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Ausgabe vom 15. November 2018


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Bauvertragsrecht: Beim Ausbauhaus kommt eventuell kein Verbraucherbauvertrag zustande

Weil Bauen immer teurer wird, erwägen Bauherren häufiger den Kauf eines Ausbauhauses. Durch Eigenleistungen wollen sie Geld sparen. Das birgt erhebliche Probleme. Eines ist kommunikativer Art: Beim Kauf eines Ausbauhauses beraten Vertriebsmitarbeiter der Fertighausfirma die Bauherren. Ihr Interesse ist der Verkauf des Hauses. Deshalb neigen sie dazu, den Bauherren die Ausbaupakete schmackhaft zu machen und die Eigenleistung der Bauherren als überschaubar und einfach darzustellen. In der Realität sieht das dann oft anders aus und die Bauherren müssen erhebliche Leistungen selbst erledigen oder an eigene Firmen vergeben, was das Bauen dann wieder verteuert. Viel schwerwiegender aber: Sobald – von geringfügigeren Restarbeiten abgesehen – mehrere Gewerke beauftragt werden müssen, um das Haus fertigzustellen, handelt es sich nicht um einen Verbraucherbauvertrag! Paradebeispiel ist die Aufspaltung in Bodenplatte/Keller und den Rest. In solchen Fällen gehen auch weitere zwingende Verbraucherschutzrechte verloren, wie etwa das Recht auf die Herausgabe der Bauunterlagen oder darauf, als letzte Rate mindestens noch zehn Prozent des Geldes zu zahlen, um bei Mängeln vorher überhaupt noch ein Druckmittel in der Hand zu behalten. Bauherren sollten sich also vor dem Kauf eines Ausbauhauses genau über die Konsequenzen beraten lassen – natürlich vom unabhängigen Experten und nicht vom Verkäufer!

Lesen Sie hier die Details.





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Hauskauf: Auch bei großer Nachfrage Substanz prüfen!

Viele Familien interessieren sich für Altbauten. Häuser im Bestand müssen nicht erst geplant und gebaut werden. Oft reichen ein paar Wochen um die nötigen Renovierungen und Nachrüstpflichten zu erledigen. Dann kann die Familie einziehen. Weil aber inzwischen auch Altbauten immer begehrter werden, steigen die Preise. VPB-Berater beobachten vor allem in gesuchten Lagen eine neue Entwicklung: Verkäufer nennen keine Preise mehr, sondern lassen sich von den Interessenten Angebote unterbreiten. Wer am meisten bietet, bekommt den Zuschlag. In Toplagen überbieten die Käufer dabei den im Wertgutachten ermittelten Preis schon mal um 20 bis 30 Prozent. Das kann ins Auge gehen, wenn die Käufer dabei bis ans Limit gehen und nachher für die wichtigen Reparaturen kein Geld übrig haben. Damit das nicht passiert, sollten Kaufinteressenten die Immobilie mit dem eigenen Sachverständigen prüfen. Danach können sie ein realistisches Gebot abgeben – persönliches Limit minus voraussichtliche Sanierungskosten.

Mehr zum Thema Hauskauf



 

Telefonaktionen: VPB-Fachwissen gefragt

NewsletterDie Sachverständigen des VPB sind als Experten bei Telefonaktionen gefragt. Dipl.-Des. Renate Koppenhöfer, Leiterin des VPB-Regionalbüros Wiesbaden/Mainz gibt den Lesern der "Frankfurter Rundschau" am 6. Dezember zwischen 18 und 20 Uhr Antworten auf ihre Fragen rund ums energetische Bauen und Sanieren.

Bereits am 7. November stand Dipl.-Ing. Michael C. Fritsche, Leiter des VPB-Büros Bamberg, den Lesern des Nordbayerischen Kuriers Rede und Antwort.

Die Anrufer interessierten sich vor allem für das neue Bauvertragsrecht und das Baukindergeld




 

Baudetails: Wählen Sie den passenden Briefkasten!

Das Haus ist fast fertig? Fehlen nur noch letzte Details? Zum Beispiel der Briefkasten? Die Auswahl ist riesig und es steht Ihnen frei, welches Model Sie ans Gartentor schrauben. Ein paar Vorgaben bei der Auswahl sind aber später durchaus sinnvoll: So gibt die DIN EN 13724 vor, wie groß ein Briefkasten sein muss, damit unsere gängigen Postformate gut reinpassen. Sie müssen sich nicht daran halten, aber Sie erleichtern dem Postboten das Leben – und bekommen unbeschädigte Post. Wenn Sie Zeitschriften und Zeitungen bekommen, wählen Sie einen entsprechend großen Briefkasten. Und wer sich öfter Pakete liefern lässt, sollte sich überlegen, ob eine veritable Übergabestation nicht die beste Lösung wäre.



 


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Schwarzbau: Behörden können Abriss verfügen

Sind ein Haus oder ein Anbau ohne Genehmigung gebaut worden, kann die Bauaufsichtsbehörde den Abriss anordnen, zumindest aber ein Nutzungsverbot aussprechen. Dank der heute leicht zugänglichen Luftaufnahmen sehen die Baubehörden auch schnell, wo Schwarzbauten entstanden sind. Schwarzbauten sind und bleiben illegal. Daran ändert sich auch nichts, wenn sie lange unentdeckt bleiben. Bestandsschutz bekommen sie dadurch nicht automatisch. Besitzer von Schwarzbauten können versuchen, diese nachträglich genehmigen zu lassen. Eine Garantie für die nachträgliche Legalisierung gibt es aber nicht. Der VPB rät auch Käufern, schon vor dem Kauf einer Bestandsimmobilie nach der Baugenehmigung zu fragen und diese auch zu prüfen: Sind alle vorhandenen Bauteile auch in der Form legal? Und wer neu baut, der sollte sich unbedingt an die Baugenehmigung halten und eventuelle Änderungswünsche gleich genehmigen lassen. Sowohl die nachträgliche Genehmigung illegaler Bauten samt Bußgeld als auch der Abbruch kommen erheblich teurer.



 

VPB-Ratgeber: Machen Sie Ihr Haus jetzt winterfest

Noch bewegen sich die Außentemperaturen im Plusbereich, aber das kann sich bald ändern. Höchste Zeit also, das Haus winterfest zu machen. Der VPB hat dazu einen Ratgeber mit Checklisten zusammengestellt. Sie können den Ratgeber hier kostenlos herunterladen.



 

Zwangsversteigerungen: Bei Auktionen gelten strikte Regeln

Zwangsversteigerungen gelten als Schnäppchenbörse. Das entspricht allerdings nicht ganz den Tatsachen, denn auch bei der Zwangsversteigerung orientiert sich der Zuschlag beim ersten Termin am Verkehrswert des betreffenden Grundstücks – und die teure Lage eines Hauses schlägt sich auch bei der Zwangsversteigerung im entsprechend höheren Verkehrswert nieder. Das ist nur eine von vielen Tücken, die Bieter kennen müssen, bevor sie bei einer Auktion die Hand heben. Lesen Sie mehr dazu im VPB-Ratgeber "Zwangsversteigerungen".





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WEG: Erst informieren, dann sanieren!

Wohneigentümer streiten auf ihren Versammlungen oft über Sanierungsfragen. Klassisches Beispiel ist die Fassadendämmung. Meist beauftragen die Eigentümer ihren Verwalter, sich bis zu drei Angebote ortsansässiger Fachfirmen unterbreiten zu lassen. Die werden dann diskutiert. Dabei geht es meist nur um die Finanzierung, seltener um die Frage, ob die angebotene Baumaßnahme technisch sinnvoll ist und überhaupt zum Haus passt – oder ob es vielleicht noch etwas Besseres gibt! Verwalter und Eigentümer sollten das Pferd nicht von hinten her aufzäumen. Sinnvoller ist es, sich erst einmal firmen- und produktneutral beraten zu lassen. VPB-Sachverständige machen sich zunächst ein Bild vom baulichen Zustand und der Haustechnik und stellen für die Eigentümergemeinschaft die Maßnahmen zusammen, die baulich und technisch zur vorhandenen Bausubstanz passen. Daraus ergibt sich eine Art Sanierungsfahrplan, den die VPB-Berater der Eigentümergemeinschaft auf Wunsch detailliert vorstellen und erklären. Der Sanierungsfahrplan zeigt, welche Maßnahmen in welcher Reihenfolge erledigt werden müssen, damit sie einerseits keine Schäden verursachen und andererseits manche Arbeiten kostensparend zusammenfassen. Die Gemeinschaft kann die Umsetzung dann über einige Jahre hin ziehen, je nachdem, wie schnell sie die Maßnahmen finanzieren möchte.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Eigentümergemeinschaften



 

Baurecht: Was muss in der Baubeschreibung stehen?

Wer seit 1. Januar 2018 einen Verbraucherbauvertrag schließt, hat das Recht auf eine Baubeschreibung. Und zwar vor Vertragsschluss, damit man verschiedenen Angebote sachverständig auf ihren Qualitätsgehalt prüfen und vergleichen kann. Dabei ist sie viel mehr als das Gegenstück zu Markenzeichen auf Motorhauben von Autos. Denn sie muss die wesentlichen Eigenschaften des Hauses klar beschreiben. Sie muss mindestens folgende Informationen enthalten: Eine allgemeine Beschreibung des herzustellenden Gebäudes oder der Umbauten, gegebenenfalls Haustyp und Bauweise; Art und Umfang der Leistungen, gegebenenfalls auch der Planung und Bauleitung, der Arbeiten am Grundstück, der Baustelleneinrichtung und der Ausbaustufe; Gebäudedaten, Pläne mit Raum- und Flächenangaben sowie Ansichten, Grundrisse, Schnitte; gegebenenfalls Angaben zum Energie-, Brandschutz-, Schallschutzstandard sowie zur Bauphysik; Beschreibung der Baukonstruktion aller wesentlichen Gewerke; gegebenenfalls Beschreibung des Innenausbaus; gegebenenfalls Beschreibung der gebäudetechnischen Anlagen; Qualitätsmerkmale, denen Gebäude oder Umbau genügen müssen; gegebenenfalls Beschreibung der Sanitärobjekte, Armaturen, Elektroanlage, Installationen, Informationstechnologie, Außenanlagen und verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung. Steht der Beginn der Baumaßnahme noch nicht fest, dann muss wenigstens ihre Dauer angegeben sein.

Hier finden Sie alles rund ums Bauvertragsrecht.





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Expertentipp: Beim Altbaukauf an Nachrüstpflichten denken!

Wer ein Ein- oder Zweifamilienhaus kauft oder erbt, der muss innerhalb der ersten zwei Jahre nach der Übernahme die sogenannten Nachrüstpflichten erledigen. Sie sind in der Energieeinsparverordnung (EnEV) beschrieben. Die neuen Hauseigentümer müssen – sofern das noch nicht erledigt ist – alle zugänglichen Warmwasserleitungen und Armaturen in ungeheizten Räumen dämmen. Sie müssen die jeweils obersten Geschossdecken dämmen. Austauschen müssen sie auch alle flüssig oder gasförmig befeuerten Heizkessel (außer Niedertemperatur- und Brennwertkessel), sobald diese 30 Jahre alt sind. Das gilt auch für Erben, die eine Immobilie übernehmen. Nichts nachrüsten müssen Hausbesitzer, die ihr Haus schon vor dem 1. Februar 2002 selbst bewohnt haben und auch dessen Eigentümer waren. Der VPB rät allerdings auch Altbesitzern, freiwillig nachzurüsten. Viele Maßnahmen rechnen sich und schonen die Umwelt.



 

Wohnen: Wir brauchen mehr Licht im Herbst!

Jetzt im Herbst brauchen wir wieder mehr Licht. Nicht nur zum guten Sehen, sondern auch für die Stimmung, denn Licht beeinflusst die Hormonproduktion des Menschen und steuert seine innere Uhr. Forscher sind noch dabei, die Geheimnisse im Detail zu entschlüsseln. Bekannt ist aber bereits, dass zum Beispiel blaues, kühles Licht wach macht, während warmes, rötliches Licht entspannt. Es liegt also auf der Hand: Abends eher warmes Licht, morgens eher kühles Licht einsetzen. Die gute Nachricht: Schon der Austausch einiger Lampen schafft unter Umständen eine völlig neue Lichtstimmung im Haus. Versuchen Sie es doch mal und achten Sie beim Lampenkauf nicht nur auf Preis, Dimmbarkeit und Ausbeute, sondern auch auf die Lichtfarbe. LEDs gibt es in warmweiß, neutralweiß und tageslichtweiß. Warmweiß ist besonders für Wohnräume geeignet, tageslichtweiß für Arbeitszimmer, neutralweiß für die Küche.



 

Einstiegspaket: Individueller Sanierungsfahrplan

Dämmen, nachrüsten, umbauen, anbauen, aufstocken, Energie sparen, Klima schützen… wer einen Altbau auf Vordermann bringen will, der muss viel bedenken und planen. Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Sanierungswünsche und Zukunftspläne mit Ihrem Budget unter einen Hut zu bringen – und zwar mit dem Einstiegspaket "Individueller Sanierungsfahrplan". Dieses VPB-Einstiegspaket (und alle anderen) können Sie übrigens auch zu Weihnachten verschenken.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Sanierungsfahrplan



 

Lesestoff: Sanierung von Nachkriegshäusern

NewsletterAltbauten sind gesucht, auch die Häuser aus den Wirtschaftswunderjahren. Im "Leitfaden für die Modernisierung eines Hauses aus den 1950 und 1960er Jahren" erläutert der VPB die markanten Merkmale der einzelnen Haustypen und listet die für die Bauzeit typischen Mängel und Schadensbilder auf, wie sie die VPB-Sachverständigen bei ihren Bauherrenberatungen vor Ort immer wieder vorfinden.

Der Leitfaden, den es für 5 Euro (Mitglieder 2,50 Euro) plus Versandkosten im VPB-Shop gibt, richtet sich an alle, die sich mit dem Gedanken tragen, ein Nachkriegshaus zu kaufen oder umzubauen, und die schon im Vorfeld wissen möchten, mit welchen Schäden und Problemen sie im Einzelnen bei der geplanten Sanierung rechnen müssen. Dazu gibt es praktische Checklisten zur ersten schnellen Prüfung des Objekts.

Zum VPB-Shop






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Gute Architektur: Backsteinhaus in Hamburg

"Das Gebäude ist wie ein Flipperkasten. Vollgespickt mit Anziehungspunkten und Widerständen bietet die Struktur vielfältige Möglichkeiten der Wegeführung und Wahrnehmung." So beschreiben die Architekten David Lagemann und Tim Kettler das von ihnen entworfene Backsteinhaus in Hamburg. Typisch für den Ort ist das Material Klinker, eher ungewöhnlich dagegen die umlaufende Bodenfuge. Sie lässt das Haus scheinbar über dem Rasen schweben.

Mehr "Gute Architektur".



 

Frage der Woche: Sie mal in den Bebauungsplan geschaut?

Wer ein schlüsselfertiges Haus kauft, muss den Bau auf seinem Grundstück genehmigen lassen. Deshalb ist es sinnvoll, schon vor dem Kauf zu prüfen, ob das favorisierte Objekt überhaupt auf dem Grundstück realisiert werden darf. Der Blick in den Bebauungsplan und das Gespräch mit dem zuständigen Bauamt bringen schnell Gewissheit, ob das Haus an der Stelle genehmigungsfähig ist oder vielleicht erheblich umgeplant werden muss. Am 24. September 2018 wollten wir in unserer "Frage der Woche" wissen, ob Bauherren das Prozedere kennen. Rund ein Drittel kannte es nicht und musste "Lehrgeld zahlen".

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Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit! Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...




 

VPB-Mitglieder haben neben der Bauvertrags- und der baubegleitenden Qualitätskontrolle durch Experten viele weitere Vorteile ...

Zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern günstige Bauherrenversicherungen.



 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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