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Presseinformation vom 11. Juli 2005

VPB rät: Altbauten vor dem Kauf genau prüfen lassen


BERLIN. "Nicht immer ist das günstige alte Haus auch ein echtes Schnäppchen", warnt Thomas Penningh, Bausachverständiger und Vorstandsmitglied des Verbands Privater Bauherren (VPB). Wie eine aktuelle Untersuchung dieses Verbraucherschutzverbands ergab, entpuppen sich scheinbar preiswerte Altbauten oft im Nachhinein als recht teure Investition. Denn der Kaufpreis beinhaltet noch nicht die für den Altbau dringend nötigen Sanierungs- und Modernisierungsinvestitionen.

"Dabei gilt: je älter das Haus, umso höher die nötigen Ausgaben", weiß Thomas Penningh, Leiter des VPB-Regionalbüros Braunschweig. "Unserer Erfahrung nach müssen Käufer einer Nachkriegsimmobilie aus den 1950er Jahren im Schnitt noch einmal gut 40 Prozent der Kaufsumme zusätzlich investieren, bevor ihr altes Haus heutigen Maßstäben entspricht." Auch jüngere Häuser sind oft stark reparaturbedürftig, vor allem bei der Wärmedämmung und der Haustechnik muss in der Regel erheblich nachgebessert werden. "Wer ein Einfamilienhaus aus den 1970er oder 1980er Jahre kauft", warnt VPB-Sachverständiger Penningh, "der tut gut daran, noch einmal rund ein Drittel der Anschaffungskosten extra für die nötige Sanierung bereitzustellen."

"Neuralgische Punkte speziell bei Häusern aus der Vorkriegszeit", so weiß VPB-Berater Penningh, "sind neben der Haustechnik und der Wärmedämmung vor allem schlecht isolierte Keller und mangelhaft gedämmte Dächer. Wir rechnen dabei mit zusätzlichen Investitionen von knapp der Hälfte des Anschaffungspreises. Wer also für ein Haus altes Haus scheinbar günstige 200.000 Euro zahlt, der sollte unbedingt weitere 100.000 Euro für die Sanierung vorsehen."

Auch jüngere Immobilien aus den 1990er Jahren können nur selten direkt bezogen werden. Nach VPB-Erfahrung investieren die Käufer auch in diese Objekte noch einmal zusätzlich rund 16 Prozent der Kaufsumme für nachträgliche Umbauten und Schönheitsreparaturen. "Damit das vermeintlich günstige Althaus nicht zum Euro-Grab wir, raten wir dringend zu einer sorgfältigen Bauuntersuchung vor dem Kauf", empfiehlt Thomas Penningh. Ein erfahrener Sachverständiger, spezialisiert auf Ein- und Zweifamilienhäuser, kann ein Objekt sicher einschätzen. Er weiß, was es wert ist und wie viel der künftige Käufer noch investieren muss, damit es heutigen Ansprüchen entspricht.

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Verbraucherschutzgemeinschaft. Ihre Mitarbeiter in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten und Regionen der Bundesrepublik vertreten. Seit der Gründung haben die regionalen Vertretungen über 60.000 Mitglieder betreut. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.

>> Grafik-Was-alte-Haeuser-wirklich-kosten.pdf (322 KB)

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>> Interview mit dem Vorsitzenden des VPB, Thomas Penningh


Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesbüro, Chausseestraße 8, 10115 Berlin, Telefon 030-2789010, Fax: 030-27890111,
E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de.


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Der Verband privater Bauherren e.V. ist der älteste Verbraucherverband für Bauberatung und Bauherrenschutz in Deutschland. In unseren Regionalbüros finden Sie Baufachleute, die für unsere Mitglieder als Bauberater, Baubetreuer, Baugutachter, Bauexperte und Bausachverständiger fungieren. Neben der Baubegleitung gehört auch die Baubegutachtung, die Erstellung von Baugutachten und die Bauinspektion zu den Aufgaben unserer Bauexperten.