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Presseinformation vom 28. Februar 2005

VPB rät: Vorsicht beim Grundstückskauf


BERLIN. Der Traum vom Eigenheim beginnt meist mit dem Kauf eines Grundstücks. Dabei ist allerdings Vorsicht geboten, so warnt Rüdiger Mattis, Mitglied des Vorstands des Verbands Privater Bauherren (VPB) und Leiter des VPB-Büros in Leipzig. "Nicht immer ist das schöne Fleckchen Land nämlich auch tatsächlich Bauland." Fachleute unterschieden zwischen Bauland, Bauerwartungsland, Fertigbauland und so genanntem fertigem freiem Bauland.

Unter den Begriff Bauerwartungsland fallen bestimmte Grünflächen, die im Flächennutzungsplan der Kommune bereits als Bauland vorgesehen sind, aber für die noch kein Bebauungsplan existiert. "Im Prinzip", so Rüdiger Mattis, "kann dort eines Tages gebaut werden, einen Rechtsanspruch auf den Bau eines Hauses hat der Käufer aber nicht."

Anders ist das beim Bauland. Dabei handelt es sich um Grundstücke, für die schon ein rechtsgültiger Bebauungsplan existiert, die aber noch nicht erschlossen sind. "Dort", erläutert Bausachverständiger Mattis, "hat der Käufer zwar einen Rechtsanspruch aufs Bauen, aber die Bebauung kann noch eine Zeitlang auf sich warten lassen." Wer also unter Zeitdruck steht, der sollte sich vorher bei der Kommune genau erkundigen, wann mit der Erschließung zu rechnen ist.

Ein Stück weiter sind alle, die sich ein Grundstück so genanntes Fertigbauland kaufen. Dort sind alle rechtlichen Voraussetzungen für den Bau erfüllt. Der Bauherr kann sofort mit der Hausplanung beginnen und seine Baupläne zur Genehmigung einreichen. Problem beim Fertigbauland: Die anteiligen Erschließungskosten sind im Grundstückspreis noch nicht enthalten. Anschlüsse für Gas, Wasser, Abwasser und Strom müssen noch gelegt - und vom Grundstückseigentümer bezahlt werden.

Sozusagen zum Festpreis gibt es das "fertige freie Bauland". Wer eine solche Parzelle erwirbt, der hat bereits alles inklusive: Grundstückspreis und Erschließungskosten. Unter diese Kategorie fallen unter anderem freie Grundstücksparzellen innerhalb bestehender Wohngebiete.

"Grundsätzlich", so rät VPB-Vorstandsmitglied Mattis, "sollten sich Grundstückskäufer immer vor dem Kauf über den Stand der Bebaubarkeit informieren, sonst erleben sie eventuell eine böse Überraschung." Der VPB empfiehlt auch, im Zweifelsfall einen Bausachverständigen mit der Prüfung des Grundstücks zu beauftragen. Der Fachmann klärt bereits vor dem Kauf, ob der Baugrund für die geplante Bebauung überhaupt geeignet ist und ob Hochwasser oder drückendes Grundwasser das zukünftige Eigenheim gefährden.


Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesbüro, Chausseestraße 8, 10115 Berlin, Telefon 030-2789010, Fax: 030-27890111,
E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de.


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