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Ausgabe vom 18. November 2020


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GEG: Bauherren brauchen mehr unabhängige Beratung

Am 1. November 2020 tritt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft. Es ersetzt und fasst das bisherige Zum 1. November 2020 ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft getreten. Es überführt die bislang geltende Energieeinsparverordnung (EnEV), das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und das Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz (EEWärmeG) in ein einheitliches Gesetz und bereinigt Wider-sprüche und begriffliche Unstimmigkeiten. Der Verband Privater Bauherren (VPB) hält das GEG für einen Zwischenschritt mit Augenmaß. Obwohl mit dem GEG nun alle Neubauten Niedrigstenergiegebäude im Sinne der EU-Gebäuderichtlinie sein müssen, verzichtet der Gesetzgeber zum jetzigen Zeitpunkt auf eine Verschärfung der Anforderungen an Neubauten. Grund dafür sind wirtschaftliche Überlegungen: Der Bau dringend benötigter Wohnungen soll nicht unnötig ausgebremst und verteuert werden. Gleichzeitig behält sich der Gesetzgeber für 2023 die Überprüfung der Maßnahmen vor, mit Blick auf das Klimaschutzprogramm 2030.

Lesen Sie hier, was sich für Bauherren und Sanierer ändert



 

Brandschutz: VPB empfiehlt frühe Kontrolle der Planungen

Viele haben die Bilder vom brennenden Grenfell Tower in London noch vor Augen: Im Sommer 2017 stand das Wohnhochhaus in der britischen Hauptstadt in Flammen, 71 Menschen kamen dabei ums Leben, 233 verloren ihre Wohnung. Das Beispiel zeigt, wie wichtig der konstruktive bauliche Brandschutz in Geschosswohnungsbauten ist, insbesondere, da Wohnhochhäuser auch in Deutschland immer beliebter werden. Wer sich im Geschosswohnungsbau eine Eigentumswohnung kauft, sollte sich darauf verlassen können, dass der Brandschutz gewährleistet ist. Wohnungstrennwände und Wohnungstrenndecken, die die eigene Wohnung von anderen Wohnungen seitlich, oben und unten sowie vom Treppenhaus und Erschließungsflur trennen, haben neben dieser trennenden auch noch brandschutztechnische Funktionen. Sie sollen die Wohnung vor den Einwirkungen eines Brandes in einer benachbarten Wohnung, dem Treppenhaus oder dem Flur schützen, speziell vor den toxischen Brandgasen. Sie sind die Haupttodesursache bei Bränden!

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Planung: Beim Immobilienkauf auch auf die Heizkörper achten

Bauen kostet Geld, deshalb sparen Baufirmen, wo sie können. Oft auch an Details, wie den Heizkörpern. Theoretisch lassen sich zwar auch große Räume mit hohen Heizlasten mit nur einem einzigen entsprechend üppig dimensionierten Heizkörper abdecken, aber darunter leidet die Wärmeverteilung im Raum. Entscheidend für die Dimensionierung der Heizung in den einzelnen Räumen ist die Wärmebedarfsberechnung. Sie ist Teil der Planungsunterlagen. Mit dieser Berechnung wird der Wärmebedarf jedes beheizten Raums individuell ermittelt. Der VPB rät deshalb: Bevor Bauherren sich für ein Objekt entscheiden, sollten sie unbedingt die Planung der Heizkörperanordnung anfordern und die Verteilung vom unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen, damit die Wohnung später nicht nur warm ist, sondern auch thermisch behaglich.

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Bauvertragsrecht: Vor- und Nachteile des Bauträgervertrags

Das Bauvertragsrecht ist am 1. Januar 2018 in Kraft getreten und gilt für alle Verträge, die seit diesem Tag geschlossen wurden und werden. Im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) sind in den Paragraphen 650a bis 650v "Bauvertrag", "Verbraucherbauvertrag", "Bauträgervertrag" und "Architektenvertrag" geregelt. Die Paragraphen §§ 650u und 650v enthalten eine Definition des Bauträgervertrages und regeln, welche Vorschriften aus dem Werkvertragsbereich dafür gelten und welche nicht. Der Bauträgervertrag bringt privaten Bauherren Vor- und Nachteile. Die Vorteile: Sind die Bauherren Verbraucher, dann muss ihnen der Bauträger schon früh eine Baubeschreibung liefern, konkrete An-gaben zur Bauzeit machen und wichtige Unterlagen für das Objekt erstellen und diese den Bauherren übergeben. Nachteile für private Bauherren: Beim Bauträgervertrag gibt es kein einseitiges Anordnungsrecht und kein Widerrufsrecht. Außerdem wird die Baubeschreibung nicht automatisch Vertragsgrundlage, und die Abschlagszahlungen sind nicht bei 90 Prozent gedeckelt. Außerdem sind weder außerordentliche noch freie Kündigung vorgesehen.

Lesen Sie mehr zum Thema im VPB-Ratgeber "Bauträgervertrag - Das sind Ihre Verbraucherrechte!"





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Altbau: Schimmel kommt oft nach Fenstertausch

Viele lieben Altbauten und suchen gezielt nach einer Bestandsimmobilie. Bevor sie einziehen, sanieren sie die Substanz meist umfassend – und einige klagen dann kurze Zeit später über Schimmel. Die Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) kennen solche Geschichten. Sie sind oft die Folge nachträglicher energetischer Verbesserungen an Einzelbauteilen. So wird beispielsweise durch den Einbau neuer Fenster die Gebäudehülle dichter, der Luftwechsel durch die neuen Rahmen weitgehend unterbunden. Damit kann aber auch die Feuchtigkeit, die die Bewohner im Haus selbst verursachen, nicht mehr ohne Weiteres entweichen. Um die Feuchtigkeit im Haus zu reduzieren, müssten die Bewohner öfter konsequent lüften oder eben auch die Wände dämmen und gegebenenfalls sogar eine Lüftungsanlage nachrüsten lassen. Wer es zunächst dem Lüften versuchen will, der ist gut beraten, regelmäßig Raumtemperatur und Luftfeuchte zu überprüfen.

Weitere Informationen im VPB-Ratgeber



 

Neubau: Dachluke beim Trockenheizen schließen

Putz und Estrich bestehen zu großen Teilen aus Wasser. Wird ein Neubau jetzt im Winter verputzt, muss die Feuchtigkeit möglichst schnell aus dem Haus, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Heizen und regelmäßiges Lüften sind dabei unerlässlich. Funktioniert die Heizung im Haus noch nicht, sollten Bauherren Trocknungsgeräte einsetzen. Unbedingt achten müssen Bauherren darauf, dass die Luke zum Dachboden entweder mit einer Folie oder einer Tür geschlossen wird. Andernfalls steigt die extrem feuchte Warmluft nach oben in den ungedämmten Dachraum, kondensiert dort an den Holzbalken und verursacht Schimmel. Solche Schäden lassen sich mit Umsicht und einer Absperrung zwischen beheiztem und unbeheiztem Bereich vermeiden.



 

Expertentipp: Jetzt im Winter richtig lüften!

Jede zweite Wohnung in Deutschland hat nach Einschätzung von Experten ein Schimmelproblem. Ursache ist oft auch Feuchtigkeit, die vor allem die Bewohner selbst ins Haus bringen: Jeder Mensch schwitzt und gibt schon bei leichter Arbeit etwa 60 Gramm Wasser pro Stunde an die Raumluft ab. Sogar im Schlaf sind es noch rund 40 Gramm. Hinzu kommt die Wasserverdunstung beim Duschen, Kochen, Wäschetrocknen. Selbst Zimmerpflanzen, die das Kleinklima an sich verbessern, erhöhen die Luftfeuchtigkeit im Wohnbereich. Alles in allem verdunsten in einem durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt am Tag zwölf bis 14 Liter Wasser. Dieser Wasserdampf muss nach draußen geleitet werden, sonst schlägt er sich als Tauwasser an kühlen Wänden nieder, durchfeuchtet Mauerwerk und bietet Schimmelsporen ideale Nistbedingungen. Dagegen helfen nur regelmäßiges Lüften und ausreichendes Heizen. Wer keine Lüftungsanlage im Haus hat, der muss selbst lüften – und zwar mit System. Der VPB rät: Auch im Winter regelmäßig lüften, und zwar mindestens zweimal am Tag jeweils fünf bis zehn Minuten alle Räume stoß-, besser noch querlüften. Dabei die Heizungsventile abdrehen. Nach dem Lüften Räume wieder normal aufheizen. Keinesfalls sollten Bewohner Fenster oder Türen dauerhaft kippen. Das kostet Energie und begünstigt sogar den Schimmel.

Mehr zum Thema finden Interessierte im VPB-Ratgeber "Lüften – aber richtig!"





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VPB intern: Fünf Jahre Bauherrenberatung in Marburg

Seit fünf Jahren hat der VPB ein Regionalbüro in Marburg. Dipl.-Ing. Peter Reinwald leitet es. Zu seinen Tätigkeitsschwerpunkten zählen neben der Vertragsberatung und der baubegleitenden Qualitätskontrolle seit neuestem auch die Bauforensik. Krimifreunde kennen das: Unter kurzwelligem Speziallicht entdecken die Ermittler fluoreszierende Blutspuren, die unter normalen Bedingungen unsichtbar wären. Bei der Bauforensik nutzen die Experten Tatortlampen, Filterbrillen und Spezialkameras, um bei normalem Licht unsichtbare Bauschäden zu entdecken. Mit den verschiedenen Methoden lassen sich mikrobiologische Stoffwechselprodukte nachweisen, also etwa Feuchte und Schimmel. Bauforensiker können Schimmelpilzschäden so beispielsweise auch unter einem Anstrich noch nachweisen. Damit lassen sich versteckte oder schlecht sanierte Schimmelschäden aufspüren, aber auch Wasser- oder Brandschäden (siehe blaues Foto). Der Vorteil der Methode: Erste Ergebnisse sind schnell sichtbar. Sie erleichtern den Experten die Einschätzung des Schadens und den Bauherren weitere Entscheidungen, etwa über zusätzliche Laboruntersuchungen. Peter Reinwald arbeitet im Netzwerk mit Baufachanwälten zusammen sowie Sachverständigen aus den Spezialgebieten für Heizung, Sanitär, Lüftung und Elektro. Er berät sowohl Bauherren privater Einfamilienhäuser als auch Mitglieder größerer Eigentümergemeinschaften in allen Fragen des Bauens. Auch die Wertermittlung sowie das barrierefreie Bauen gehören zu seinen Beratungsschwerpunkten.



 

Umfrage: Bundesstiftung Baukultur sammelt Wünsche

Die Bundesstiftung Baukultur arbeitet an einer neuen Publikation zum Thema Sanierung und Umbaukultur und möchte die Wünsche und Erfahrungen der Bauherren einfließen lassen. Dazu hat sie eine anonyme Umfrage ins Netz gestellt. Machen Sie mit! Die Umfrage dauert nicht einmal zehn Minuten - www.bundesstiftung-baukultur.de/umfrage-sanieren. Der VPB ist übrigens Mitglied im Förderverein der Bundesstiftung Baukultur. Schauen Sie dort mal rein und lesen Sie – zum Beispiel – den aktuellen Baukulturbericht 2020/21.



 

Einstiegspaket: Schadstoffe + Schimmel

Sie möchten eine Immobilie kaufen oder wohnen schon darin und haben den Verdacht, dass Sie es dort mit Schadstoffen oder Schimmel zu tun haben könnten? Sie möchten, bevor Sie umfangreichere Untersuchungen beauftragen, sich erst einmal informieren, was Sie tun können und wie Sie weitere Untersuchungen oder Sanierungsmaßnahem angehen könnten? Dann ist das VPB-Einstiegspaket "Schadstoffe + Schimmel" das Richtige für Sie. Übrigens: Die VPB-Einstiegspakete können Sie auch verschenken, zum Beispiel jetzt an Weihnachten!



 

Lesestoff: Baufehlerbericht

Newsletter1996 hat die Bundesregierung ihren letzten Bauschadensbericht herausgegeben. Seither gibt es keine verlässlichen Zahlen mehr zu Schäden am Bau. Gleichzeitig bauen heute mehr Menschen denn je. Umso wichtiger gerade im Schlüsselfertigbau die Ausführungsqualität unter die Lupe zu nehmen. Der Verband Privater Bauherren (VPB) hat dazu mit der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen die Ausführungsqualitäten auf den Baustellen analysiert.

Der Bericht "Baufehler an Wohngebäuden" basiert auf der Analyse von über 1.000 bundesweiten Baustellenbegehungen im Rahmen der baubegleitenden Qualitätssicherung, die im VPB durchgeführt wurden. Die Analyse beschäftigt sich mit Ausführungsfehlern und zeigt, wo technische Aufklärung und in der Baubranche weitere Fortbildungen sinnvoll sind, an welchen Stellen Bauausführungen planerisch überdacht werden sollten, weil sie fehleranfällig sind – und wo auch Bauherren ganz besonders genau hingucken sollten, wenn sie neu bauen.

Ordern sie den Baufehlerbericht hier




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Gute Architektur: Schwarzwald-Haus in Schluchsee

Schlicht, einfach und doch völlig anders als seine Nachbarschaft präsentiert sich dieses Schwarzwald-Haus auf großem Hanggrundstück. Statt des einfachen, vorgeschriebenen Dachüberstands haben die Planer eine Art zweite Fassade um das Obergeschoss herumgelegt. Dabei ist ein Laubengang entstanden mit zusätzlichem Freiraum. Die lichte Fassade besteht aus einem Stabwerk aus vorvergrauter Weißtanne. Nach Südwesten stehen die Hölzer weniger dicht und erlauben so Ausblick und Lichteinfall. Das Untergeschoss, das teilweise in den Hang gebaut ist, steht als solides Betonfundament.

Mehr zum Schwarzwald-Haus in Schluchsee.



 

Frage der Woche: Hatten Sie auch Mängel im neuen Haus?

Mängel sind ein ständiges Thema beim Bauen. Deshalb haben private Bauherren auch fünf Jahre Gewährleistung auf ihr Haus. "Hatten Sie auch Mängel im neuen Haus?" wollten wir am 9. November 2020 von unseren Internetlesern wissen. Die Antwort auf diese Frage ist seit Jahren ähnlich: Knapp 60 Prozent beklagt erhebliche Mängel, ein Drittel musste immerhin Kleinigkeiten nachbessern lassen. Vierzehn Prozent hat den Bau nach dem Einzug noch nicht überprüfen lassen. Keine Mängel? Fehlanzeige! Die Ergebnisse zeigen wieder einmal, wie wichtig es ist, das Haus auch nach dem Einzug noch regelmäßig kontrollieren zu lassen.

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Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit!" Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...

 

 

VPB-Mitglieder haben neben der Bauvertrags- und der baubegleitenden Qualitätskontrolle durch Experten viele weitere Vorteile ...

Zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern Bauherreninformationen zum Thema Massivbau oder Rabatte auf Bauzeitschriften.



 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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