VPB

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Ausgabe Juli 2015


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Neubau: Baustelleneinrichtung oft auf Kosten der Bauherren

Immer wieder Streit gibt es um die Baustelleneinrichtung: Viele Firmen versuchen, Aufgaben und Ausgaben auf den Bauherrn abzuwälzen, die sie eigentlich selbst übernehmen sollten. Dazu zählen beispielsweise Wasser- und Stromanschlüsse, die Abfuhr von Bauschutt oder die Bautoilette. Regelmäßig finden VPB-Berater die Forderung nach kostenlosem Strom und Wasser im Bauvertragsentwurf. Da steht dann "Auf Ihrem Grundstück muss eine Anschlussmöglichkeit für den zur Verfügung gestellten Baustromzähler und für den Anschluss des Bauwassers vorhanden sein." Unterschreiben die Bauherren diesen Passus, kann das teuer werden, ebenso wie der Satz "Baustrom und Bauwasser werden vom Bauherrn in ausreichendem Bedarf kostenlos zur Verfügung gestellt."

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Bauvertrag: Nicht auf Teilabnahmen einlassen

Wer schlüsselfertig baut, der schließt dazu einen Bauvertrag. Manche dieser Bauverträge sehen Teilabnahmen vor. Dabei sollen einzelne Bauabschnitte während des Bauablaufs begutachtet und vom Bauherrn förmlich abgenommen werden. Dies dient nach Erfahrung des VPB dazu, die Haftung für den jeweiligen Bauabschnitt vom Bauunternehmer auf den Bauherrn zu übertragen. Teilabnahmen sind nicht im Sinne der Bauherren. Der VPB rät davon ab, solche Teilabnahmen vertraglich zu vereinbaren; als Teil des Kleingedruckten des Unternehmers sind solche Regelungen ohnehin oft unwirksam. Für sehr sinnvoll hält der VPB allerdings regelmäßige Baukontrollen, mit denen Bauherren ihre unabhängigen Sachverständigen beauftragen. Unverzichtbar ist die Bauabnahme am Ende des gesamten Hausbaus. Die Bauabnahme ist rechtlich neben dem Vertragsabschluss der wichtigste Schritt beim Bauen.



Dachsanierung: Notdächer schützen vor Platzregen

Im Sommer wird gern saniert. Vor allem Dachsanierungen stehen auf dem Plan. Weil nicht geheizt werden muss, kann das Dach ein paar Tage offen stehen. Heftige Sommergewitter allerdings können solche Bauphasen jäh unterbrechen. Starker Regen, Sturmböen, ja sogar kleinere Tornados entwickeln sich innerhalb kürzester Zeit und können das offene Dach empfindlich treffen und teure Schäden verursachen. Ist der Schaden groß, bleibt der Streit nicht aus um die Frage: Wer hätte was wie schützen müssen? Eigentlich sollte sich die Baufirma, die die Arbeiten am Dach übernommen hat, um die Sicherung der Baustelle gegen Niederschläge kümmern. Und diese Sicherung sollte den Bauherrn auch nichts extra kosten. Aber was ist sicher und ausreichend? Hausbesitzer klären bei größeren Arbeiten am offenen Dach idealerweise frühzeitig, welche Sicherungsmaßnahmen die Baufirma vorgesehen hat. Es lohnt sich auch, über Notdächer nachzudenken. Sie kosten zwar zusätzliches Geld, schützen aber vor teuren Folgeschäden.



Eigentumswohnung

Eigentumswohnung: Neue Infos jetzt auf der VPB-Website

Der Kauf einer Eigentumswohnung ist für viele junge Leute der Einstieg ins Wohneigentum. Aber auch immer mehr Ältere geben der schicken Etagenwohnung in der City den Vorzug gegenüber dem Haus im Grünen. Der VPB unterstützt und berät Käufer von Eigentumswohnungen individuell wie auch als Eigentümergemeinschaft beim Bauen, Kaufen und Sanieren der Immobilien. Dazu hat der VPB jetzt seine Website um den Menüpunkt "Wohnungskauf" erweitert.

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Vermieter: Schneller an KfW-Mittel

Gute Nachrichten für Wohnungseigentümergemeinschaften: Die KfW vereinfacht zum 1. August die Beantragung von Zuschüssen. Für die Programme Energieeffizient Sanieren (430) und Altersgerecht Umbauen (455) muss dann nur noch eine De-minimis-Erklärung vom bevollmächtigten Immobilienverwalter für alle Vermieter der WEG abgegeben werden; bisher musste jeder Vermieter eine eigene Erklärung einreichen. Damit, so hofft die Bundesregierung, werden mehr Eigentümergemeinschaften KfW-Förderprogramme in Anspruch nehmen und ihre Wohnanlagen energetisch sanieren.



Baurecht: Hohe Reservierungsgebühr muss notariell vereinbart werden

Weil Grundstücke in guten Lagen rar sind, verlangen manche Bauträger dort von den Kaufinteressenten eine Reservierungsgebühr. In der Regel wird diese beim Kaufabschluss verrechnet. Kommt es nicht zum Kauf, fällt die Reservierungsgebühr an den Bauträger. Viele Bauherren können sich den Verlust der Gebühr finanziell nicht erlauben und kaufen deshalb zum Schluss wider besseres Wissen das reservierte Haus. Angehende Bauherren sollten sich nicht zur Zahlung einer Reservierungsgebühr verpflichten lassen. Falls es doch passiert ist, dann gilt: Liegt die Reservierungsgebühr sehr hoch, etwa bei rund zehn Prozent der üblichen Maklergebühr, muss sie nach aktueller Rechtsprechung notariell vereinbart werden. Nur das bindet die Bauherren. Andernfalls kann sie zurückverlangt werden.



Expertentipp: Energielabel jetzt bald auch für Heizungen

NewsletterWas bei Kühlschrank und Waschmaschine längst gebräuchlich ist, das gilt demnächst auch für Heizungen, erläutert VPB-Berater Dipl.-Ing. Carsten Clobes, Leiter des VPB-Büros in Kassel: Ab 26. September 2015 müssen EU-weit auch Heizungen und Warmwassererzeuger Energielabels tragen, die Auskunft über die Energieeffizienz der Anlage geben. Das Spektrum des Labels reicht von A++ (sehr gut) bis G (schlechte Energieeffizienz). Das ist an sich begrüßenswert, aber die Label werden auch Verwirrung stiften, ahnt Energieberater Clobes, weil die Effizienzklasse keinen Rückschluss auf die tatsächlichen späteren Verbrauchskosten erlaubt. Wer eine A++-Heizung im Keller hat, der hat unter Umständen trotzdem höhere Rechnungen als jemand mit B-Gerät. Das neue Effizienz-Etikett lässt nämlich die Kosten der Energieträger außer Acht. Es berücksichtigt nicht, ob eine Heizung mit Strom, Gas, Öl oder Pellets betrieben wird. Die Energieträger sind aber unterschiedlich teuer. Während etwa Strom mit 25 bis 26 Cent pro Kilowattstunde (kWh) recht teuer ist, kostet Heizöl bei vergleichbarer Leistung nur sechs Cent/kWh. Ein Liter Heizöl enthält nämlich rund 10 kWh Energie. Das geht aus dem Label aber nicht hervor. Bei Kühlschränken ist der Vergleich kein Problem, weil alle mit Strom arbeiten. Bei den Heizungen führt das zur Verunsicherung. Möglicherweise ignorieren die Verbraucher das neue Label, wenn sie merken, wie wenig es aussagt. Wer seine Heizung austauschen möchte, der sollte deshalb nicht nur auf Labels schauen, rät Carsten Clobes, sondern sich vor allem vom unabhängigen Experten beraten lassen, um die für seine Immobilie individuell beste Lösung zu finden. Fragen Sie dazu Ihren VPB-Berater.

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Eigentumswohnung

Bautechnik: Holz fürs Haus

Wer ein Holzhaus bauen möchte, der muss auf vieles achten, unter anderem auf den konstruktiven Bautenschutz und die Wahl der richtigen Hölzer. Die gängigen, resistenten Bauhölzer sind in fünf Klassen eingeteilt: Besonders resistent gegen Schädlingsbefall sind Robinien, sie gehören zur Resistenzklasse 1. In Klasse 2 folgen Eiche und Redcedar, in Klasse 3 Lärche und Douglasie, einen Mittelplatz zwischen den Klassen 3 und 4 belegt die heimische Kiefer, auf Platz 4 folgen Fichte und Tanne, und den Platz 5 belegen die vergleichsweise wenig resistenten Laubbäume Buche, Ahorn und Birke. Holzbau ist komplex! Lassen Sie sich deshalb im Vorfeld vom unabhängigen Experten beraten, wenn Sie ein Holzhaus bauen wollen.



Neues Einstiegspaket: "Individueller Sanierungsfahrplan"

Jedes Haus ist anders. Deshalb sollte auch jede Altbausanierung individuell geplant werden, damit sie optimal zum Bestand passt und das Budget der Hausbesitzer nicht sprengt. Der VPB hat dazu das neue VPB-Einstiegspaket "Individueller Sanierungsfahrplan" entwickelt.

» Hier geht es zum VPB-Einstiegspaket "Individueller Sanierungsfahrplan"



Lesestoff: Gesund bauen und wohnen

NewsletterHeuschnupfen, Asthma, gereizte Augen, Schlafstörungen, Kopfschmerzen, rheumaähnliche Beschwerden, Neurodermitis, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Angstzustände oder Haarausfall können jeden treffen. Wer unter solchen Beschwerden leidet, der geht in der Regel zum Arzt, und wenn er Glück hat, dann findet der Arzt schnell die Ursache für die Probleme. Manchmal allerdings sind Ärzte ratlos und können dem Patienten nicht helfen. Dann könnte es sich um eine sogenannte wohnraumbedingte Erkrankung handeln. Sie sind gar nicht so selten! Um Bauherren und Hauskäufern bei der gesundheitlichen Beurteilung ihrer eigenen vier Wände zu unterstützen, hat der VPB den Leitfaden "Gesund bauen und wohnen" herausgegeben.

» Hier geht es zum Leitfaden "Gesund bauen und wohnen"



Eigentumswohnung

Gute Architektur: VPB kooperiert mit neuem Internet-Portal

Der VPB ermutigt private Bauherren zum Bau selbstgeplanter Häuser. Dazu brauchen sie gute Vorbilder. Deshalb kooperiert der VPB mit dem Online-Portal Die besten Einfamilienhäuser und stellt in regelmäßigen Abständen Wohnhäuser von diesem Portal vor. Das Portal präsentiert realisierte Projekte aus allen Kategorien vom Holz- bis zum Massivbau, vom preisgünstigen bis zum energieeffizienten Objekt. Schauen Sie doch mal rein:

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Frage der Woche: Wie wohnen im Alter?

Vor allem ihre Ruhe wollen Senioren im Alter haben ... Zumindest haben das 50 Prozent auf unsere "Frag der Woche" am 24. Juni 2015 geantwortet. Sie legen Wert auf guten Service vor Ort. Das ist Teil des Trends zum Wohnen in der Stadt mit Allround-Service und Concierge. Knapp 17 Prozent bevorzugen das Heim, weitere knapp 17 Prozent möchten in gemischter Nachbarschaft mit jungen Menschen leben. Auch dazu gibt es bereits zahlreiche Ansätze, vor allem genossenschaftliche Wohnprojekte. Der VPB unterstützt Senioren beim Abbau von Barrieren im Eigenheim und bei der Suche nach einer individuell passenden Seniorenwohnung.

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Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit! Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...

» Frage der Woche



 

VPB-Mitglieder haben viele Vorteile ...

... zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern die Beurteilung der Energieberechnung und der Statik an. Fehlerhafte statische Berechnungen verursachen nämlich rund die Hälfte der Kosten bei Bauwerksschäden. Und erfahrungsgemäß hat jede zweite statische Berechnung Fehler. Auch bei Energieberechnungen läuft viel schief. Bauherren müssen aber später dafür geradestehen.


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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
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Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.