VPB

Newsletter

Ausgabe vom 23. Juli 2019


Newsletter

Sonderabschreibung: Private Vermieter sollen Wohnraum schaffen

Am 28. Juni hat der Bundesrat den Sonderabschreibungen beim Mietwohnungsbau zugestimmt. Ziel des neuen § 7b im Einkommensteuergesetz ist die Schaffung neuer Wohnungen, sei es durch Neubau oder durch Umnutzung bereits vorhandener Nichtwohnräume zu abgeschlossenen Wohnungen. Das ist interessant für private Bauherren, denn bereits heute stellen private Kleinvermieter rund 80 Prozent der Wohnungen auf dem deutschen Markt zur Verfügung. Sie bauen und unterhalten das Gros der Mietwohnungen, nicht große Wohnungsbaukonzerne. Damit sorgen sie auch für ihr eigenes Alter vor und fallen der öffentlichen Hand später nicht zur Last. Mit dem neuen Gesetz können private Investoren nun befristet auf vier Jahre fünf Prozent der Anschaffungs- und Herstellungskosten einer neuen Wohnung steuerlich geltend machen - zusätzlich zur geltenden linearen Abschreibung. Das summiert sich in den ersten vier Jahren auf 28 Prozent. Mehrere Bedingungen sind daran geknüpft: Die Anschaffungs- und Herstellungskosten pro Quadratmeter Wohnfläche dürfen eine bestimmte Summe nicht überschreiten, und die Wohnung muss mindestens zehn Jahre dauerhaft vermietet werden, darf also keine Ferienwohnung sein. Es gibt eine doppelte Kostengrenze: Werden 3.000 Euro/Quadratmeter überschritten, gibt es gar keine Förderung, liegen die Kosten zwischen 2000 und 3000 Euro/Quadratmeter ist die Bemessung der Förderung auf 2000 Euro/Quadratmeter gedeckelt. Außerdem sind Aufwendungen für das Grundstück und für die Außenanlagen – auch im Falle der Anschaffung – nicht begünstigt. Das Gesetz tritt am Tag nach seiner Verkündung im Bundesgesetzblatt in Kraft.





Newsletter

Baustelle: Bauherren sollten Maße kontrollieren

Grundlage jedes Bauvorhabens sind vermaßte Pläne. Danach wird gebaut. Etage auf Etage wird auf dem jeweils darunterliegenden Geschoss eingemessen und hochgezogen. Eventuelle Ungenauigkeiten setzen sich fort und potenzieren sich. Sorgfältiges Arbeiten ist also wichtig. Beim Bauen kommt es auf den Millimeter an. Das ist vielen Bauherren und auch manchen Handwerkern gar nicht richtig bewusst. Allerdings passieren immer wieder Flüchtigkeitsfehler, etwa beim Anreißen einer Wand. Wird das nicht rechtzeitig bemerkt, steht die Wand später schief. Wer schlüsselfertig baut und damit auf einen eigenen freien Architekten verzichtet, der die Bauleitung für ihn übernimmt, muss selbst nach dem Rechten sehen. Bauherren sind gut beraten, regelmäßig auf ihrer Baustelle auch die Maße zu kontrollieren. Wie Sie das machen, lesen Sie hier.



 

Blitzschutz: Auch an Überspannungsschutz denken

Millionen Blitze zucken jedes Jahr über Deutschland, etliche schlagen ein. Dabei verursachen sie Schäden, auch an Immobilien. Private Bauherren sollten deshalb frühzeitig über Blitzschutz für ihren Neubau nachdenken. Blitzschutz muss zum Haus und den eigenen Bedürfnissen passen. Vorschrift im Neubau sind heute sogenannte Fundamenterder. Sie müssen seit 1980 eingebaut werden. Altbauten, die vor 1980 entstanden sind, können bei Bedarf mit einer Blitzschutzanlage mit Tiefenerder nachgerüstet werden. Sinnvoll ist das vor allem bei exponierten Gebäuden. Viel zu selten, so die Erfahrung der VPB-Berater, denken Hauseigentümer aber an den Überspannungsschutz. Er schützt teure Elektronik im Haus, wenn es bei einem Blitzeinschlag in der näheren Umgebung oder in der Stromversorgung des Netzbetreibers zu Überspannungen im Leitungsnetz kommt. Auch der lässt sich in Altbauten nachrüsten.

» Mehr zum Thema Blitzschutz



 

Experteninterview: Fördermittel für Hausbau und Modernisierung

NewsletterWie bekomme ich Fördermittel für die energetische Sanierung meines Altbaus vom Bund? Welche Fördermittel gibt es überhaupt für Sanierer? Und was lässt sich damit alles machen?

Diese und weitere interessante Bauherren-Fragen beantwortet unserer Expertin Dipl.-Ing. Andrea Blömer, Leiterin des VPB-Büros Iserlohn, im ...

VPB-Experteninterview zu Fördermitteln für Hausbau und Modernisierung.


 

 

15 Jahre VPB Sauerland: Beratung so früh wie möglich

NewsletterIm Juli 2004 eröffnete Dipl.-Ing.- Karsten Sommer das VPB-Reginalbüro Sauerland in Warstein. Der Architekt berät VPB-Mitglieder in allen Fragen des Bauens, Kaufens und Sanierens. Neben der Bauvertrags- und der laufenden Baukontrolle liegt ein weiterer Schwerpunkt auf der Beratung zum Wärme-, Feuchte- sowie Schallschutz. Dank seines Aufbaustudiums in der Denkmalpflege kennt er sich auch mit dem Bauen im Bestand aus und unterstützt VPB-Mitglieder unter anderem bei Umbau und Sanierung unter Denkmalschutz. Vor dem Kauf oder Verkauf begutachtet der staatlich anerkannte Sachverständige die Bausubstanz von Immobilien. Das wissen vor allem Käufer zu schätzen, wenn sie sich schnell für oder gegen eine Offerte entscheiden müssen und sich dabei auf das Urteil des Experten verlassen. Bauherren, die schon vor Beginn ihrer Eigenheimplanung zu Karsten Sommer kommen, berät der Experte bereits beim Grundstückskauf. Schließlich ist nicht jedes Haus aus dem Katalog überall zulässig. Auch die standardisierten Hausgrundrisse von Schlüsselfertigangeboten entsprechen nicht immer den Bedürfnissen der zukünftigen Bewohner. Die Erklärung planerischer und technischer Details gehört deshalb ebenso zu den VPB-Angeboten wie die Unterstützung bei der Mängelbeseitigung oder auch die Beratung von Bauherren, die Arbeiten in Eigenleistung übernehmen möchten.



 

Neubau: Für Erdbebengebiete gelten besondere Vorschriften

Nicht nur in Italien, sondern auch zwischen Alpen und Nordsee bebt ab und zu der Boden, allerdings fallen die Schäden meist geringer aus als am Mittelmeer. „Trotzdem muss in einigen Gegenden Deutschlands erdbebensicher gebaut werden“, erklärt Dipl.-Ing. Stefan Hubenschmid, Sachverständiger und Leiter des VPB-Regionalbüros Konstanz. Der Bodensee ist eine gefährdete Region. Die Nordseite des Sees gehört zur Erbebenzone 2. Nur wenige Kilometer nördlich beginnt bereits Erbebenzone 3 - die höchste Stufe in Deutschland. Erdbebengebiete der Zonen 2 und 3 sind die Kölner Bucht, die Schwäbische Alb und der äußerste Südwesten Baden-Württembergs zwischen Freiburg und Basel. Zur Erbebenzone 1, mit weniger heftigen Erdbeben, gehören das Voralpenland, der Streifen von Chemnitz-Plauen bis nach Halle-Leipzig sowie der gesamte Rheingraben. In den betroffenen Bereichen müssen Gebäude entsprechend erdbebensicher geplant, konstruiert und gebaut werden. Das ist vielen Bauherren und auch manchen Baufirmen gar nicht bewusst. Entsprechende Baumängel sind die Folge.

» Mehr zum Thema Erdbebengebiete


 

Altbau: Rinnen und Kaminkopf regelmäßig prüfen

NewsletterDachziegel halten Jahrzehnte, ebenso Fallrohre und Regenrinnen. Und wenn nichts passiert, dann vergessen viele Hausbesitzer ihr Dach oft jahrelang, so die Erfahrung vieler VPB-Berater. Jedes Dach braucht aber Pflege und muss regelmäßig gewartet werden. Hausbesitzer haben auch in Sachen Dach Verkehrssicherungspflichten!

Der VPB rät deshalb, das Dach einmal jährlich vom Experten kontrollieren und sich diese Kontrolle schriftlich bescheinigen zu lassen. Experten prüfen dabei nicht nur den Zustand und Sitz der Ziegel und Entwässerung, sondern auch Anschlüsse, First, Traufen, Gauben, Blitzschutzanlage und vor allem auch den Schornstein. Gerade bei Altbauten sind Schornsteine oft marode. Die jahrzehntelange Beanspruchung aus hohen Abgastemperaturen im Innern und eisigem Wind außen, haben das Mauerwerk geschwächt, die Fugen gelockert. Kaminköpfe sollten deshalb regelmäßig kontrolliert werden. Der Sommer ist eine gute Zeit für diese Wartungsarbeiten.



 

Grundstückskauf: Auch Randbereiche auf Fliegerbomben checken

Wer bauen möchte und dazu ein Grundstück sucht, der sollte an eine nach wie vor reale Gefahr denken: Blindgänger alter Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Auch 75 Jahre nach dessen Ende liegen noch tausende Fliegerbomben im Boden, vor allem in den Städten, aber auch in Randbereichen. Der VPB rät deshalb: Wenn Sie ein Grundstück ergattern, schauen Sie nicht nur nicht nur auf Lage und Preis des Areals, sondern informieren Sie sich auch über dessen Geschichte! Erste Anlaufpunkte sind Bauämter, Ordnungsämter oder Regierungspräsidien. Sie helfen klären, ob es in der Gegend, in der man bauen möchte, Bombenabwürfe gab. In stark betroffenen Großstädten, existieren sogenannte Verdachtsflächenkataster. Liegt das ins Auge gefasste Terrain in einer solchen Verdachtsfläche, sollten Besitzer und Kaufinteressierte frühzeitig einen Antrag auf Prüfung bei der zuständigen Stelle stellen. Solche Untersuchungen dauern erfahrungsgemäß rund ein halbes Jahr. Das müssen Bauwillige einplanen, sonst führen die Untersuchungen zu Bauzeitverzögerungen und im schlimmsten Fall zum Baustillstand, dann nämlich, wenn erst während der Bauzeit Kampfmittel gefunden werden – die natürlich beseitigt werden müssen.



 

Einstiegspaket: Individueller Sanierungsfahrplan

Der Begriff "Individueller Sanierungsfahrplan" ist in aller Munde. Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Sanierungswünsche unter einen Hut zu bringen. Dazu gehören Fragen der persönlichen Lebensplanung: Wie lange wollen Sie in Ihrem Haus wohnen? Wie viel Geld können Sie investieren? Wie wird sich Ihre familiäre Situation entwickeln? Möchten Sie Ihr Haus erweitern und dabei gleich fürs Alter umbauen? Wollen Sie die energetische Sanierung Zug um Zug über ein paar Jahre strecken? Was ist bauphysikalisch sinnvoll und machbar? Wie lässt sich Ihr persönliches Budget bestmöglich einsetzen? Welche Fördermittel können Sie beantragen? Viele Umbau- und Modernisierungsarbeiten lassen sich gut miteinander kombinieren. Die Arbeiten werden dadurch preiswerter, und Sie vermeiden unnötigen Bauschmutz und Stress.

» Mehr zum Einstiegspaket Individueller Sanierungsfahrplan



 

Lesestoff: Leitfaden "Sanierung eines Hauses aus dem 19. Jahrhundert"

NewsletterIn Deutschlands Großstädten existieren noch erstaunlich viele Gründerzeitquartiere und Wohngebiete mit kleinen Einfamilienhäusern aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Dort lohnt es unter Umständen, ein Haus zu kaufen und zu sanieren. Im 19. Jahrhundert gab es mehrere Architektur-Strömungen. Neben dem klassizistischen Wohnhaus entstanden vor allem nach der Reichsgründung 1871 prachtvolle Villen im historistischen Stil und Ende des Jahrhunderts erste genossenschaftliche Arbeitersiedlungen mit einfachen Reihen- und Doppelhäusern. Zwar unterscheiden sich diese Haustypen stilistisch stark voneinander, aber die Baumängel gleichen sich. Die Besonderheiten wie auch die typischen Probleme dieser Häuser hat der VPB in seinem „Leitfaden zur Sanierung eines Hauses aus dem 19. Jahrhundert“ zusammengefasst. Darin geht es um Probleme der Außenwände und Fassaden, typische Dachformen und -steine, um feuchte Keller, überalterte Haustechnik, Fensterformen und Ziergesimse. Ein Kapitel ist dem Denkmalschutz und den steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten gewidmet, ein weiteres den Schädlingen, die oft in alten Gemäuern nisten. Dazu gibt es praktische Checklisten zur ersten schnellen Prüfung des Objekts. Der Leitfaden kostet 5 Euro (2,50 Euro für VPB-Mitglieder) plus Versand.

» Bestellen Sie ihn hier!





 
Newsletter

Gute Architektur: Nachverdichtung kostengünstig und mit vorgefertigten Teilen

Das Bauen im Bestand hat seine Tücken, ist aber für Baulandsuchende oft eine gute Möglichkeit in gewachsener Nachbarschaft ein passables Grundstück zu finden. Natürlich muss sich die Architektur mit der Umgebung arrangieren. Im Kaiserslauterer Stadtteil Hohenecken schließen zum Beispiel zwei kleine schwarze Häuser eine Baulücke im alten Dorfkern. Sie fügen sich wie selbstverständlich in das Dorfbild ein. Ihre Lage, Größe und Form werden durch die Anrainer bestimmt, die Lage am Hang sowie durch die nötigen Abstandsflächen und die Möglichkeiten der Erschließung.

» Lesen Sie hier mehr.



 

Frage der Woche: Wie oft schauen Sie auf Ihrer Baustelle vorbei?

Kluge Bauherren wissen: Eine Baustelle braucht ständige Aufsicht. Das gilt besonders für schlüsselfertige Objekte. Wer ohne eigenen freien Architekten baut, sollte einen VPB-Berater mit der laufenden Bau- und Qualitätskontrolle beauftragen. Aber die Bauherren sollten auch selbst regelmäßig nach dem Rechten schauen. Wie oft sie das tun, lautete unserer "Frage der Woche" am 1. Juli:

Newsletter

Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit! Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...


 

VPB-Mitglieder haben neben der Bauvertrags- und der baubegleitenden Qualitätskontrolle durch Experten viele weitere Vorteile ...

Zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern Rabatte auf verschiedene Bauzeitschriften an.



 

Follow us!

Täglich neue Tipps rund ums Bauen, Kaufen, Modernisieren auf Facebook und Twitter. Folgen Sie uns doch ...

facebook Twitter YouTube


Weitere Infos und tagesaktuelle Berichte vom VPB gibt es auch als rss-Feed
http://www.vpb.de/vpb-rss-feed.html




 

Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

Wenn Sie Probleme bei der Darstellung dieses Newsletters haben, klicken Sie bitte auf den folgenden Link um zur Webversion zu gelangen:
Webversion


Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie sich unter www.vpb.de zu unserem VPB-Newsletter angemeldet haben. Der Versand erfolgt entsprechend unserer Datenschutzerklärung. Wenn Sie den Newsletter künftig nicht mehr erhalten möchten, können Sie ihn jederzeit abbestellen indem Sie hier klicken. Auch können Sie uns dies per E-Mail an info@vpb.de oder an die in unserem Impressum angegebenen Kontaktdaten mitteilen.