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Ausgabe vom 14. September 2018


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Bauvertragsrecht: Baufirmen unterlaufen Angaben zur Bauzeit

Bauherren müssen wissen, wann sie ihr neues Haus oder ihre Wohnung beziehen können. Wichtige Entscheidungen hängen von diesem Termin ab - Finanzierungsplanung, Kündigung der alten Wohnung, Umzug, Ummeldung der Kinder in Kita und Schule, um nur einige zu nennen. Weil der Einzugstermin für Verbraucher so wichtig ist, hat der Gesetzgeber den Baufirmen im neuen Bauvertragsrecht die Nennung eines Fertigstellungstermins auferlegt. Baufirmen nutzen allerdings jede Möglichkeit, um dieses Recht zu umschiffen. So die ersten Erfahrungen des VPB mit dem neuen Bauvertragsrecht.

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Bauunterlagen: Baufirmen geben nicht automatisch alles Nötige heraus

Der Anspruch der Bauherren auf die Herstellung und Übergabe von Plänen und Bauunterlagen für ihr Bauprojekt gehört zu den zentralen Punkten des neuen Bauvertragsrechts. Schlüsselfertigfirmen müssen seither jenen privaten Bauherren, die keinen eigenen Architekten beauftragt haben, alle nötigen Pläne und Berechnungen erstellen und sie den Bauherren übergeben, die für den Nachweis der Einhaltung öffentlich-rechtlicher Vorschriften beim Bau nötig sind. Das klappt aber längst nicht immer. Bedenklich sind zum Beispiel vertragliche Regelungen, die zwar einige konkrete Unterlagen aufzählen, die die Bauherren erhalten sollen, aber nicht alle nötigen Unterlagen auflisten.

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Abschlagszahlungen: Letzte Rate beträgt jetzt mindesten zehn Prozent!

Für alle Bauverträge, die seit dem 1. Januar 2018 geschlossen werden, gilt das neue Bauvertragsrecht, und das sieht für Verbraucherbauverträge eine letzte Rate in Höhe von mindestens zehn Prozent vor. Andernfalls sind von Bauunternehmen vorgegebene Abschlagszahlungspläne unwirksam. Nach VPB-Beobachtungen sind allerdings immer noch alte Abschlagszahlungspläne im Umlauf, die lediglich eine fünfprozentige letzte Rate vorsehen. Bauherren sollten solche Verträge nicht unterzeichnen. Oft erfahren sie das aber nur, wenn sie den Vertragsentwurf vor Unterschrift vom VPB-Berater kontrollieren lassen. Die Kontrolle ist wichtiger denn je, um sich vor Übervorteilung zu schützen.

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Sicherheiten: Wer braucht was?

Wer baut, braucht Sicherheiten. Bauherren brauchen Sicherheiten, dass ihr bestelltes Haus fristgerecht und mängelfrei fertiggestellt wird. Baufirmen wollen sichergehen, dass sie zum Schluss auch das Geld für ihre Arbeit bekommen. Der Gesetzgeber räumt den am Bau Beteiligten jeweils unterschiedliche Ansprüche ein, die im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB) geregelt sind. Für private Bauherren sind dabei vor allem die Stichworte "Erfüllungssicherheit", "Gewährleistungssicherheit" und "Bauhandwerkersicherung" wichtig.

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Altbau: Nach Fenstertausch kommt oft der Schimmel

Schimmelsporen sind überall vorhanden. Besonders wohl fühlen Sie sich in feuchten, warmen Räumen, also dort, wo sich Menschen aufhalten. Im Altbau taucht Schimmel oft nach dem Austausch der alten Fenster auf, sofern die Bewohner ihr Lüftungsverhalten nicht an die neuen bauphysikalischen Gegebenheiten anpassen. Taucht Schimmel im Haus oder der Wohnung auf, ist das Wichtigste zunächst die genaue Analyse des Schadens. Dazu muss ein erfahrener Sachverständiger klären, welches Ausmaß der Schaden hat und mit welcher Art Schimmel er es zu tun hat. Der VPB kooperiert dazu seit vielen Jahren mit auf diesem Gebiet führenden Fachleuten und Laboren. Je nachdem, zu welchen Ergebnissen die Experten kommen, empfehlen die Bausachverständigen konkrete Sanierungsmaßnahmen. Lesen Sie mehr dazu in unserem Ratgeber "Schimmel im Altbau - Gefahr für Ihre Gesundheit?"
 

 

 

Neubau: Ungebetene Haustiere fernhalten!

Die Großstadt lebt! Nicht nur auf dem Lande tummeln sich Marder, Füchse, Ratten und Waschbären. Die Tiere fühlen sich auch in den Städten zunehmend wohl und besetzen Gärten, Grünflächen und Häuser. Besonders unangenehm ist der Befall des Dachs mit Mardern. Haben sie sich in der Dachkonstruktion festgesetzt, darf nur ein Jäger sie fangen oder gar zur Strecke bringen. Um Marderschäden am Haus zu vermeiden, rät der VPB, das Dach von vornherein sorgfältig gegen tierische Untermieter zu sichern. Aber nicht nur auf dem Dach, sondern auch im Keller sollten Bauherren von vornherein lieber Metall statt Kunststoff wählen, speziell für die Rückstauklappen. Sie sind ansonsten ein beliebtes Einfallstor für Ratten. Und die schaffen es durch die Abflussrohre durchaus auch einmal bis in die oberen Etagen.



 

Eigentumswohnung: Gemeinschaften brauchen fachlichen Rat

Viele Senioren geben im Alter ihre Häuser am Stadtrand auf und ziehen in eine Eigentumswohnanlage. Dort müssen sie sich um wenig kümmern, müssen allerdings Rücksicht auf Miteigentümer nehmen. Das gilt besonders, wenn ein Bewohner eine Rollstuhlrampe am Haus anbauen möchte. Möglicherweise werden ihm das seine Miteigentümer nicht verwehren, aber sie müssen im Vorfeld umfassend über die geplanten Maßnahmen sowie mögliche bauliche Alternativen informiert werden. Dies hat das Amtsgericht München (AG München) vom 5. Juli 2017 entschieden (Az.: 482 C 26378/16). Wohnungseigentümergemeinschaften müssen in der Lage sein, die Bauarbeiten und deren Konsequenzen zu beurteilen. Andernfalls entspricht der Beschluss nicht ordnungsgemäßer Verwaltung und kann gerichtlich anfechtbar sein. Weil Wohnungseigentümer in der Regel Baulaien sind, können und müssen sie nicht wissen, wie sich zum Beispiel Rollstuhlrampen technisch anbauen oder ins Gebäude integrieren lassen. Über das Für und Wider einzelner Möglichkeiten informieren sie fachlich, firmen- und produktneutral die Sachverständigen des VPB. Den Sachverständigen in Ihrer Nähe finden Sie hier.


 

Einstiegspaket: Vorbereitung auf die Abnahme

NewsletterObwohl inzwischen das ganze Jahr über gebaut wird, häufen sich im Spätherbst die Abnahmen. Jeder will vor dem Winter noch fertig werden, Familien nutzen die Weihnachtsferien zum Umzug. Falls Sie bald Ihr neues Haus übernehmen, denken Sie an die Abnahme! Machen Sie sich vor dem wichtigsten Rechtsakt Ihres Bauherrenlebens nach dem Vertragsschluss schlau über Prozedere und Konsequenzen der bevorstehenden Abnahme. Dabei hilft Ihnen das „Einstiegspaket Vorbereitung der Abnahme“.

Besonders aufpassen müssen alle Bauherren, die bereits nach dem neuen Bauvertragsrecht bauen, also ihren Bauvertrag ab dem 1.1.2018 geschlossen haben. Für die gilt: Setzt nach Fertigstellung des Werks der Unternehmer den Bauherren eine angemessene Frist zur Abnahme, und verweigern die Bauherren die Abnahme ohne Angabe von Mängeln oder erklären sie überhaupt nichts oder erscheinen erst gar nicht, dann fingiert das Gesetz die Abnahme als erfolgt – wenn der Unternehmer den Verbraucher auf diese Möglichkeit hingewiesen hat!


 

 

 

Grundstückskauf: Vor dem Kauf Bauvoranfrage einreichen

Weil freies Bauland rar ist, suchen viele Bauherren Bestandsobjekte. Sie brechen die alten Häuser ab und bauen neue. Große Grundstücke lassen sich manchmal sogar parzellieren und in Tranchen verkaufen. Das hilft bei der Finanzierung des eigenen Neubaus. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät, vor dem Grundstückskauf zu prüfen, ob der gültige Bebauungsplan Abbruch, Parzellierung und den Neubau mehrerer Häuser überhaupt zulässt. Während der Altbau – sofern rechtens errichtet – Bestandsschutz genießt, muss jeder Neubau komplett genehmigt werden. Mitunter fallen dann Größen, Höhen und Abstände zum Nachbarn ungünstiger aus, als beim Vorgängerbau. Auch die Teilung ist längst nicht überall machbar. Der VPB rät: Wer sich für ein Grundstück interessiert und darauf bauen möchte, sollte im Vorfeld eine Bauvoranfrage einreichen. Das kann jeder ernsthaft Bauinteressierte machen, auch wenn ihm das Grundstück nicht gehört. Die Bauvoranfrage kostet zwar Gebühren, aber sie schafft Klarheit und verhindert eventuelle Fehlkäufe.


   

 

Lesestoff: Zukunftstrend Klasse statt Masse

NewsletterUnsere Wohnungen werden immer teurer. Das liegt auch daran, dass sie auch immer größer werden. Mehr Wohnraum kostet natürlich auch mehr, zum einen in der Herstellung, zum anderen im Betrieb: Größere Wohnflächen brauchen mehr Energie und verteuern die Unterhaltung. Beide Trends fallen in eine Zeit steigender Preise: Bauland wird rar und deshalb immer teurer. Die Lösung heißt Suffizienz.

Suffizient leben bedeutet so viel wie mit dem Nötigen auskommen. Suffizienz ist eine konsequente Fortsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens. Suffizient bauen heißt aber nicht billig bauen, sondern bewusst und sparsam planen. Einen Einstieg in die reizvolle Materie bietet der VPB-Leitfaden "Suffizienz - Zukunftstrend Klasse statt Masse". Sie könne ihn im VPB-Shop direkt ordern.

Zum VPB-Leitfaden zum Suffizienz

 

 

 

Vermieter: Mieter hat Recht auf fristgerechte Bescheinigung

Wer zum ersten Mal vermietet, der kennt oft noch nicht alle wichtigen gesetzlichen Vorgaben, die er erfüllen muss. Dazu gehört zum Beispiel die Meldung des Einzugs eines neuen Mieters. Innerhalb von zwei Wochen nach dem Einzug müssen sowohl Vermieter als auch Mieter den Einzug anzeigen. Dazu muss der Vermieter dem Mieter eine Bestätigung übergeben, die dieser wiederum bei der Meldebehörde abgibt. Lesen Sie hier, worauf Sie bei der Vermieterbescheinigung achten müssen.
 





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Gute Architektur: Umbau einer ehemaligen Werkstatt zum Wohnhaus

Das Bauen in der Stadt ist populär. Dabei entscheiden sich nicht alle Bauherren für eine Eigentumswohnung oder ein Bauträgerobjekt am Stadtrand. Manche lassen sich auch auf ungewöhnliche Projekte ein, wie der Umbau dieses ehemaligen Werkstattgebäudes von 1896 in der Düsseldorfer City. Dabei entstanden rund 300 Quadratmeter Wohnfläche in einem Einfamilienhaus der ungewöhnlichen Art. Solche individuellen Ideen lassen sich in der Regel nur mit erfahrenen freien Architekten realisieren.

Weiter unter "Werkstatt in Düsseldorf".


 

 

Frage der Woche: Welche Einfriedung haben Sie?

Neun von zehn Bauherren entscheiden sich heute für ein schlüsselfertiges Haus und verzichten damit auf die Begleitung durch den eigenen freien Architekten. Warum tun sie das? Das wollten wir am 27. August von unseren Internetlesern wissen. Hier die Antworten.

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Verblüfft hat uns die hohe Zustimmung zur Aussage „Wir wollten möglichst nichts mit dem Bauen zu tun haben.“ Haben diese Bauherren von vornherein vor der Komplexität der Aufgabe resigniert oder ist es ihnen wirklich egal, was mit ihrem Geld geschieht? Sicher haben die weitaus meisten Bauherren ein großes Interesse daran, ihre Investition ins Eigenheim genau im Blick zu behalten, schließlich ist es für die meisten die größte finanzielle Anstrengung ihres Lebens. Resignieren Sie nicht vorzeitig, dafür ist das Bauprojekt zu groß und zu wichtig. Lassen Sie sich lieber vorab gut beraten. Zum Beispiel mit dem VPB-Einstiegspaket "Grundfragen des Wohneigentums".

Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit! Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...



 

VPB-Mitglieder haben auch neben der baubegleitenden Qualitätskontrolle durch Experten viele Vorteile ...

Zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern den Zugriff auf die Referenzenbörse. Dort teilen private Bauherren ihre persönlichen Bau-Erfahrungen mit angehenden Bauherren.



 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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