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Pressemitteilung vom 17. November 2022

Gedämmter unbeheizter Dachspitz, sonst Bauschaden


BERLIN. Gut gedämmte Dachböden, so die landläufige Meinung, tragen zum Energiesparen bei. Doch in isolierten und unbeheizten Dachböden können schnell Feuchtigkeitsprobleme und Schimmelschäden entstehen, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). So kann warme, feuchte Luft durch undichte Stellen aus den Wohnräumen in den kalten Dachboden aufsteigen und an den kühlen Dachbodenflächen kondensieren. Die nachträgliche eingebaute Wärmedämmung der oberen Geschossdecke lässt die Temperatur auf dem Dachboden sinken. Und die Wahrscheinlichkeit von Kondensbildung steigt. Auch eingeschlossene Baufeuchte kann zu Feuchtigkeits- und Schimmelschäden auf dem Dachboden führen.

VPB-Bauherrenberater Marc Ellinger erklärt: "Der Lüftungsbedarf unterscheidet sich je nach Beschaffenheit des Dachbodens und abhängig von Klima und Temperaturen. Auch das übermäßige Lüften eines Dachbodens kann schaden. Wenn die Außenluft kalt ist, wird die Luft auf dem Dachboden abgekühlt, was zur Kondensation am kalten Dach führen kann. Wenn die Temperatur des Dachs absinkt, z. B. nach einem warmen Tag, können die Abkühlung und die ansteigende relative Feuchtigkeit zur Kondensation an der Dachinnenseite führen." Viele Hauseigentümer vergessen auch, dass sich durch die Veränderung der Beheizung die bauphysikalischen Begebenheiten, der Luftdruck im Haus sich verändern. Wenn der früher warme Kamin kalt bleibt, fehlt auch der Kamineffekt.

"Die Dichtigkeit der Dämmung im Dach zu prüfen und zu verbessern ist der erste Schritt. Weiterhin sollten in den Wohnräumen regelmäßig und ausreichend gelüftet werden, um die Feuchtigkeit aus dem Haus zu bekommen. Um das Dach und seine Dämmung zu schützen und die Dämmfähigkeit zu erhalten, kann eine bedarfsgesteuerte Belüftung des Dachbodens installiert werden. Sie sorgt dafür, dass Schimmel und Fäulnis nicht entstehen können." Ellinger empfiehlt, Dachböden regelmäßig zu überprüfen und vor Dämmarbeiten den Rat von Bausachverständigen einzuholen: "Das sind immer Eingriffe in die Bauphysik, die wohl bedacht sein sollten. Einfach alles dämmen und dann Tür zu ist nicht der wahre Jakob, sondern kann zum teuren Bauschaden führen."


Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesbüro, Chausseestraße 8, 10115 Berlin, Telefon: 030-2789010, Fax: 030-27890111, E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de.

Pressekontakt: Tel: 0 30 / 27 89 01 22, E-Mail: presse@vpb.de


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