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Presseinformation vom 25. Juli 2005

VPB rät: Ab nächsten Winter sinnvoll Energie sparen


BERLIN. Heizöl und Erdgas werden immer teurer. Der letzte Winter hat viele Hausbesitzer das Fürchten gelehrt: Nie zuvor waren die Heizkosten so hoch allein die Heizölkosten stiegen gegenüber dem Vorjahr um 27 Prozent. Weil das Ende der Preisentwicklung nicht absehbar ist und auf Dauer die fossilen Brennstoffe ohnehin zur Neige gehen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB), beizeiten über Alternativen nachzudenken. "Wer heute neu baut", so Rüdiger Mattis, Mitglied des VPB-Vorstands, "der sollte sein Energiekonzept gleich von Anfang an auf einen Mix aus konventioneller Heizung mit Solar-, Bio- oder Erd-Energie ausrichten."

Was aber können Besitzer älterer Häuser machen, damit ihre Heizkosten in Zukunft unter Kontrolle bleiben? Zwei Drittel aller bestehenden Häuser sind nach wie vor wahre Energieschleudern. "Der Sommer ist die ideale Zeit, um das Haus energietechnisch zu modernisieren", erläutert Fachmann Mattis. Allerdings warnt der VPB-Sachverständige vor übereilten Aktionen. "Jedes bestehende Haus ist ein komplexes, in sich geschlossenes bauphysikalisches System. Wer dort wahllos eingreift, der verändert es und nicht immer zum besseren." Wird ein Haus zum Beispiel von außen gedämmt, dann geht zwar weniger Wärme verloren, es kann aber auch keine äußere Wärmestrahlung mehr genutzt werden. "Mit der dicken Dämmschicht schottet sich der Hauseigentümer systematisch ab, nicht nur gegen die Kälte, sondern auch gegen die Sonnenwärme." Das heißt, er verzichtet auch auf diese wertvolle und kostenlose Energiequelle. "In solchen Fällen lohnt es sich", erläutert der Bausachverständige. "auch über wärmespeichernde Materialien nachzudenken. Sie können unter Umständen in der Energiebilanz wesentlich mehr Energie sparen, als manche unsachgemäß angebrachte Dämmschicht. Der Fachmann kann den Wärmedurchgang einer Außenwand berechnen und unter verschiedenen Temperaturannahmen den Wandaufbau optimieren.

Eine weitere Möglichkeit, die eigenen Heizkosten langfristig zu senken, ist der nachträgliche Einbau einer Solarwärmeanlage. Auch das lässt sich in den Sommermonaten gut einplanen. Bereits mit einer sechs Quadratmeter großen Solarwärmeanlage kann der Warmwasserbedarf eines Vier-Personen-Haushaltes im Jahresdurchschnitt zu 60 Prozent gedeckt werden. Wird die Kollektorfläche noch größer gewählt, dann kann die Solaranlage sogar zur Heizungsunterstützung dienen.

Die energetische Sanierung eines Wohnhauses ist immer eine Sache für den Spezialisten. Erfahrene Bausachverständige wissen, worauf es dabei ankommt. Sie analysieren den Bestand und berechnen, wie sich die geplanten Sanierungsmaßnahmen auf die Bauphysik des Hauses auswirken. Dabei ziehen sie sämtliche Komponenten in Betracht, von den Fenstern über die Heizungsanlage bis hin zur Dämmung und dem Lüftungsverhalten der Bewohner.

Je nach Sanierungskonzept können Hausbesitzer für den Einbau von Solarkollektoren oder für Wärmedämmmaßnahmen Zuschüsse und zinsgünstige Kredite bei der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Den Einbau von Solarwärmeanlagen fördert das Bundesumweltministerium zurzeit mit Zuschüssen von bis zu 135 Euro je angefangenem Quadratmeter Kollektorfläche. "Das lohnt sich für alle", resümiert Bausachverständiger Mattis, "die ein solides Sanierungskonzept haben. Sie können die Sommerzeit jetzt nutzen, um den Heizkosten ab nächstem Winter ein Schnippchen zu schlagen."

Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren e.V., Bundesbüro, Chausseestraße 8, 10115 Berlin, Telefon 030-2789010, Fax: 030-27890111,
E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de.


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