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Ausgabe vom 14. Dezember 2018


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Radon: Strahlenschutzgesetz tritt am 31. Dezember 2018 in Kraft

Die Debatte über das radioaktive Edelgas Radon verunsichert zurzeit viele Bauherren und Hauseigentümer. Auslöser ist das neue deutsche Strahlenschutzgesetz (StrlSchG), das erstmals verbindliche Regelungen zum Radonschutz in Aufenthaltsräumen enthält und Referenzwerte für die Belastung mit Radon festlegt. Als gesundheitlich unbedenklich gilt der Bereich von 100 bis 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) im Jahresmittel. Die Novelle des Strahlenschutzgesetzes tritt jetzt zum Jahresende in Kraft. Im Gegensatz zu bisherigen Erkenntnissen ist Radon nicht nur in Bergbauregionen ein Thema, sondern bundesweit. Der VPB hat zum Thema den neuen VPB-Ratgeber "Radon" herausgegeben. Download gleich hier:

VPB-Ratgeber_Radon.pdf
 

 

Bauherren-Chat: Sie haben Fragen? Wir haben die Antworten!

Seit Anfang Dezember läuft wieder der VPB-Bauherren-Chat. Sie stellen Ihre Baufrage die ganze Woche über in aller Ruhe und natürlich anonym unter www.bauherren-chat.de. Freitags zwischen 14 und 16 Uhr beantwortet dann ein VPB-Sachverständiger eingereichte Fragen. Am 1. Dezember ging es ums neue Bauvertragsrecht, am 7.12. um die Bauabnahme und am 14.12. um Altbaukauf. Am 21.12. beantwortet VPB-Berater Dipl.-Ing. Marc Ellinger Fragen zum Thema Radon. Am 4. Januar heißt das Thema "Energieberatung". Experte ist Dipl.-Ing. Klaus-Peter Frenzel, Leiter des VPB-Büros Jena, und am 11.1. geht es um die "Baubeschreibung" im neuen Bauvertragsrecht. Ihre Fragen dazu beantwortet VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag. Fragen können Sie jederzeit stellen unter www.bauherren-chat.de. Dort finden Sie auch die Antworten aus den bisherigen Chat-Runden.

Hier geht es zum VPB-Bauherren-Chat

 



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Neues Regionalbüro: Dipl.-Ing. Katrin Voigtländer-Kirstädter berät in Ebersberg

Verstärkung im Süden: Ab sofort hat der VPB ein neues Beratungsbüro in Ebersberg, in der Pfarrer-Dimmling-Straße 3. Dipl.-Ing. Katrin Voigtländer-Kirstädter leitet es. Sie ist freie Architektin und Sachverständige für Schäden an Gebäuden sowie Sachverständige für Immobilienbewertung. Die Expertin ist vielen Bauherren im Einzugsbereich von München schon bekannt, denn sie war lange Mitarbeiterin im VPB-Büro der bayerischen Hauptstadt. Außerdem hat sie am 7. Dezember im VPB-Chat zahlreiche Bauherren-Fragen rund um die "Bauabnahme" beantwortet. Nachzulesen sind Ihre Antworten übrigens hier: https://bauherren-chat.de/dezember-2018-1/
 




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Neubau: Bauherren sollten auch Entwürfe prüfen lassen

Wer schlüsselfertig baut, entscheidet sich für einen standardisierten Haustyp. Damit, so hoffen viele, haben sie mit dem Hausbau möglichst wenig zu tun. Folglich merken Bauherren oft erst während der Bauzeit, wenn das Haus doch nicht ihren Erwartungen entspricht. VPB-Berater empfehlen Bauherren deshalb, die Hausentwürfe immer schon vor Vertragsunterschrift durchzusprechen. Die Entwürfe werden nämlich Vertragsbestandteil. Notwendige Änderungen lassen sich später nur noch schwer oder mit Zusatzkosten durchsetzen. Die Kontrolle der verschiedenen Pläne ist auch nicht einfach, denn die Firmen liefern häufig gar keine Zeichnungen und Details. Auch das fällt nur jenen Bauherren rechtzeitig auf, die den Entwurf prüfen lassen.


 

Neues Bauvertragsrecht: Abnahmetermine ernst nehmen!

Das neue Bauvertragsrecht, das am 1. Januar 2018 in Kraft getreten ist, enthält neben Verbesserungen für private Bauherren auch problematische Regelungen. Dazu gehört die sogenannte Abnahmefiktion. Sie besagt: Setzt nach Fertigstellung des Werks der Unternehmer den Bauherren eine angemessene Frist zur Abnahme, und verweigern die Bauherren die Abnahme ohne Angabe von Mängeln oder erklären sie überhaupt nichts oder erscheinen erst gar nicht, dann fingiert das Gesetz die Abnahme als erfolgt! Diese Neuregelung, die vor allem die Verhältnisse zwischen Baufirmen und ihren Subunternehmern klären sollte, setzt private Bauherren unter enormen Zeitdruck. Sobald das Werk fertiggestellt ist, kann der Unternehmer nun eine angemessene Frist zur Abnahme setzen, etwa zehn bis 14 Tage. Innerhalb dieser Zeit müssen die Bauherren den Bau entweder abnehmen oder aber mindestens ein Mangelsymptom nennen. Können sie das nicht, gilt der Bau als abgenommen. Diese Abnahmefiktion greift aber nur, wenn der Unternehmer die Verbraucher-Bauherren vorab und in Textform über die Rechtsfolgen informiert hat. Dazu reicht schon eine E-Mail. Bauherren sollten solche Schreiben in Zukunft also keinesfalls ignorieren, sondern umgehend und mit Unterstützung ihres Bausachverständigen klären, ob das Haus auch tatsächlich fertig und mängelfrei ist.


 

Lastenzuschuss: Wohngeld für Immobilieneigentümer

Viele Menschen kaufen Wohneigentum zurzeit zu hohen Preisen. Die Finanzierung ist oft knapp kalkuliert. Da darf dann nichts schiefgehen. Tut es aber manchmal doch… schließlich kann es jeden treffen: Der Job ist weg und Haus oder Eigentumswohnung sind noch nicht abbezahlt. Was tun? Es gibt einen Rettungsanker: Nicht nur Mieter, sondern auch Eigentümer, die ihr Haus oder ihre Eigentumswohnung selbst bewohnen und unverschuldet in Not geraten sind, haben Anspruch auf Wohngeld, den sogenannten Lastenzuschuss. Ob Sie im Falle eines Falles zum Kreis der Berechtigten gehören und wie viel Geld Sie bekommen, das hängt von drei Faktoren ab: der Anzahl der Haushaltsmitglieder, dem Gesamteinkommen und der Belastung durch den Baukredit. Der Zuschuss wird in der Regel für ein Jahr bewilligt, danach ist ein neuer Antrag erforderlich. Antragsformulare gibt es bei der örtlichen Wohngeldstelle der Gemeinde- oder Kreisverwaltung.

 



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Versicherungen: Haftpflicht und Gebäudeversicherung sind wichtig

Wenn Sie demnächst bauen oder ein Haus kaufen, sollten Sie bald über die passenden Versicherungen nachdenken. Bauherren wie auch Immobilienkäufer brauchen eine Reihe von Versicherungen, um ihr Eigentum, ihre Mitmenschen, Helfer und sich selbst zu schützen. Dazu zählen die Bauleistungsversicherung, die Wohngebäudeversicherung und verschiedene Haftpflichtversicherungen, die unterschiedliche Haftpflichtrisiken in unterschiedlichen Stadien der Grundstücksnutzung abdecken. Hier sind zu nennen: die Grundstücks-, die Bauherren-, die Haus- und die Gewässerhaftpflichtversicherung. Sinnvoll ist unter Umständen eine Bauhelferversicherung oder eine Glasversicherung. Der Umfang des versicherten Risikos ist vertraglich festzulegen. VPB-Mitglieder können exklusiv Bauherrenversicherungen zu besonderen Konditionen erhalten.

Lesen Sie mehr dazu im VPB-Ratgeber "Versicherungen für Bauherren".



 

Recht: Wo endet die Räum- und Streupflicht?

Wer ein Haus kauft oder eine Eigentumswohnung erwirbt, für den entstehen damit auch Verkehrssicherungspflichten. Das heißt, er muss dafür sorgen, dass von seinem Eigentum keine Gefahren für andere ausgehen. Klassische Verkehrssicherungspflicht ist die Räum- und Streupflicht. In größeren Gemeinden übernimmt sie oft die Kommune selbst, in kleineren delegiert die Kommune sie häufig an die Eigentümer. Die müssen sich dann um alles kümmern - oder die Pflichten ihrerseits delegieren. Der VPB rät Eigentümern, sich frühzeitig zu erkundigen, welche Pflichten sie haben, denn die Verkehrssicherungspflichten greifen oft nicht erst ab dem Moment der Eigentumsübertragung, sondern ab Besitzübernahme. Dazu gibt es übrigens ein interessantes Urteil: Keine Räum- und Streupflicht über die Grundstücksgrenze hinaus haben Eigentümer und Mieter - sofern die Kommune ihnen nicht die allgemeine Räum- und Streupflicht als Anlieger übertragen hat! Dies hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden (Urteil vom 21. Februar 2018, Az.: VIII ZR 255/16).



 

Gefragter Experte: VPB-Berater Marc Ellinger legt "Überleben Hausbau" vor

NewsletterHeute kaufen die meisten Bauherren schlüsselfertig. Das Haus-aus-einer-Hand-Angebot suggeriert stressfreies Bauen. Das gibt es aber nicht. Wer ein Haus baut, hat Stress. Das bleibt nicht aus. Beim Hausbau müssen jede Menge Entscheidungen getroffen und dann auch durchgesetzt werden. Das kann sehr schwer und unangenehm werden, etwa, wenn sich Baufirmen taub für Bauherrenwüsche stellen oder die Handwerker auf dem Bau dem Laien immer wieder zu verstehen geben, er habe ja keine Ahnung ...

Wie man damit umgeht, sich erfolgreich zur Wehr und seine berechtigten Anliegen durchsetzen kann, schildert VPB-Bauherrenberater Marc Ellinger, Leiter des VPB-Büros Freiburg-Südbaden, in seinem just bei Fraunhofer IRB erschienenen Buch "Überleben Hausbau - Wie man das Projekt Eigenheim meistert – ein Ratgeber für Bauherren", das er zusammen mit Fachanwältin Birgit Schaarschmidt speziell für Bau-Laien geschrieben hat.
 

 



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Tipp: Beim Fensterputzen Dichtungen gut trocknen!

Viele versuchen, das Fensterputzen im Winter zu vermeiden, schließlich ist es unangenehm kalt. Aber wenn ein Vogel im Vorbeiflug einen ordentlichen Klacks Dreck hinterlassen hat, muss der weg. Vogelkot ätzt und kann Rahmen und Glas beschädigen. Wichtig beim Putzen: Anschließend auch den Fensterrahmen und vor allem die Dichtungen sorgfältig trocknen, sonst frieren sie später, wenn die Temperaturen unter null sinken, fest und können beim nächsten Öffnen einreißen. Ähnlich wie beim Auto können auch die Fensterdichtungen am Haus mit einem Pflegemittel gegen das Anfrieren geschützt werden.





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Expertentipp: Bei Denkmälern frühzeitig die Behörde ansprechen

Schön sanierte Baudenkmäler sind rar und entsprechend teuer – und unsanierte Altbauten bergen oft finanzielle Risiken. Baudenkmäler sind nämlich nicht einfach schöne Häuser, die im schlimmsten Fall saniert werden müssen, sondern gesetzlich geschütztes Kulturgut. Wer ein Baudenkmal kauft oder besitzt, für den gilt mehr als für alle anderen Hausbesitzer: Eigentum verpflichtet! Dafür genießen Denkmalbesitzer erhebliche Steuervorteile. Aber gleich, was die Denkmalfreunde sich vorstellen: Wie sie umbauen, anbauen, streichen oder sanieren müssen, das liegt nicht allein in ihrer Hand, sondern das entscheidet die Denkmalschutzbehörde. Private Bauherren sollten sich deshalb so früh wie möglich – am besten noch vor dem Kauf – mit der Behörde in Verbindung setzen, und ihre Wünsche abklären. Aber auch wer ein saniertes Baudenkmal vom Bauträger kauft, sollte prüfen, ob die Sanierung den denkmalpflegerischen Auflagen entspricht. Tut sie das nicht, ist Ärger garantiert: Die Steuererleichterung geht erst einmal verloren. Außerdem muss nachgearbeitet werden, was Zeit und Geld kostet. Bauherren und Käufer sollten sich den Ärger sparen.


 

Einstiegspaket: Einstiegspaket Altbau und Bestandsimmobilie

Sie überlegen, einen Altbau zu kaufen? Sie möchten, bevor Sie aufwendige Untersuchungen beauftragen, erst einmal selbst Objekte besichtigen und dabei in der Lage sein, zu beurteilen, was für Sie infrage kommen könnte? Dazu eignet sich das "VPB- Einstiegspaket Altbau und Bestandsimmobilie". Dieses und andere Einstiegspakete sind übrigens auch tolle Weihnachtspräsente für Freunde oder für die erwachsenen Kinder, die gerade auf der Suche nach einem passenden Haus sind.





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Gute Architektur: Kunst am Bau in Blaibach

Der 200-Seelen-Ort Blaibach ist seit dem von Peter Haimerl geplanten Konzerthaus auch jenseits von Niederbayern vielen Menschen ein Begriff. Der Künstler Leo Schötz baute in der Gemeinde ein Haus mit den Architekten Stephan und Nina Fabi. Selbstredend beteiligte sich der Künstler am Entwurf, denn er hatte klare Vorstellungen und wollte vieles in Eigenleistung erledigen. Die Architekten stimmten die Details auf das handwerkliche Können des Bauherrn ab. Markenzeichen des 27 Meter langen Bauwerks ist die rostrote Haut aus Cortenstahl. Der Innenraum besteht aus einer Kombination aus Eiche mit Rohstahl sowie Grobspanplatten mit Sichtbetonoberflächen.

Mehr zur "Kunst am Bau in Blaibach".



 

Frage der Woche: Welche Dachdeckung bevorzugen Sie?

Am 3. Dezember fragten wir unsere Internetleser: Welche Dachdeckung hätten Sie am liebsten, wenn Sie frei wählen könnten? Offenbar sind moderne Bauherren traditionsbewusst: Der Löwenanteil, fast drei Viertel aller Befragten, entschieden sich für die traditionellen Tonziegel. Knapp zehn Prozent für Betondachsteine, die vorwiegend auf Neubauten verlegt werden. Fast jeder Fünfte konnte sich Schiefer vorstellen – auch ein Traditionsmaterial. Keine Chance hatten Metall- und Reetdächer, Gründächer und klassische Flachdächer. Jede Dachdeckung benötigt einen bestimmten Dachaufbau mit entsprechender Unterkonstruktion. Lassen Sie sich dazu vom unabhängigen Sachverständigen beraten!

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Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit! Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...

 

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Zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern eine juristische Grundberatung.



 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
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www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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