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Ausgabe vom 15. Januar 2021


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Bauvertragsrecht: Neue HOAI bei Vertragsverhandlungen mit Architekten als Richtschnur nutzen

Private Bauherren, die künftig einen Architekten oder Ingenieur beauftragen, stehen vor einer neuen Herausforderung: Seit Inkrafttreten der angepassten Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) am 1. Januar 2021 werden die Honorare der von der Verordnung erfassten Leistungen, die so genannten Grundleistungen, frei zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer verhandelt. Ganz alleine gelassen werden Bauherren damit nicht: Die neue HOAI enthält Empfehlungen. Der Verband Privater Bauherren (VPB) rät Verbrauchern, diese als Richtschnur zu nutzen und mehrere Architekten anzufragen, um vom freien Preiswettbewerb profitieren zu können. Dabei empfiehlt es sich, einen Bauberater hinzu zu ziehen. Die meisten privaten Bauherren sind damit überfordert, die HOAI-Honorartafeln zu lesen und die enthaltenen Honorare zu bewerten. Kaum ein Laie weiß, welche Kosten anrechenbar sind oder was sich hinter Honorarzonen verbirgt. VPB-Berater können zum einen den Honorarvorschlag der Architekten überprüfen. Möglicherweise liegt dieser deutlich über dem Referenzrahmen. Dann ist das eine gute Grundlage für Nachverhandlungen. Umgekehrt können Berater vor Dumping-Honoraren warnen.

Lesen Sie, was sonst noch neu geregelt wurde …



 

Barrierefreiheit: KfW-Zuschüsse sind wichtiger zusätzlicher Anreiz für altersgerechten Umbau

Private Bauherren können ab sofort wieder Zuschüsse für Maßnahmen zur Barrierereduzierung bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) beantragen. Im Jahr 2021 stehen für das Förderprogramm 445-B insgesamt 130 Millionen Euro zur Verfügung. Für einzelne Maßnahmen vergibt die KfW Zuschüsse in Höhe von zehn Prozent der förderfähigen Kosten, maximal jedoch 5.000 Euro.

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Der erste Schritt zum altersgerechten Umbau sollte immer die Begehung mit einem qualifizierten Bauberater sein. Mit dem VPB-Ratgeber "Ist Ihr Haus barrierefrei?" sind Sie optimal auf diesen Termin vorbereitet



 

Sanierung: Erhöhte Förderung von Baubegleitung ist Beitrag zur Qualitätssicherung

Bauherren, die den energetischen Zustand ihres Hauses durch eine einzelne Maßnahme wie etwa die Dämmung der Gebäudehülle verbessern wollen, erhalten künftig mehr Geld vom Staat, wenn sie die Baumaßnahme durch einen Experten begleiten lassen. Die qualifizierte Baubegleitung wird – wie bisher schon - mit 50 Prozent der Kosten pro Vorhaben und Kalenderjahr gefördert. Seit Jahresbeginn gelten jedoch neue Höchstsätze. Für Ein- und Zweifamilienhäuser wurde die maximale Fördersumme von bislang 4.000 auf nun 5.000 Euro angehoben. Für Mehrfamilienhäuser werden bis zu 2.000 Euro je Wohneinheit, insgesamt bis zu 20.000 Euro insgesamt gewährt. Der Zuschuss zur Baubegleitung wird zusätzlich zu den Fördergeldern für die Maßnahme an sich gezahlt.

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Die Neustrukturierung der Förderprogramme für energetische Maßnahmen ist noch nicht abgeschlossen. Details werden in den kommenden Wochen veröffentlicht. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

 



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Neubau: Dachluke beim Trockenheizen im Winter schließen

Im Winter wird auf Baustellen vor allem innen gearbeitet. Leitungen werden verlegt, Putz, Estrich und Bäder eingebaut, Heizsysteme installiert. Vor allem Putz und Estrich bestehen aber zu großen Teilen aus Wasser, und das muss möglichst schnell aus dem Haus, damit keine Schimmelschäden entstehen. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB) und rät zum regelmäßigen Heizen und Lüften der Baustelle. Funktioniert die Heizung im Haus noch nicht, sollten Bauherren zum Heizen Trocknungsgeräte einsetzen. Unbedingt achten müssen Bauherren darauf, dass die Luke zum noch ungedämmten Dachboden entweder mit einer Folie oder einer Tür geschlossen wird. Andernfalls steigt die extrem feuchte Warmluft nach oben in den ungedämmten Dachraum, kondensiert dort an den kalten Holzbalken und verursacht Schimmel. Solche Schäden passieren schnell, lassen sich aber mit Umsicht und einer Absperrung zwischen beheiztem und unbeheiztem Bereich vermeiden.



 

Bauvertragsrecht: Bauherren müssen Aufforderung zur Abnahme ernst nehmen

Wer ein Haus bestellt, muss es irgendwann auch bezahlen. Dazu müssen die Bauherren das Gebäude zunächst abnehmen. Damit sie die Abnahme eines im Wesentlichen mangelfrei hergestellten Bauwerks nicht ungebührlich zu Lasten des Unternehmers hinauszögern können, hat der Gesetzgeber im seit Anfang 2018 geltenden Bauvertragsrecht die sogenannte Abnahmefiktion zu Lasten der Bauherren verschärft, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Sie besagt: Setzt nach Fertigstellung des Werks der Unternehmer den Bauherren eine angemessene Frist zur Abnahme, und verweigern die Bauherren die Abnahme ohne Angabe von Mängeln oder erklären sie überhaupt nichts oder erscheinen sie erst gar nicht, dann fingiert das Gesetz die Abnahme als erfolgt – und das sogar, wenn das Haus objektiv fertiggestellt, aber noch gar nicht abnahmefähig ist, etwa, weil die Elektrik lebensgefährliche Mängel aufweist! Mit der Abnahmefiktion sollen Bauherren gezwungen werden, überhaupt abzunehmen oder eben wenigstens einen Mangel zu rügen. Weil den Verbrauchern die gravierende Rechtsfolge oft nicht klar ist, tritt die Fiktion bei ihnen nur dann ein, wenn sie vorher vom Unternehmer entsprechend informiert wurden. Der Unternehmer muss ihnen in Textform, etwa in einer Mail, mitteilen, welche Folgen es hat, wenn sie die Abnahme nicht erklären beziehungsweise diese ohne Angabe von Mängeln verweigern. Bauherren sollten also die Aufforderung ihrer Baufirma zur Abnahme nicht ignorieren, auch wenn sie der Meinung sind, das Haus habe noch Mängel. Sie müssen sich kümmern und eventuelle Mängel nennen. Dabei, wie auch bei der Vorbereitung der gesamten Abnahme unterstützt sie ihr unabhängiger Sachverständiger. Weitere Informationen zur Rechtslage finden Interessierte in der vom Bundesjustizministerium geförderten VPB-Broschüre "Neues Bauvertragsrecht – Informationen für Verbraucherbauherren".



 

Neubau: Frist für Baukindergeld um drei Monate verlängert

Der Förderzeitraum für Baukindergeld wurde um drei Monate verlängert. Familien, die erstmals Wohneigentum erwerben möchten, können ihren Anspruch noch bis zum 31. März 2021 sichern. Spätestens an diesem Stichtag müssen sie eine Baugenehmigung erhalten oder einen notariell beglaubigten Kaufvertrag abgeschlossen haben. Den Förderantrag können Sie dann bis Ende 2023 online über das KfW-Zuschussportal stellen. Alle Details finden Sie im VPB-Ratgeber "Baukindergeld" und in der Rubrik FAQ.



 

Energieeffizienz: Neuregelungen für Energieausweise

Das am 1. November 2020 in Kraft getretene Gebäudeenergiegesetz (GEG) ersetzt das Energieeinspargesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Im neuen Gesetz wurden diverse Regelungen bezüglich des Energieausweises geändert. Lesen Sie im aktualisierten VPB-Ratgeber "Energieausweis", was Sie ab sofort bedenken müssen.



 

Erwerbsnebenkosten: Rückläufige Wohneigentumsquote ist Alarmzeichen

"Die Bundesregierung hinkt weit hinter ihrem erklärten Ziel, Wohneigentum zu fördern, hinterher. Tatsächlich ist der Anteil der Haushalte, die in den eigenen vier Wänden leben, erstmals seit 1993 rückläufig. Das ist ein Alarmzeichen, das die Politik ernst nehmen muss." Mit diesen Worten kommentiert Corinna Merzyn, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes Privater Bauherren (VPB), die aktuelle Studie von empirica und LBS Research. Danach lag die Wohneigentumsquote in Deutschland im Jahr 2018 bei 42,1 Prozent (2013: 43,1 Prozent, 2008: 43,2 Prozent). Im Vergleich mit den Mitgliedstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) steht Deutschland an vorletzter Stelle.

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Bauvertragsrecht: Bauherren haben das Recht auf eine Baubeschreibung

Private Bauherren, die ohne eigenen Architekten mit einem Schlüsselfertiganbieter auf dem eigenen Grundstück bauen oder eine Immobilie vom Bauträger kaufen, haben laut 2018 geltendem Bauvertragsrecht Anspruch auf eine ausführliche Baubeschreibung. Daran erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Die Baubeschreibung muss den Verbrauchern rechtzeitig vor Abgabe der Vertragserklärung schriftlich zur Verfügung gestellt werden. Rechtzeitig bedeutet: Die Bauherren brauchen ausreichend Zeit, um die Baubeschreibung und die Qualität der beschriebenen Bauleistungen zu prüfen und Preise zu vergleichen – und den Inhalt mit ihrem unabhängigen Sachverständigen zu besprechen. Das Bauvertragsrecht definiert auch den Inhalt der Baubeschreibung. Sie muss exakte Informationen enthalten über Art und Umfang der geplanten Bauarbeiten bis hin zu Ausstattungsdetails. Ganz wichtig: Die Baubeschreibung muss auch verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung machen oder zumindest zur Dauer der Baumaßnahme. All diese Informationen brauchen angehende Bauherren, um ein Angebot beurteilen zu können. Alles, was die Baubeschreibung im Detail enthalten muss, finden Interessierte im VPB-Ratgeber "Die Baubeschreibung beim Schlüsselfertigbau".
 




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Baustoffe: Gebäudebedingte Erkrankungen durch die Materialwahl vermeiden

Bedingt durch die Corona-Pandemie halten sich die meisten Bauherren deutlich länger, oft den ganzen Tag über, in den eigenen vier Wänden auf. Wenn die Innenraumlauft dort schadstoffbelastet ist, kann sich das besonders gravierend auswirken.

Der VPB-Ratgeber "Macht Ihr Haus Sie krank?" informiert über gebäudebedingte Erkrankungen, die beispielsweise durch Wohngifte, Elektrosmog, PCB, Formaldehyd, Holzschutzmittel, elektromagnetische Umweltverschmutzung, Lösemittel oder Schimmel hervorgerufen werden.



 

Expertentipp: Winterschäden am Haus entstehen durch Dauerfrost und Schnee

Schnee, Eis und Dauerfrost setzen jedem Gebäude zu. Sie schaden der Substanz und können zu teuren Folgeschäden führen. Die wichtigste Regel lautet deshalb: Immer ausreichend heizen! Das grenzt zwar für viele Menschen an Energieverschwendung, aber es muss sein, um das Haus vor Schäden zu bewahren. Wohnräume sollten mindestens 17 Grad haben. Das kostet auf Dauer weniger als die spätere Beseitigung eventueller Frostschäden.

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Einstiegspaket: Vorbereitung der Abnahme

Ihre Immobilie ist schon im Bau und nun steht die Abnahme ins Haus? Bevor Sie diesen nach dem Vertragsschluss wichtigsten Schritt Ihrer ganzen Bauherrenzeit angehen, sollten Sie sich schlau machen, wo Sie besonders aufmerksam sein müssen und wie ein sinnvolles Vorgehen bei einer Abnahme aussehen könnte. Mit dem VPB-Einstiegspaket "Vorbereitung der Abnahme" sind Sie umfassend informiert und können teure Fehler vermeiden. Übrigens: Sie können das Paket auch verschenken.



 

Lesestoff: VPB-Leitfaden „Mietrecht für Bauherren – Der Einstieg in die Vermietung"

NewsletterViele Bauherren erwägen, beim Bau ihres Eigenheims eine Einliegerwohnung oder eine zusätzliche Wohnung einzuplanen, um sie später zu vermieten. Der Gedanke liegt nahe: Mieteinnahmen können die wirtschaftliche Belastung aus dem Hausbau verringern und auf lange Sicht die finanzielle Absicherung im Alter verbessern.

Mit diesem Schritt werden Bauherren zum Vermieter von Wohnraum. Damit sind zahlreiche Rechte und vor allem Pflichten verbunden.

Der aktualisierte VPB-Leitfaden "Mietrecht für Bauherren – Der Einstieg in die Vermietung" informiert über wesentliche Gesichtspunkte, die der Vermieter beim Abschluss eines Mietvertrags beachten sollten. Er behandelt die Vermietung von preisfreiem Wohnraum, das heißt Wohnraum, der ohne öffentliche Fördermittel mit Mietpreisbindung finanziert wurde.

 





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Gute Architektur: Stadt, Land, Haus

Das schlichte, moderne Einfamilienhaus liegt in dem 4.000-Seelen-Dorf Hallwang unmittelbar am nördlichen Stadtrand Salzburgs. Mit dem Bus und der S-Bahn ist die Landeshauptstadt in wenigen Minuten zu erreichen. Diesem Standort angemessen präsentiert sich das Gebäude rau, ungeschönt, taktil, großzügig, geradeaus. Der in Holzbauweise errichtete, kompakte, dreigeschossige Baukörper ist mit einem sanft geneigten Satteldach gedeckt. Ein umlaufendes eingeschossiges, flachgedecktes Nebengebäude aus Beton umfasst das punktförmige Haupthaus und macht Platz für die Garage.

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Frage der Woche: Kennen Sie schon Ihre Verbraucherrechte aus dem neuen Bauvertragsrecht?

Das am 1. Januar 2018 in Kraft getretene Bauvertragsrecht hat zahlreiche Veränderungen für private Bauherren gebracht. Kennen Sie schon Ihre Verbraucherrechte aus dem neuen Bauvertragsrecht? Das wollten wir am 11. Januar 2021 wissen. Die überwältigende Mehrheit nutzt offensichtlich die vom Verband Privater Bauherren (VPB) und dem Bundesjustizministerium gemeinsam herausgegebene Broschüre als Informationsgrundlage. Ergänzende Informationen haben wir in der Rubrik Bauvertragsrecht auf unserer Internetseite für Sie zusammengestellt.

Kennen Sie schon Ihre Verbraucherrechte aus dem neuen Bauvertragsrecht?

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Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit!" Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...

 

 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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