VPB

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Ausgabe August 2015


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Neubau: Sonnenschutz von Anfang an mit planen

Der sommerliche Wärmeschutz ist in der Energieeinsparverordnung (EnEV) seit 2013 verbindlich vorgeschrieben. Bei rund der Hälfte aller Bauvorhaben allerdings fehlt der Nachweis des sommerlichen Wärmeschutzes, beobachten die Bausachverständigen des VPB. Oft wird auch die Planung von Sonnenschutz generell vernachlässigt. Ideal sind Dach- und Balkonüberstände und außenliegende Beschattungen.

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Altbau: Sanierung darf niemanden ruinieren

Wer seine Immobilie sanieren möchte, der sollte im Vorfeld genau rechnen, ob sich die geplante Maßnahme auch rentiert oder ihn finanziell auf Dauer stark belastet. Das gilt auch für Maßnahmen, die eigentlich vorgeschrieben sind. Sobald sie nämlich unwirtschaftlich sind, kann der Immobilienbesitzer nicht zur Sanierung gezwungen werden. Paragraf 25 der Energieeinsparverordnung EnEV 2014 räumt die Möglichkeit ein, sich im Einzelfall von den Auflagen befreien zu lassen, wenn sie einen "unangemessenen Aufwand" erfordern oder "zu einer unbilligen Härte führen". Eine unbillige Härte sieht der Gesetzgeber dann, "wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können." Den Nachweis dazu kann der Laie in der Regel allerdings nur mithilfe eines Energieberaters oder Bausachverständigen führen. Aber den sollten Immobilienbesitzer ohnehin bei der Planung der Sanierung bereits einschalten. Dann können sie teure Irrwege vermeiden und von Anfang an realistisch planen.



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Ferienimmobilien: Vor dem Kauf gründlich prüfen!

as ist vielen Menschen schon passiert: Sie verlieben sich in den Ferien – in eine einsame Berghütte oder eine lauschige Reetdachkate. Sonne, blauer Himmel, entspannte Atmosphäre machen aus mancher Immobilie, die man zu Hause keines zweiten Blickes würdigte, ein romantisches Domizil. Der VPB rät: Ferienimmobilien vor dem Kauf mindestens so kritisch prüfen, wie den Hauptwohnsitz. Vier grundsätzliche Fragen müssen geklärt werden: Kann sich die Familie die Immobilie leisten? Möchten sich alle Familienmitglieder auf Dauer an einen Urlaubsort binden? In welchem baulichen Zustand ist die Immobilie? Und: Wer hilft bei der baulichen Beurteilung der Immobilie? Die letzte Frage ist schnell beantwortet: Der VPB-Berater vor Ort! VPB-Mitglieder können sich nämlich in allen Regionalbüros bundesweit beraten lassen, von Schleswig im Norden bis nach Lindau am Bodensee. Das gilt beim Umzug ebenso wie beim Ferienhauskauf!

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Baurecht: Bauherren müssen SiGeKo beauftragen

Bauherren sind für ihre Baustelle verantwortlich. Das gilt auch für die Sicherheit und Gesundheit der dort beschäftigten Menschen. Seit 1998 regelt die Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz auf Baustellen (Baustellenverordnung oder BaustellV), welche Pflichten der Bauherr im Einzelnen hat. Dazu gehört beispielsweise die Bestellung des sogenannten Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordinators – abgekürzt: SiGeKo. Die Pflicht, einen SiGeKo zu bestellen, kann schon kleine Baustellen treffen. Sobald dort mehrere Beschäftigte verschiedener Unternehmen gleichzeitig arbeiten oder eine bestimmte Absturzhöhe möglich ist, muss der Bauherr unter Umständen einen solchen Experten beauftragen. SiGeKos brauchen eine spezielle Qualifikation. Sie müssen Architekt, Ingenieur, staatlich geprüfte Techniker oder Meister sein, mindestens zwei Jahre berufliche Erfahrung gesammelt haben und eine Zusatzqualifikation im Bereich Arbeitssicherheit nachweisen. Private Bauherren sollten sich bei der Wahl ihrer Planer und Baufirmen unbedingt erkundigen, ob die Mitarbeiter entsprechende Zusatzqualifikationen haben.



Expertenwissen: Energieberechnungen prüfen lassen!

NewsletterDas Thema „Energiesparen“ gehört zu den wichtigsten Beratungsschwerpunkten beim Verband Privater Bauherren (VPB), weiß Dipl.-Ing. Hartmuth Brunzel, Leiter des VPB-Büros in Dresden. Angehende Bauherren beispielsweise lassen vom VPB ihre Energieberechnungen prüfen. Dabei finden sie Fehler nicht zu knapp. Da heute die meisten Menschen ein schlüsselfertiges Haus bauen und nicht mit dem eigenen Architekten planen, bekommen sie ein standardisiertes Haus mit einer standardisierten Energieberechnung. Die geht aber nicht auf die Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten der Bauherren ein. Oft entsprechen die Berechnungen nicht einmal den geltenden Vorschriften. Das sollten sie aber, denn der Bauherr als späterer Hausbesitzer haftet dafür, dass sein Haus geltendem Recht entspricht, also auch der Energieeinsparverordnung entspricht.

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Solaranlagen

Bautechnik: Solaranlagen sorgfältig planen und Montage überwachen

Sonnenkollektoren sind von Deutschlands Dächern nicht mehr wegzudenken. Der Bauboom in den vergangenen Jahren hat der Solartechnik enormen Aufwind beschert, hat aber auch Probleme offenbart. Problematisch ist unter anderem die Qualität der Montage, denn nicht jede Firma, die Solarmodule auf Dächern montiert, hat auch die dafür speziell geschulten Mitarbeiter. Oft sind angelernte Kräfte mit der Arbeit beauftragt. Der VPB rät deshalb, Planung und Ausführung vom unabhängigen Sachverständigen kontrollieren zu lassen.

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Bauvertrag: Immer auch an Passwörter und Service denken

Wer heute baut, der braucht moderne Haustechnik. Zunehmend wird diese über elektronische Anlagen zentral gesteuert. Diese Anlagen müssen eingerichtet, angepasst und regelmäßig gewartet werden. Außerdem gehören zu den Regel- und Steuerungsanlagen Handbücher, Daten und vor allem Passwörter. Aber auch die für den gesamten Bauerfolg unabdingbaren Planungs- und Berechnungsunterlagen sollten Bauherren sich unbedingt vertraglich für die Bauphase zusichern lassen - nur so können sie prüfen, ob hinter der glatten Fassade auch das eingebaut ist, was sie bestellt und bezahlt haben! Bereits bei der Beauftragung sollten Bauherren vertraglich vereinbaren - und später darauf achten, dass sie alle diese Unterlagen tatsächlich ausgehändigt bekommen. Gut beraten sind Bauherren auch, wenn sie frühzeitig klären, ob es bei der Auswahl der Spezialfirmen auch Alternativen gibt - damit Firma y nahtlos übernehmen kann, falls Firma x abspringt. Auch dabei gilt, wie bei allen am Bau beteiligten Firmen: Je näher das Unternehmen beim Kunden liegt, umso besser und preiswerter klappt in der Regel der Service.



Einstiegspaket WEG

Sie möchten eine Eigentumswohnung kaufen? Sie sind vielleicht sogar Verwalter einer WEG? Demnächst stehen Sanierungsmaßnahmen an und Sie möchten und müssen sich jetzt erst einmal schlau machen, was da auf Sie und die Wohnungseigentümergemeinschaft zukommt. Dann ist das "VPB-Einstiegspaket WEG" sicher hilfreich für Sie

» Hier geht es zum Einstiegspaket WEG



Lesestoff: Darf der das?

NewsletterDer Nachbar pflanzt Bäume unmittelbar an der Grundstücksgrenze? Die Sandkiste der Kinder steht direkt am Zaun. Der Hund bellt vor allem nachts, und Rasen mäht der liebe Nachbar vorzugsweise sonntags um 11. Elektrisch, versteht sich. Darf der das? Was Nachbarn dürfen und was nicht, das regelt das Nachbarrecht. Der VPB hat als Hilfestellung für Bauherren und Hausbesitzer den Leitfaden „Nachbarrecht“ zusammengestellt. Es kostet fünf Euro (2,50 Euro für Mitglieder) plus zwei Euro Porto und kann über den VPB-Shop bezogen werden.

Und weil Nachbarrecht nicht gleich Nachbarrecht ist, sondern in allen Bundesländern ein bisschen differiert, hat der VPB außerdem noch die Nachbarrechte der Länder auf seiner Website hinterlegt.



Hausbesitzer: Denken Sie an die Rücklagen!

Ein alter Spruch besagt: Der Mensch hat ein Haus - und das Haus hat ihn. Stimmt schon irgendwie! Wer eine Immobilie besitzt, der muss sie pflegen und instand halten. Dauernd gibt es etwas zu tun am Haus. Immer wieder geht auch etwas kaputt. Gut, wenn Sie dann eine Rücklage haben. Der VPB rät, rund einen Euro pro Quadratmeter Wohnfläche im Monat für Instandhaltungsreparaturen zurückzulegen. Bei einem 150 Quadratmeter großen Reihenhaus bedeutet das 150 Euro Rücklagen im Monat, entsprechend 1.800 Euro pro Jahr. Mit dem Sparen sollten Sie auch beim neuen Haus am besten gleich nach dem Einzug anfangen, dann haben Sie später, wenn die ersten größeren Reparaturen kommen, ein schönes Polster.



Solaranlagen

Gute Architektur: Holzhaus mal ganz anders

Kann gute Architektur ihre Umgebung stören? Offenbar ja. Das zumindest mussten sich Bauherren in Wagrain vorwerfen lassen, die ihr Haus zwar im regionaltypischen Holz konstruiert hatten, in der Form aber komplett vom gängigen Haustypus abgewichen waren.

» Lesen Sie mehr dazu in unserer Rubrik "Gute Architektur"



 

Frage der Woche: Mieses Bauplatzangebot

Wieder einmal hat die VPB-Umfrage am 27. Juli bestätigt: Es gibt kaum noch Bauland für private Bauherren! Nur noch jeder achte Bauherr bekommt ein Grundstück über die Kommune. Gerade finanziell klamme Kommunen haben sich aus der Verantwortung gestohlen. Sie geben das Bauland en bloc an einen Investor. Der soll sich um die Erschließung und anschließend um Vermarktung und Bebauung kümmern. Das Resultat ist bekannt: Schlüsselfertigangebote dominieren den Markt, Bauherren haben viel zu oft keinerlei Wahlmöglichkeit, mit wem sie bauen. Ein gutes Geschäftsmodell für die Kommunen und Firmen, für Bauherren hingegen eine Zwangslage voller Risiken. Sie haben keine Chance, am Ort ihrer Wahl einen Vertragspartner für ihren Hausbau auszuwählen. So kommt es zu einem Angebotswettbewerb der Verbraucher, nicht aber der Bauunternehmer. Tendenziell steigen dann die Preise, nicht die Bauleistungsqualität. Und die Neubaugebiete werden durch die Bauten von der Stange so auch nicht attraktiver.

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Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Erfahrungen greifen wir in der täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit! Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...

» Frage der Woche



 

VPB-Mitglieder haben viele Vorteile ...

... zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern besonders günstige Konditionen bei den wichtigsten Versicherungen rund um den Hausbau an.


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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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