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Ausgabe vom 20. Oktober 2020


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GEG: Bauherren brauchen in Zukunft mehr technische Beratung

Am 1. November 2020 tritt das neue Gebäudeenergiegesetz (GEG) in Kraft. Es ersetzt und fasst das bisherige Energieeinsparungsgesetz (EnEG), die bisherige Energieeinsparverordnung (EnEV) und das bisherige Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammen. Mit dem GEG werden der Koalitionsvertrag, die Beschlüsse des Wohngipfels 2018 sowie die in den Eckpunkten für das Klimaschutzprogramm 2030 beschlossenen Maßnahmen in Bezug auf das Energieeinsparrecht für Gebäude umgesetzt und an Europäisches Recht angepasst. Eingeführt wird ein neues gleichwertiges Verfahren zum Nachweis der Einhaltung der energetischen Anforderungen bei der Errichtung von Wohngebäuden (sogenanntes Modellgebäudeverfahren für Wohngebäude). Neu ist auch: Die beim Neubau bestehende Pflicht zur Nutzung erneuerbarer Energien kann künftig auch durch die Nutzung von gebäudenah erzeugtem Strom aus erneuerbaren Energien erfüllt werden. Flexibler werden auch die Möglichkeiten, den energetischen Neubaustandard zu erfüllen. Das bedeutet für Bauherren: Für die optimale Planung brauchen sie in Zukunft noch mehr unabhängige, bautechnische Beratung. Das GEG gilt für alle Projekte, die ab dem 1.11.2020 genehmigt werden. Wer jetzt schon seine Baugenehmigung hat, baut noch nach altem Recht.

Mehr dazu in den FAQs, die der VPB laufend aktualisiert.





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Neubau: Auch in Corona-Zeiten Baustelle kontrollieren lassen

Auch in Corona-Zeiten sollten Bauherren ihre Baustellen regelmäßig kontrollieren lassen, sonst werden sie die Baumängel des Jahres 2020 noch lange beschäftigen. Seit Einsetzen der Krise werden zwar mehr Bauvertrags- aber weniger Baustellenkontrollen beauftragt. Neben der Sorge vor Ansteckung – die sich mit dem nötigen Abstand sowie Mund-Nasen-Schutz beherrschen lässt – fürchten manche Bauherren offenbar, durch bautechnische Kontrollen die Handwerker zu verärgern und damit den Bauprozess zu verschleppen. Das ist zu kurz gedacht. Die laufende Bau- und Qualitätskontrolle ist gerade in Zeiten, in denen nicht alles glatt läuft, besonders wichtig, denn durch die Lieferengpässe im Frühsommer wurden an vielen Baustellen ursprünglich vorgesehene und eingeplante Bauteile oder Anlagen durch alternative – und lieferbare - Produkte ersetzt. Bauherren sollten unbedingt prüfen lassen, ob die Alternativen auch wirklich zu Planung und Berechnungen passen – und ob sie, sofern sie bereits eingebaut wurden, auch korrekt installiert sind, rät der VPB.

Mehr dazu ...



 

Bauvertragsrecht: Form der Baubeschreibung ist vorgeschrieben

Bauherren haben nach dem neuen Bauvertragsrecht das Recht auf eine Baubeschreibung. Und die muss ihnen in Textform übergeben werden. So steht es im Gesetz. Die Baubeschreibung muss eine lesbare Erklärung sein, in der die Person des Erklärenden genannt ist. Sie muss auf einem Medium abgegeben werden, das die Bauherren aufbewahren können und von dem sie die Erklärung bei Bedarf unverändert wieder ablesen können. Die Baubeschreibung kann also auf Papier, per E-Mail oder sogar auf USB-Stick oder Ähnlichem übergeben werden.

Mehr zum neuen Bauvertragsrecht finden sie hier ...



 

Winter: Jetzt richtig lüften!

Lüften ist wichtig, gerade jetzt in Corona-Zeiten! Jede zweite Wohnung in Deutschland hat nach Einschätzung von Experten ein Schimmelproblem. Ursache ist oft Feuchtigkeit, die vor allem die Bewohner selbst ins Haus bringen: Jeder Mensch schwitzt und gibt schon bei leichter Arbeit etwa 60 Gramm Wasser pro Stunde an die Raumluft ab. Hinzu kommt die Wasserverdunstung beim Duschen, Kochen, Wäschetrocknen und durch Zimmerpflanzen. Alles in allem verdunsten in einem durchschnittlichen Vierpersonenhaushalt am Tag zwölf bis 14 Liter Wasser. Der Dampf muss nach draußen geleitet werden, sonst schlägt er sich als Tauwasser an kühlen Wänden nieder, durchfeuchtet sie und bietet Schimmelsporen ideale Nistbedingungen. Dagegen helfen nur regelmäßiges Lüften und ausreichendes Heizen. Wer keine Lüftungsanlage im Haus hat, muss selbst lüften und zwar auch im Winter mindestens zweimal am Tag jeweils fünf bis zehn Minuten alle Räume stoß-, besser noch querlüften. Mehr dazu im VPB-Ratgeber "Lüften – aber richtig!" Übrigens empfiehlt das Robert Koch-Institut jetzt im Winter ebenfalls das regelmäßige zehn- bis 15-minütige Stoß- und Querlüften – auch in privaten Wohnungen.



 

Abnahme: Nicht unter Zeitdruck setzen lassen

NewsletterJetzt im Herbst steigt bei Bauherren die Nervosität: Sie möchten zu Weihnachten im neuen Heim sein. Deshalb kündigen viele schon ihre Wohnung. Das ist leichtfertig, denn auch wenn Weihnachten als fester Einzugstermin im Bauvertrag steht und die Bauherren sich darauf berufen können, gelingt die pünktliche Übergabe nicht immer – gerade in Corona-Zeiten. Auf etlichen Baustellen, die zu Weihnachten abgeschlossen sein müssten, ist noch reichlich zu tun. Manche Baufirmen schaffen das alles noch. Andere nicht. Bauherren sollten mit Ihrem VPB-Berater sprechen, Ruhe bewahren und die Baufirma nicht allzu sehr unter Druck setzen. Unter Zeitdruck passieren mehr Fehler. So wird beispielsweise jetzt im Winter nicht immer auf die nötige Außentemperatur für die Verarbeitung geachtet oder die Trocknungszeiten werden zu kurz bemessen. Das führt dann später zu Schäden. Besser ist es also, den Druck herauszunehmen, den Baufortschritt im Blick behalten und die Wohnung lieber etwas später kündigen. Bauen ist eine komplexe Angelegenheit. Auch bei soliden Firmen kann einmal etwas schief gehen. Bauherren sollten deshalb von Anfang an einen Zeitpuffer einplanen und zwar bei schlüsselfertigen Häusern von etwa einem, besser zwei Monaten.

Mehr Informationen ....



 

Expertentipp: Beim Bauen mit Restposten genau rechnen!

BERLIN. Wer nachhaltig lebt, nutzt Second-Hand-Angebote und Restposten. Heimwerker und Bauherren können so Geld sparen. Nach Erfahrung der Sachverständigen des Verbands Privater Bauherren (VPB) sitzen viele Handwerksbetriebe auf Restposten, die ihnen die Lager verstopfen. Es lohnt sich deshalb, für Fliesen, Bodenbeläge, Sanitärausstattungen oder Innentüren beim örtlichen Handwerksbetrieb gezielt nach Restposten zu fragen. In der Regel handelt es sich um Neuware, meist sind es nur Dekore aus dem Vorjahr, die nun niemand mehr ordert. Die Ware ist allerdings beschränkt auf den jeweiligen Posten, Nachlieferungen aus dem Werk sind in der Regel nicht mehr möglich. Der VPB rät deshalb, genau zu rechnen, ob die angebotenen Mengen für das eigene Projekt ausreichen. Detaillierte Verlegepläne sind unentbehrlich, damit nicht zum Schluss zwei, drei Fliesen fehlen. Gerade bei Fliesen sollten Bauherren immer einige in Reserve haben, um spätere Schäden ausbessern zu können.



 

VPB intern: 20 Jahre Regionalbüros in Freiburg, Koblenz und Krefeld

Seit 20 Jahren bestehen die VPB-Regionalbüros Koblenz, Krefeld und Freiburg.



NewsletterVPB Koblenz: Von Anfang an kümmert sich Dipl.-Ing. Volker Seufferle als Sachverständiger um die Bauherren in Koblenz und Umgebung. An Rhein und Mosel rings ums Deutsche Eck wird aktuell viel gebaut, wie fast überall im Land.

Die Bauherren brauchen vor allem Bauvertragskontrollen vor der Vertragsunterzeichnung und die projektbegleitende Bauberatung während der Bauphase. Dabei ist die Vertragskontrolle besonders wichtig, denn nach Erfahrung von Volker Seufferle fehlen in den Verträgen der Baufirmen nach wie vor oft unverzichtbare Leistungen im Gegenwert zwischen 20.000 und 40.000 Euro, die noch zusätzlich zur Bausumme hinzukommen. Unterzeichnen Bauherren den Vertrag, ohne das zu wissen, können die unerwarteten Extrakosten ihr Budget erheblich in Schieflage bringen. Auch die Beratung im Bestand und beim Immobilienkauf wird im VPB-Büro Koblenz regelmäßig nachgefragt.





NewsletterVPB Krefeld: Zwanzig Jahre besteht jetzt im Oktober auch das VPB-Regionalbüro Krefeld. Seit 2014 wird es von Dipl.-Ing. Ralph Pesch geleitet. Als weiterer Bauherrenberater steht ihm Dr.-Ing Detlev Fistera zur Seite. Beide sind öffentlich bestellte Sachverständige für Schäden an Gebäuden und verfügen über langjährige Erfahrungen im Baubereich.

Der Mitgliederbestand des Regionalbüros Krefeld hat sich seit 2014 verdreifacht. Achtzig Prozent der VPB-Mitglieder im Raum Krefeld sind Einfamilienhausbauherren, die sowohl mit Bauträgern als auch mit Generalunter- oder -übernehmern bauen. Der Niederrhein ist für viele junge Familien, die im Großraum Düsseldorf arbeiten, ein beliebtes ländliches Umfeld für ihr neues Eigenheim. Die Grundstücks- und Baukosten sind dort noch relativ erschwinglich.





NewsletterVPB Freiburg: Seit Oktober 2000 ist der VPB auch im Raum Freiburg-Südbaden fest etabliert. Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger leitet das Regionalbüro zwischen Rhein und Schwarzwald seit bald fünf Jahren. Neben der Beratung der Bauherren vor Vertragsabschluss, der baubegleitenden Qualitätskontrolle, Bauschadensgutachten sowie der Beratung Kaufwilliger vor dem Kauf von Neubau- oder Bestandsimmobilien, hat sich Marc Ellinger auf verschiedene Schwerpunkte spezialisiert, die auch in seiner Region besonders gefragt sind.

Das sind neben der Erhaltung und Instandsetzung historischer Holzbauten und Fachwerke über die Energieberatung im Baudenkmal vor allem die Beratungen in Sachen Radon. Als "Fachperson Radon" übernimmt er Radonmessungen und berät Bauherren und Eigentümer bei der Planung baulicher Schutzmaßnahmen sowohl im Neubau als auch im Bestand. Das Thema Radon gewinnt seit Inkrafttreten des neuen deutschen Strahlenschutzgesetzes (StrlSchG). Ende 2018 und der damit verbundenen Einführung neuer Grenzwerte für Aufenthaltsräume an Bedeutung auch für private Bauherren. Lesen Sie mehr dazu im Experteninterview, und laden Sie sich unseren kostenlosen VPB-Ratgeber "Radon" herunter.


 

Einstiegspaket: 70plus Barrierearm

Ohne Stufen und Stolperschwellen lebt es sich leichter, egal, ob jung oder alt. Deshalb ist es immer sinnvoll, sich mit der Vermeidung oder dem Abbau von Barrieren im eigene Wohnumfeld zu beschäftigen. Vielleicht möchten Sie sich auch vorbeugend schon einmal mit dem Thema altersgerecht (um-)bauen beschäftigen? Möchten eruieren, ob die Immobilie, in der Sie wohnen oder die Sie kaufen möchten, sich fürs Alter eignet oder anpassen lässt? Dann brauchen Sie, bevor Sie aufwändige Planungen und Umbauten beauftragen, erst einmal grundlegend Beratung. Dabei könnte das "VPB-Einstiegspaket 70plus Barrierearm" hilfreich für Sie sein. Schauen Sie doch mal rein. Dieses und alle anderen Einstiegspakete können Sie übrigens auch verschenken. Vielleicht an Freunde oder Familienmitglieder jetzt zu Weihnachten?



 

Lesestoff: Neues Bauvertragsrecht:

NewsletterSeit 1. Januar 2018 ist das neue Bauvertragsrecht in Kraft. Es gilt für alle Verträge, die seit diesem Tag geschlossen werden. Die neuen gesetzlichen Regelungen, die vor allem für private Bauherren mehr Transparenz und Rechte bringen, sind allerdings bislang bei Verbraucherbauherren, die schlüsselfertig bauen oder kaufen, kaum bekannt.

Das hat der Verband Privater Bauherren (VPB) in bislang zwei bundesweit durchgeführten Umfragen festgestellt. Damit sich das ändert und Bauherren ihre Rechte kennenlernen und nutzen können, hat der VPB mit Förderung des Bundesjustizministeriums die Informationsbroschüre "Neues Bauvertragsrecht – Informationen für Verbraucherbauherren" für Baulaien herausgegeben.

Sie ist kostenlos und kann hier heruntergeladen werden.

 

 



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Gute Architektur: Massivhaus in Riehen

Der Schweizer Ort Riehen ist Architektur- und Kunstfreunden gut bekannt: 1997 wurde die von Renzo Piano entworfene Fondation Beyeler eröffnet. Auch andere bekannte Architekten haben vor Ort gebaut, etwa Herzog und de Meuron, deren Naturschwimmbad 2014 eingeweiht wurde. Insofern lag die Messlatte hoch für dieses Haus in Riehen, noch dazu das Erstlingswerk der Architekten. Entstanden ist ein Wohnhaus am Hang in Mischbauweise, in dem die Materialien Beton, Holz und Stahl in ihrer jeweiligen Funktion am Bauwerk sichtbar sind.

Mehr zum Massivhaus in Riehen.



 

Frage der Woche: Warten und pflegen Sie Ihre Immobilie regelmäßig?

Häuser brauchen Pflege, sonst verlieren sie über kurz oder lang ihren Wert. Bei manchen Bauteilen, wie etwa dem Dach, ist die regelmäßige Kontrolle sogar Voraussetzung für den Versicherungsschutz im Ernstfall. Kontrollen und Instandhaltung sollten deshalb bei allen Eigentümern regelmäßig auf dem Programm stehen. Ist das der Fall, und wenn ja, wie oft warten Eigentümer ihre Immobilie? Das wollten wir am 5. Oktober 2020 von unseren Internetlesern wissen. Hier die Antworten:

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Das Ergebnis ist nicht schlecht, aber es hat noch Luft nach oben. Falls Sie schon ahnen, Sie sollten etwas mehr tun, beginnen Sie doch gleich mit der Herbstkontrolle Ihres Anwesens. Beim vorwinterlichen Check hilft der VPB-Ratgeber "Das Haus jetzt winterfest machen". Den bekommen Sie gratis hier:
https://www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Haus-winterfest-machen.pdf

Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit!" Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...

 

 

VPB-Mitglieder haben neben der Bauvertrags- und der baubegleitenden Qualitätskontrolle durch Experten viele weitere Vorteile ...

Zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern Bauherreninformationen zum Thema Massivbau oder Rabatte auf Bauzeitschriften.



 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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