte Arbeitskräfte gefährden sogar mitunter die Statik der Neubauten. Grund der Übel: Bauherren verlassen sich auf die firmeneigenen Bauleiter. Sie sollten ihre Baustelle aber zusätzlich vom eigenen, unabhängigen Sachverständigen kontrollieren lassen. Denn die Bauleiter stehen im Dienst der Bauunternehmer und haben kein Interesse daran, die Bauten durch häufige Kontrollen zu verzögern. Viele Mängel bleiben deshalb beim schlüsselfertigen Bauen unentdeckt und offenbaren sich erst nach Jahren – mitunter erst nach Ende der Gewährleistungsfrist.

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Vermieter: Melderecht schreibt neue Bescheinigung vor!

Ab 1. November 2015 gilt ein bundeseinheitliches Melderecht, das sogenannte Gesetz zur Fortentwicklung des Meldewesens (MeldFortG). Vermieter müssen dann ihren Mietern sowohl beim Ein- als auch beim Auszug Meldebescheinigungen ausstellen. Das betrifft auch private Bauherren, die eine Einlieger- oder Zweitwohnung im eigenen Haus vermieten. Die Mieter benötigen die Bestätigung, um sich beim Einwohnermeldeamt an- beziehungsweise abzumelden. Vermieter und Mieter müssen dabei Fristen beachten: Sie haben bei Ein- und Auszug maximal zwei Wochen Zeit, um den Ein- oder Auszug bei der Behörde anzuzeigen. Vermieter müssen die Bescheinigung zeitnah ausstellen, um dem Mieter eine reelle Chance zu geben, sich damit fristgerecht anzumelden. Angaben, die der Vermieter nicht von sich aus weiß, muss ihm der Meldepflichtige mitteilen. Die Meldebehörden haben in der Regel schon Formulare in Papierform und zum Herunterladen vorrätig. Alternativ bieten sie Vermietern die Abgabe der Anmeldungsbestätigung online an, wofür aber hohe Anforderungen an Verschlüsselung und Identifizierbarkeit gelten.



Bauabnahme: Fast alle Häuser haben Mängel!

NewsletterWeihnachten ist ein magisches Datum. Bis dahin wollen viele Bauherren im neuen Haus sein. Doch vor dem Einzug steht immer die Bauabnahme. Die Abnahme ist der wichtigste Rechtsakt nach der Unterzeichnung des Kaufvertrags. Mit der offiziellen Bauabnahme gehen alle Gefahren und Risiken auf die Bauherren über, die Schlussrechnung wird fällig und die Gewährleistungsfrist beginnt. Wer sich sorgfältig darauf vorbereitet, hat gute Chancen, sein Bauprojekt positiv abzuschließen. Was bei der Bauabnahme bedacht werden muss, erläutert Bausachverständiger Dipl.-Ing. Ulrich Schiffler aus Bremen detailliert im VPB-Experteninterview:

» Lesen Sie hier das VPB-Experteninterview



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Altbau: Immobilie vor dem Kauf gründlich begutachten lassen

"Können Sie uns sagen, ob das angebotene Haus sein Geld überhaupt wert ist?" Eine berechtigte Frage, die vorsichtige Kaufinteressenten stellen! "Wer eine Immobilie kaufen möchte, der muss schließlich wissen, ob sein Budget fürs Objekt reicht und ob er dafür einen reellen Gegenwert bekommt", erläutert Dipl.-Ing. Thomas Lampe, Bausachverständiger beim Verband Privater Bauherren und Leiter des VPB-Büros Bielefeld. Wer ein älteres Haus kaufen möchte, der sollte sich deshalb auch nicht auf den ersten Eindruck verlassen, sondern es vor dem Kauf vom Sachverständigen begutachten lassen. Dazu benötigen die Käufer kein aufwändiges, teures Wertgutachten, sondern lediglich einen Ortstermin, bei dem sie all ihre individuellen Fragen gleich mit klären können. Die realistische Einschätzung von Bestandsobjekten gehört zu den täglichen Aufgaben der VPB-Berater.

» Lesen Sie mehr zum Thema "Altbau begutachten lassen"



Eigentumswohnung: Keine GEMA-Gebühren bei WEGs

Wohneigentümergemeinschaften müssen keine GEMA-Gebühren bezahlen. Das geht aus dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 17. September 2015 hervor (I ZR 228/14). Der unter anderem für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshof hat entschieden, dass eine Wohnungseigentümergemeinschaft keine Vergütung für die Weiterübertragung der über die Gemeinschaftsantenne der Wohnanlage per Satellit empfangenen Fernseh- und Hörfunksignale durch ein Kabelnetz an die Empfangsgeräte der einzelnen Wohnungseigentümer schuldet.



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Baurecht: Garantie auf Solaranlagen variiert zwischen zwei und fünf Jahren

Was passiert, wenn die Photovoltaikanlage defekt ist? Dann greift die Garantie. Und die deckt entweder zwei oder fünf Jahre ab. Was wann gilt, das ist nicht einheitlich geregelt, aber es gibt dazu inzwischen eine Reihe von Urteilen. Die Dauer der Gewährleistung richtet sich nach der Nutzung der Anlage. Das haben der Bundesgerichtshof (BGH) und mehrere Oberlandesgerichte in verschiedenen Entscheidungen näher definiert: Anlagen, die in der Hauptsache zur Einspeisung in das Netz auf dem Dach montiert sind, genießen zwei Jahre Gewährleistung (BGH, Urteil vom 09.10.2013 – Aktenzeichen: VIII ZR 318/12). Die Gewährleistung steigt auf fünf Jahre, sobald Photovoltaikanlage und Haus eine bauliche Einheit bilden und voneinander abhängig sind. Das ist inzwischen bei vielen Objekten der Fall: Ein solches Haus funktioniert nur mit der Solaranlage. Ohne ist es nicht zu gebrauchen. Es lohnt sich also, sich schon in der Planungsphase Gedanken über die Solaranlage zu machen und sich beraten zu lassen.



Expertentipp: Bei Anbauten richtet sich Wärmeschutzniveau nach der Größe

Die Energieeinsparverordnung EnEV 2014 regelt die Vorgaben für Anbauten an bestehende Häuser: Wer sein Haus um mehr als 50 Quadratmeter Wohnfläche erweitert und dabei eine neue Heizungsanlage einbaut, der muss den gesamten Anbau den Vorgaben der EnEV für Neubauten unterwerfen, allerdings ohne die vorgesehenen Verschärfungen. Wer auf eine neue Heizung verzichtet, muss dafür sorgen, dass die betroffenen Teile den Anforderungen der EnEV für die Änderung von Außenbauteilen entsprechen und die Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz einhalten. Hat der Anbau eine Grundfläche von 50 Quadratmetern oder weniger, muss der Wärmeschutz nicht nachgewiesen werden. Weggefallen ist die Bagatellgrenze der alten EnEV für Anbauten unter 15 Quadratmeter: Sie sind nicht mehr befreit, alle Anbauten unterliegen jetzt der EnEV. Es lohnt sich, bei geplanten Anbauten genau über Wohnflächen nachzudenken, denn ein kleinerer Anbau kann eventuell leichter und preiswerter zu realisieren sein. Wer parallel zum Anbau auch die Heizung modernisiert, der hat allerdings mehr Gestaltungsspielraum, weil er zur Erfüllung der EnEV-Anforderungen Außenbauteile und Anlagentechnik entsprechend kombinieren und aufeinander abstimmen kann. Dabei ist die firmen- und produktneutrale Beratung im Vorfeld wichtiger denn je!



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Versicherungen: Schützen Sie Ihre Investition!

Sie wollen im kommenden Jahr bauen? Kennen Sie die Baugewährleistungsversicherung? Wer baut, der fürchtet nichts so sehr wie Mängel, auf denen er sitzen bleibt. Das geht vielen Bauherren so: Kaum sind sie in ihr Haus eingezogen, da entdecken sie die ersten Probleme am Neubau. Das ist schon ärgerlich genug. Wenn dann aber die Baufirma, die sie ja von Rechts wegen die ersten fünf Jahre lang beheben müsste, pleite ist, dann haben die Bauherren das Nachsehen – und müssen die Beseitigung der Schäden in der Regel aus eigener Tasche bezahlen. Gut Lachen hat da, wer rechtzeitig eine sogenannte Baugewährleistungsversicherung abgeschlossen hat. Am besten, Sie sprechen Ihren VPB-Berater einmal drauf an! Mehr zum Thema Versicherungen für Bauherren und Hausbesitzer lesen Sie hier:

» Lesen Sie mehr zum Thema Bauherren-Versicherungen



Baugruppen

Bauen wird teurer, und in Ballungsgebieten werden Baugrundstücke knapp. Immer mehr Bauherren gehen deshalb ungewöhnliche Wege: Sie schließen sich zu Baugruppen zusammen und entwickeln eigene Projekte, etwa die Revitalisierung alter Industriebrachen oder ehemaliger Kasernengelände. Das Bauen in der Gemeinschaft bietet Chancen, ist aber auch eine Herausforderung. Der VPB unterstützt Baugruppen bei allen Fragen rund ums gemeinschaftliche Bauen. Erste Informationen finden Interessierte im VPB-Ratgeber "Bauen in der Gemeinschaft" – kostenlos gleich hier herunterladen:

» VPB-Ratgeber_Baugruppen_Bauen-in-der-Gemeinschaft.pdf



Solaranlagen

Outdoor-Tipp: Machen Sie Haus und Garten winterfest

Es wird Herbst, die Quitten sind geerntet, und mit der Zeitumstellung am Sonntag, dem 25. Oktober, beginnt wieder die Winterzeit. Es wird abends früher dunkel. Viele Menschen kommen dann im Dunkeln nach Hause. Höchste Zeit also, die Außenbeleuchtung zu prüfen. Funktioniert sie noch? Sind die Bewegungsmelder in Ordnung? Schneiden Sie bei der Gelegenheit auch gleich Ihre Hausnummer wieder frei. Viele Hausnummern sind im Laufe des Sommers ja unterm Efeu verschwunden. Die Hausnummer sollte aber gut sichtbar sein. Sie weist im Notfall den Rettern den Weg! Was Sie in Haus und Garten noch beachten sollten, finden Sie im VPB-Ratgeber "Machen Sie Ihr Haus winterfest":

» http://www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Haus-winterfest-machen.pdf



Solaranlagen

Neues Einstiegspaket: "Schadstoffe + Schimmel"

Wenn Sie eine Immobilie kaufen möchten oder längst darin leben und vielleicht den Verdacht haben, Sie könnten Schimmel oder Schadstoffe im Haus haben, dann sollten Sie sich erst einmal grundsätzlich über die Probleme und Möglichkeiten informieren, bevor Sie weitere Entscheidungen treffen. Dabei hilft Ihnen das Einstiegspaket "Schadstoffe + Schimmel"

» Lesen Sie mehr zum "Paket Schadstoffe + Schimmel"



Lesestoff: Suffizienz - Zukunftstrend Klasse statt Masse

NewsletterVieles, was wir kaufen und auch bauen, brauchen wir eigentlich nicht. Wir übernehmen es unreflektiert, weil andere es auch so machen ... Davor sind auch private Bauherren nicht gefeit. Im Gegenteil, sie denken energiebewusst und lassen oft teure Geräte und ausgefeilte Heiztechnik einbauen, um Energie zu sparen. Oft erreichen sie die errechneten Werte aber gar nicht. Statt immer weiter auf Technik zu setzen, könnten Bauherren auch suffizienter leben. Der neue VPB-Leitfaden bringt den Lesern Suffizienz näher.

» Leitfaden "Suffizienz" bestellen



Solaranlagen

Gute Architektur: Wohnen mit Flügel

Wohnen Musiker schöner? Diese Frage stellt sich unwillkürlich, wer das ungewöhnliche Einfamilienhaus einer Musikerfamilie am Starnberg See zum ersten Mal sieht. Die Holzfassade erinnert an skandinavische Vorbilder. Bemerkenswert ist auch die Reduzierung auf ein Fensterformat. Diese formale Bescheidenheit bekäme auch manchem anderen Neubau gut!

» Finden Sie diese und noch mehr gute Architektur



Messen: Besuchen Sie den VPB am Messestand!

Besuchen Sie den VPB auf seinen Messeständen, zum Beispiel bis 18.10. auf der Immomesse Waiblingen und vom 6. bis 8.11. auf der Messe Jenaer Herbst 2015 in Jena.



Foto-Wettbewerb

Haben Sie Ihr Bild schon eingeschickt? Einsendeschluss für den Foto-Wettbewerb "Massivhaus 2016" ist am 31. Oktober. Gesucht werden die attraktivsten Häuser Deutschlands. Einzige Teilnahmebedingung: Das Haus muss massiv gebaut sein.

» Mehr zum Foto-Wettbewerb hier



 

Frage der Woche:

Die Bauherren sind skeptisch, was das Smart Home angeht. Knapp die Hälfte befürchtet, über die Vernetzung im eigenen Haus ausgespäht zu werden. Zehn Prozent knapp halten die Systeme noch für unausgereift, gut 40 Prozent würden ihr Haus smarter machen, wenn es nicht so teuer wäre. Das zeigt die Umfrage vom 14. September 2015. Smart Homes haben nach wie vor Exotenstatus. Auch der VPB sieht die Entwicklung skeptisch: Nicht jedes neue Gerät ist sinnvoll. Bauherren sollten sich genau – und unabhängig! – beraten lassen, damit sie wissen, was sie kaufen und was ihnen wirklich dient. Auch bei den Smart Metern ist der Datenschutz noch nicht so ausgereift, wie ihn sich private Bauherren wünschen sollten.

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Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit! Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...

» Frage der Woche



 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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