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Pressemitteilung vom 09. August 2022

VPB-Sommerserie 2022 Energiesparen - Teil 2
VPB rät: Wärmedämmung nachhaltig denken


BERLIN. Das Gebäudeenergiegesetz schreibt vor, dass Neubauten bestimmte energetische Ziele erreichen müssen. An der Dämmung des Hauses führt kein Weg vorbei. Hauskäufer und Bauherren sollten beim Kauf darauf achten, dass möglichst nachhaltige Baustoffe eingesetzt werden. Gerade bei den Dämmstoffen greifen die Bauunternehmer meist in das Fach mit den kostengünstigen Baustoffen. Hier gilt es, schon vor der Vertragsunterzeichnung die Baubeschreibung genau zu lesen und auf die Materialbeschaffenheit zu achten. Doch ist das Thema Dämmstoffe und Nachhaltigkeit für Baulaien komplex. Zu den preisgünstigen und daher weit verbreiteten Dämmstoffen gehören Polystyrol, Polyurethan, die aus fossilen Grundstoffen hergestellt werden - sie gelten als wenig nachhaltig, insbesondere im Hinblick auf die Entsorgung nach Ablauf ihres Lebenszyklus`. Alternative und oft als „ökologisch“ angepriesene Dämmstoffe wie Wolle, Hanf, Seegras müssen vor ihrer Verwendung als Dämmmaterial behandelt werden, um schädlingsresistent oder schwer entflammbar zu werden. Dazu werden chemische Stoffe eingesetzt, die teils durchaus umstritten sind.

Für die Nachhaltigkeit wird auch der Energieaufwand bei der Herstellung oder für den Transport betrachtet werden. Holz bietet sehr gute Dämmeigenschaften. Vor allem Massivholz. Viele Dämmstoffe aus Holz werden aus Holzfasern hergestellt, die in der holzverarbeitenden Industrie als Abfallstoff anfallen. Holzfaserdämmplatten bieten gute Eigenschaften, in puncto Nachhaltigkeit und angesichts stark angestiegener Energiekosten fällt ihre energieaufwendige Herstellung (die Pressung) ins Gewicht. Faserdämmstoffe wie Zellulose, Flachs und Hanf lassen sich sehr gut als Dämmstoffe einsetzen, auch hier gilt, wo gepresst wird, steigen die Kosten. Als loses Material lassen sie sich gut einblasen oder einstopfen.

Schafwolle ist unbehandelt verhältnismäßig günstig zu bekommen, doch damit aus ihr ein guter und vor allem langlebiger Dämmstoff wird, muss sie gereinigt und gegen Insektenfraß behandelt werden. Seegras dagegen kann völlig unbehandelt eingesetzt werden und gilt, insbesondere, wenn es von heimischen Gestaden stammt, als besonders nachhaltig. Auch Stroh und Schilf können als Bau- und Dämmstoffe eingesetzt werden. Wichtig ist es, so der Verband Privater Bauherren (VPB), bei der Wahl der Dämmstoffe Experten hinzuzuziehen und vor allem aber auch nicht zu ideologisch zu denken. Neben Mineralwolle ist eine weitere bedeutende Alternative massives Mauerwerk, das aus Porenbeton oder Ziegeln mit besonders guten Dämmeigenschaften aufwartet.


Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesbüro, Chausseestraße 8, 10115 Berlin, Telefon: 030-2789010, Fax: 030-27890111, E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de.

Pressekontakt: Tel: 0 30 / 27 89 01 22, E-Mail: presse@vpb.de


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