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Ausgabe vom 30. Juli 2018


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Bauvertragsrecht I: Falsche Vertragsmuster im Umlauf

Das neue Bauvertragsrecht ist ein halbes Jahr in Kraft. Die ersten Mängel zeigen sich. Wie der VPB feststellt, sind noch veraltete Vertragsmuster im Umlauf. Teils aus Unkenntnis, teils offenbar sehr bewusst, hebeln Baufirmen das neue Recht aus. Unterschreiben Bauherren solche veralteten Verträge, haben sie zwar dennoch die neuen Verbraucherrechte auf ihrer Seite, aber sie müssen ihre Schutzrechte dann oft mühsam gegen unwillige Vertragspartner durchsetzen, mitunter sogar vor Gericht. Besser ist es, falsche Verträge gar nicht erst zu unterschreiben.

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Bauvertragsrecht II: Baubeschreibung doppelt prüfen!

Wer ein schlüsselfertiges Haus bauen möchte, bekommt entsprechend dem neuen Bauvertragsrecht eine Baubeschreibung. Sie gibt dem Verbraucher klare Angaben zu Ausführung, Umfang, Preis, eventuellen Unwägbarkeiten sowie zu den geplanten Bauzeiten. Beim Schlüsselfertighaus auf eigenem Grund wird die Baubeschreibung nach dem Gesetz automatisch Vertragsinhalt, soweit keine ausdrücklichen Änderungen vereinbart werden. Lediglich bei notarieller Beurkundung – und damit bei allen Bauträgern – gilt immer nur das vom Notar im Termin protokollierte. Soweit die Theorie! In der Praxis versuchen nun die ersten Firmen, das neue Verbraucherschutzrecht zu untergraben. Dies haben die VPB-Sachverständigen festgestellt. Lesen Sie hier, worauf Sie achten müssen, damit Sie nicht in diese Falle tappen.



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Politik: VPB begrüßt Baukindergeld

"Das neue Baukindergeld ist eine gute Sache vor allem für junge Familien mit mehreren Kindern", lobt Corinna Merzyn, VPB-Hauptgeschäftsführerin. Familien haben hierzulande kaum noch die Chance, Eigentum zu erwerben, wie eine Studie des Pestel Instituts belegt. Lange Ausbildungen, verspäteter Einstieg in den Beruf mit unsicheren Zeitverträgen wie auch eklatant gestiegene Preise mit entsprechend anziehenden Nebenkosten, wie der Grunderwerbsteuer, machen es vielen unmöglich, Geld für eine Immobilie anzusparen und den nötigen Kredit zu bekommen. Das neue Baukindergeld wird zumindest bei Familien das Eigenkapitalpolster erhöhen, allerdings muss nun dringend die Grunderwerbsteuerspirale gekappt werden, denn das Baukindergeld nimmt der Staat vielerorts gleich wieder als Steuer zurück. Ein Kostentreiber sind nach VPB-Erfahrung unzureichende Planung und schlechte Bauqualität. Bauherren sollten deshalb nicht an der Vertrags- und Baukontrolle sparen, sonst ist das Baukindergeld schnell wieder weg.

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Kinder: Sichern Sie Haus und Garten!

Jeder hat schon mal gehört: Wo Kinder wohnen, müssen Steckdosen gesichert und Regentonnen abgedeckt werden. Aber wer denkt schon beim Bauen an die Auswahl eines sicheren Treppen- oder Balkongeländers, eventuell lange, bevor er Kinder hat? Beugen Sie vor! Geländerstreben dürfen je nach Landesbauordnung maximal zwölf Zentimeter Abstand haben, sonst passt der Kinderkopf hindurch und die Kleinen könnten steckenbleiben. Diesen und weitere wichtige Hinweise finden Sie im kostenlosen VPB-Ratgeber "Machen Sie Ihr Haus kindersicher".

Download hier: VPB-Ratgeber_Machen-Sie-Haus-kindersicher.pdf



Tiny Houses: Kauf und Bau sorgfältig abwägen

Bezahlbarer Wohnraum ist knapp. Alternativen sind gefragt. Vor allem junge Leute und moderne Arbeitsnomaden begeistern sich zunehmend für Mini- oder Mikrohäuser. Unter dem Begriff "Tiny House" kommt die Idee aus Amerika. Die flexiblen Minihäuser machen den Ortswechsel dort jederzeit schnell und preisgünstig möglich; das Tiny House rollt entweder selbst zum neuen Standort oder es wird verladen. In Deutschland ist das mobile Minihaus noch ein Exot, dabei wäre mehr Suffizienz beim Planen und Bauen durchaus sinnvoll, um Raum und Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen.

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Altbau: Bautechnische Sanierung systematisch angehen

In Deutschlands Wohnungen steckt reichlich Sanierungspotenzial. Laut Statistischem Bundesamt stammt gut die Hälfte (52 Prozent) der Gebäude aus der Zeit zwischen 1949 und 1990. Der Rest wurde je rund zur Hälfte vor 1949 und nach 1990 gebaut. Ungefähr drei Viertel aller Gebäude sind also älter als 28 Jahre! Viele Hausbesitzer möchten energetisch sanieren, sind aber unsicher, wie sie an die große Aufgabe herangehen sollen. Sanierungswillige beschäftigen sich oft mit Einzelkomponenten und nicht mit dem gesamten Haus. Sie lesen Testberichte, studieren Förderrichtlinien und überlegen, wo sie aus dem unübersichtlichen Angebot Nutzen ziehen können. Dabei ist die umfassende Bestandsaufnahme die Basis jeder Sanierungsberatung. Erst im zweiten Schritt, wenn die bauphysikalischen Besonderheiten der Immobilie bekannt sind, folgen die Empfehlungen. Es gibt sehr unterschiedliche Möglichkeiten, Energie zu sparen und den individuellen CO2-Ausstoß zu reduzieren. Hausbesitzer sollten sich zunächst unabhängig und ergebnisoffen beraten lassen. Im Idealfall arbeitet ein produkt- und firmenunabhängiger Energieberater einen individuellen Sanierungsfahrplan aus, nach dem im Laufe der Jahre alles Wichtige erledigt wird – stets technisch aufeinander abgestimmt und in finanziell überschaubaren Etappen.



Lesestoff: Nachkriegshäuser

NewsletterAnbauen und Umbauen liegen im Trend: Vor allem Nachkriegshäuser mit großen Grundstücken sind beliebt. Aber auch diese Häuser haben ihre Schwachstellen. Der "VPB-Leitfaden für die Modernisierung eines Hauses aus den 1950 und 1960er Jahren" erläutert die markanten Merkmale und listet die für die Bauzeit typischen Mängel und Schadensbilder auf, wie sie die VPB-Sachverständigen bei ihren Bauherrenberatungen vor Ort immer wieder vorfinden.

Den 18-seitigen Leitfaden können Sie für 5 Euro plus Versand (Mitglieder zahlen 2,50 zuzüglich Porto) über den VPB-Shop bestellen.

Zum VPB-Leitfaden



Baurecht: Handwerker mit Sorgfalt aussuchen

Der Bau boomt, Handwerker sind schwer zu bekommen. Trotzdem sollten Hausbesitzer, die zum Beispiel ihr Dach sanieren lassen möchten, nicht jede erstbeste Firma nehmen, die gerade Zeit hat, sondern zuvor Referenzen einholen, auf Zuverlässigkeit achten und Qualität – und immer nach der Versicherung der Firma fragen. Das wird wichtig, wenn etwas schief geht. Ist die Firma dann nicht oder unterversichert, bleiben Hausbesitzer auf dem Schaden sitzen. Dies ergibt sich aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 9. Februar 2018 (Az.: V ZR 311/16). Bei der Dachsanierung war das Dach in Brand geraten. Der Brand hatte das Nachbargebäude beschädigt. Der Nachbar klagte auf Schadenersatz. Das Gericht gab ihm recht und urteilte: Der Auftraggeber trägt die Verantwortung. Gut, wenn der Handwerksbetrieb dann solvent und versichert ist und den von ihm verursachten Schaden auch bezahlen kann.



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Gute Architektur: Holzhaus in Seefeld

Es gibt echte Traumhäuser. Meist stehen sie auf großem Grundstück mit spektakulärer Aussicht. Ein solches Haus ist auch dieses Holzhaus in Hechendorf, einem Ortsteil der Gemeinde Seefeld im Landkreis Starnberg. Vom Grundstück aus schweift der Blick vom Pilsensee bis zum Wettersteingebirge – und an Tagen mit guter Sicht sehen die Bewohner sogar die Bergbahn der Zugspitze. Weil bekanntlich der Ausblick mit zunehmender Höhe besser wird, haben die Planer das übliche Hauskonzept umgekehrt: Gekocht und gegessen wird mit Berg- und Seeblick im Dachgeschoss mit vorgelagerter Dachterrasse. Auf mittlerer Ebene leben die Bewohner mit traumhaftem Blick. Dort liegen auch Bad, Arbeitsbereich und Medienraum. Die Schlafra¨ume, ein weiteres Bad und ein Fitnessraum verschwinden im unteren Geschoss und sogar teilweise im Hang. Auch die Garage ist in den Hang integriert. Ihr Dach dient gleichzeitig als Terrasse.

Weiter unter "Gute Architektur".



Frage der Woche: Bauen Sie Barrieren ab?

Am 14. Mai fragten wir unsere Internetleser, wie sie es mit dem Abbau von Barrieren halten. Je barriereärmer ein Haus, umso länger können Ältere darin unabhängig und selbstbestimmt leben. Deshalb lohnt es sich auch, rechtzeitig über den Abbau von Barrieren nachzudenken. Erfreulich: Viele unserer Internet-Leser sind gut informiert. Immerhin ein Drittel hat bereits gezielt Barrieren im Eigenheim beseitigt. Fast die Hälfte hat es zumindest erwogen. Oft wissen Hausbesitzer aber nicht, wie sie an die Sache herangehen sollen. Dabei können wir Ihnen konkret weiterhelfen mit dem VPB-Einstiegspaket "70plus barrierearm".

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Zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern ein kostenloses Bautagebuch im Internet an, zur Dokumentation ihres Bauvorhabens.



 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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