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Ausgabe vom 15. Oktober 2021



Bauherren sollten keine Kostenübernahme bei Mängelbeseitigungen unterschreiben!

Immer wieder berichten Bauherren nach der Abnahme ihres Hauses davon: Unternehmen verlangen auf eine Mängelrüge hin, dass die Bauherren eine Kostenübernahme erklären, wenn sich herausstellen sollte, dass das Unternehmen selbst nicht für den Mangel verantwortlich ist. Hierzu verweist der Verband Privater Bauherren auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 2. September 2010 zum Aktenzeichen VII ZR 110/09. Demnach darf der in Anspruch genommene Auftragnehmer "Maßnahmen zur Mängelbeseitigung nicht davon abhängig machen, dass die Auftraggeber eine Erklärung abgeben, wonach sie die Kosten der Untersuchung und weiterer Maßnahmen für den Fall übernehmen, dass der Auftragnehmer nicht für den Mangel verantwortlich ist."

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Checken des Hausdaches zum Herbstbeginn

Die nächsten Wochen sollten Hausbesitzer dazu nutzen, das eigene Haus auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten, rät der Verband Privater Bauherren. Vor allem dem Dach sollte Aufmerksamkeit geschenkt werden. Mancher Dachziegel kann sich gelockert haben und könnte bei Stürmen vollends abrutschen, warnt der VPB. Auch defekte Ziegel müssen ausgetauscht werden, denn schon kleinste Risse machen das Dach auf Dauer undicht. Das kann zu Feuchteschäden führen und zu Schimmelbildung im Haus.

Mit der Kontrolle des Steildachs sollten auf Sicherheit bedachte Eigentümer Experten beauftragen. Das flache Dach können sie dagegen meist selbst warten: Abläufe und Anschlüsse müssen gereinigt und das Herbstlaub vom Dach gekehrt werden. Dabei sollte auf Beschädigungen geachtet werden: Blasen oder Risse an der Abdichtung oder an den Aufkantungen und Kappleisten sollten sich die Spezialisten ebenso ansehen wie sich auflösende Nähte.

Neben der Dachhaut selbst gilt es auch, die An- und Abschlüsse rund um den Kamin und Entlüftungsrohre sowie die Dachflächenfenster zu prüfen. Dabei sollten auch Regenrinnen und Dachabläufe gecheckt und gereinigt werden.
 

 



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Baustoffe teurer – Verwendung falscher und nicht zugelassener Produkte?

Viele Baustoffe sind in den letzten Monaten teurer und teilweise auch knapper geworden. Viele Baufirmen verwenden eher aus Unwissenheit falsche und nicht zugelassene Produkte. Was unabsichtlich geschieht, kann jedoch für Bauherren ärgerliche Folgen haben. Wenn die Produkte nicht die geforderten und notwendigen Eigenschaften für ihren Einsatzbereich haben, kann es zu Bauschäden kommen. So entdecken die VPB-Berater bei ihren regelmäßige Baustellenkontrollen falsch eingesetzte Baustoffe – insbesondere bei der Abdichtung des Hauses. Die Prüfung auf Eignung ist eigentlich Pflicht des einbauenden Fachunternehmens.

Viele Handwerker prüfen nicht, was sie einbauen – und viele Materialien ähneln sich. Der Anwendungsbereich wird nur auf der Verpackung und dem technischen Merkblatt erläutert. Dort finden sich auch die entscheidenden Angaben, für welchen Einsatz das Produkt zugelassen ist. Hier stehen die Bauunternehmen in der Pflicht, vorab die Eignung zu prüfen. Viele Baufirmen überwachen sich aber selbst. Folglich hängt die Qualität der Bauausführung stark von den Bauleitern vor Ort ab. Die Firmen stehen aktuell auch unter enormem Druck, sie müssen in kurzer Zeit viel bauen. Auch die Bauherren sind oft ungeduldig. Die unabhängige baubegleitende Bau- und Qualitätskontrolle ist für private Bauherren heute also wichtiger denn je.



 

"Lage, Lage, Lage?" – Augen auf beim Grundstückskauf!

Sie planen den Bau eines eigenen Hauses und suchen ein Grundstück? Dann sollten Sie zunächst folgendes überlegen und im Familienkreis besprechen. Schließlich geht es um eine Entscheidung, die nicht einfach rückgängig gemacht werden kann. Entscheidend ist die Lage des Grundstücks. Was ist Ihnen wichtig?

Auch die Topographie spielt eine Rolle. Ein Grundstück in Hanglage bietet attraktive Möglichkeiten der Gestaltung und oft gute Aussicht – aber meist sorgen Hänge auch für erhöhte Kosten beim Bauen. Der Blick ins Grundbuch ist unabdingbar: Gibt es sogenannte Lasten auf dem Grundstück, Wegerechte, Vorkaufsrechte oder Leitungen der Strom- oder Wasserversorgung?

Nun direkt auf das von Ihnen gewünschte Grundstück – ist es frei von Bauten? Gegebenenfalls müssen Sie den Abriss zahlen! Auch alter Baumbestand kann geschützt sein und Ihre Planung eventuell im Wege stehen. Sprechen Sie mit den Grundstücksnachbarn, um so von vielleicht bestehenden Problemen rechtzeitig zu hören. Ist der Baugrund komplett mit Wasser, Abwasser und Strom erschlossen? Wenn nicht, kann die Vervollständigung der Ver- und Entsorgung noch hohe Kosten verursachen!

Sehen Sie sich das Grundstück am besten mit einem VPB-Bauherrenberater an.
 




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Gute Architektur:
Aus Alt macht Neu: Revival einer alten Remise in Berlin

Was tun, wenn ein Bau eigentlich abgebrochen werden sollte, sich die Bauherren aber in das alte Gemäuer verliebt haben? Dann müssen die Architekten eben etwas daraus machen - zumal, wenn das Ensemble unter Denkmalschutz steht, wie diese alte Remise einer ehemaligen Berliner Brauerei.

Das Grundstück in der Kollwitzstraße liegt im Hof, umgeben von einer sechsgeschossigen Gründerzeitanlage. Seit 1995 steht (hier im Sanierungsgebiet) das Ensemble der ehemaligen Brauerei mit Remise unter Denkmalschutz. Also wurde die alte Ziegelfassade zum Hof behutsam saniert und von innen gedämmt, um außen die historische Patina zu erhalten. Anstelle des ehemaligen Lastenaufzugs markiert nun ein zweigeschossiges Glaselement den neuen Eingang. Dieses Portal und das Lichtband wurden als neue Ergänzungen mit einer dunkelgrauen Beschichtung deutlich vom historischen Bestand abgesetzt.

Spuren der Zeit sind auch im Innenraum erhalten. Die gefliesten Wände wurden gesäubert, teilweise gespachtelt oder gestrichen. Der geschliffene Estrich passt gut zum industriellen Charakter des alten Gewerbebaus.

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Auf 200 Quadratmeter Wohnfläche bietet die ehemalige Remise nach der Sanierung im Erdgeschoss Platz für eine offene Wohnküche, die ins Wohnzimmer übergeht, und für einen Arbeitsraum. Im Obergeschoss liegen drei abgeschlossene Zimmer neben einer Lesegalerie. Haustechnik und Lager sind im Keller untergebracht.

Das stark beschädigte Dach wurde erneuert und durch drei großformatige Dachflächenfenster geöffnet. Die verbleibende Fläche ist extensiv begrünt. Über das Atrium wird auch gelüftet. Nun fällt das Tageslicht über die Treppe bis ins Erdgeschoss. Außerdem wurde unterhalb des um 70 Zentimeter über die Traufe angehobenen Dachs ein Lichtband eingezogen.

Mehr Informationen gibt es hier.



 

VPB-Mitglieder haben neben der Bauvertrags- und der baubegleitenden Qualitätskontrolle durch Experten viele weitere Vorteile...

Zum Beispiel stellt er kostenlose Informationen zum Verbraucherrecht am Bau zur Verfügung – wie die folgende Broschüre:



 

VPB-Ratgeber: Das neue Bauvertragsrecht

NewsletterDie Erarbeitung des kostenlosen VPB-Leitfaden „Neues Bauvertragsrecht – Informationen für Verbraucherbauherren“ wurde vom BMJV unterstützt. Unser Tipp: Jeder Bauherr sollte ihn haben.

Download direkt beim VPB - https://www.vpb.de/vpb-ratgeber-kostenlos.html

Gedruckte Exemplare gibt es auch bei den Regionalbüros – bitte aber nach vorheriger telefonischer Anmeldung dort.




 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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