VPB

Newsletter

Ausgabe vom 15. April 2021


Newsletter

Hausbau: Bauherren sollten in Corona-Zeiten für Unwägbarkeiten gewappnet sein

Bauen bedeutet immer eine nervliche Belastung für die Bauherren, ganz besonders jedoch während der Corona-Krise. Materielle und personelle Engpässe, aber auch Veränderungen im Bauablauf durch notwendige Abstandsregeln können für Verzögerungen sorgen, so die Beobachtung der Experten im Verband Privater Bauherren (VPB). Davon sollten sich Bauherren nicht abschrecken lassen. Gut ist jedoch, wenn sie für alle Eventualitäten gewappnet sind.

Lesen Sie mehr

Die häufigsten Fragen und Antworten, die sich während des Hausbaus in Corona-Zeiten stellen können, hat der Verband Privater Bauherren in einer Liste zusammengetragen. Sie kann hier kostenlos heruntergeladen werden.



 

Haustechnik: Elektrisch betriebene Rollläden dürfen zweiten Rettungsweg nicht blockieren

Wenn es im Haus brennt, müssen die Bewohner schnell ins Freie gelangen können. Deshalb muss jede Nutzungseinheit mit Aufenthaltsräumen in jedem Geschoss gemäß § 33 Musterbauordnung zwei voneinander unabhängige Rettungswege haben. Der erste erfolgt auf direktem Wege über den Flur, das Treppenhaus und die Haustür, der zweite beim Einfamilienhaus in der Regel über eine durch die Feuerwehr mit Rettungsgeräten erreichbare Stelle, zum Beispiel ein Fenster. Die meisten Bauherren haben diesen vorgeschriebenen zweiten Rettungsweg jedoch bei der Planung ihres Hauses nicht im Blick, so die Beobachtung der Experten im Verband Privater Bauherren (VPB). Und sie denken erst recht nicht daran, dass dieser zweite Rettungsweg frei zugänglich sein muss, also im Brandfall beispielsweise nicht durch einen Rollladen blockiert sein darf. Genau diese Gefahr besteht jedoch, wenn die Rollläden elektrisch betrieben werden.

Lesen Sie weiter ...



 

Versicherung: Eigenleistung beim Pool-Bau im Garten

Bauherren, die in ihrem Garten einen größeren Swimming-Pool einbauen wollen, können einen Teil der Arbeiten in Eigenleistung erbringen. Dabei sollten sie sich durch die Fachfirma, die den Einbau vornimmt, anleiten lassen, so die Empfehlung des Verbandes Privater Bauherren (VPB). Denkbar ist beispielsweise, dass Bauherren das Ausschachten übernehmen. Doch Vorsicht: Damit kein Erdreich nachrutscht und sich der Boden in der Umgebung absenkt, sind seitliche Stabilisierungen oder andere Schutzmaßnahmen erforderlich. Sie dienen auch der Arbeitssicherheit der Bauherren und ihrer Helfer. Familienangehörige und Freunde, die mitanpacken, müssen außerdem bei der Berufsgenossenschaft Bau unfallversichert werden. Bauherren selbst, deren Ehepartner oder nur sporadisch Gefälligkeiten Leistende sowie Freunde, die in Bereichen helfen, in denen sie selbständig als Profis arbeiten, sind nicht von der Pflichtversicherung der BG Bau erfasst. Für sie muss zusätzlich eine freiwillige Bauhelferversicherung bei privaten Anbietern oder der BG Bau ins Auge gefasst werden.



 

Planung: Fensterberatung funktioniert nicht online

Gut informierte Bauherren lassen sich Infos und Newsletter mailen. Dabei sind dann auch verlockend klingende Angebote wie: „Staatliche Förderung für neue Fenster“. Wer klickt das nicht an? Der Verband Privater Bauherren (VPB) mahnt hier zur Vorsicht: Eine seriöse Beratung zum Austausch alter und Kauf neuer Fenster ist online technisch nicht möglich. Ob sich der Fenstertausch lohnt und welche neuen Modelle eingebaut werden sollten, müssen Experten individuell berechnen. Dazu prüfen sie vor Ort den Bestand und die baulichen Gegebenheiten, lassen sich alle relevanten Daten geben und sprechen, bevor sie planen, ausführlich mit den Bauherren. Das kostet weit mehr Mühe und Zeit als dreimal klicken, aber es vermeidet Fehlkäufe und Bauschäden aufgrund falscher Fenster.



 

Grundstückskauf: Käufer sollten Baupflichten ernst nehmen

Bauland ist knapp. Immer mehr Kommunen erschließen deshalb Wohngebiete für junge Familien und koppeln den Verkauf der begehrten Grundstücke an Auflagen, beobachten die Sachverständigen im Verband Privater Bauherren (VPB). Eine solche Auflage ist die Baupflicht. Mit der Bebauungsverpflichtung stellen die Kommunen sicher, dass ihre Neubaugebiete möglichst in einem Zug bebaut werden und sich Baulärm, Schmutz und die Gefahren durch schwere Fahrzeuge nicht über Jahre hinziehen. Je nach Vertrag müssen Käufer eventuell sogar eine Strafe bezahlen, wenn sie nicht fristgerecht bauen, oder die Kommune kann das Grundstück zurückfordern. Baugrund unnötig lange brach liegen zu lassen, ist also meist mit Ärger verbunden. Ganz abgesehen davon haben die Eigentümer auch beim unbebauten Areal die Verkehrssicherungspflicht für das Grundstück. Wer sich um ein Grundstück bewirbt, aber sich das Bauen im Augenblick vielleicht noch gar nicht leisten kann, muss sich also in jedem Fall kümmern und hat Kosten. Der VPB rät deshalb: Vor dem Grundstückskauf die Modalitäten genau prüfen lassen. Und auch in den Bebauungsplan schauen, was auf dem Areal überhaupt gebaut werden darf. Nicht immer entsprechen die rechtlichen Vorgaben den Träumen der angehenden Bauherren.




Newsletter

Bauschäden: Klärung von Feuchteschäden nicht verschleppen

Die Ursachen für Feuchteschäden sind vielfältig. Eines haben jedoch alle gemeinsam: Sie können schnell zu größeren Schäden werden und zu Schimmel führen. Immobilieneigentümer sollten sie deshalb nicht ignorieren, sondern die Schadensursachen bald abklären lassen, empfehlen die Sachverständigen im Verband Privater Bauherren (VPB). Schnell handeln müssen Hauseigentümer aber nicht nur, um weiteren Zerstörungen am Haus vorzubeugen, sondern auch wegen der Gebäude- und der Hausratversicherung. Versicherte haben nämlich eine Schadensminderungspflicht und müssen dafür sorgen, dass sich der Schaden nicht unnötig ausweitet. Unterlassen sie das, kann sich die Versicherung unter Umständen weigern, den Schaden zu bezahlen.



 

Finanzierung: Lastenzuschuss hilft Eigentümern bei vorübergehenden Finanzproblemen

Viele Menschen fürchten, in der Corona-Krise ihre Immobilie zu verlieren. Wie sollen sie, wenn das Einkommen ganz oder zeitweise wegbricht, die monatlich fälligen Zins- und Tilgungszahlungen aufbringen? Neben vielen Hilfsangeboten, die im Laufe der Krise auf den Weg gebracht wurden, ist auch der altbewährte Lastenzuschuss eine Überbrückungsmöglichkeit, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Genau wie Mieter haben auch Immobilieneigentümer Anspruch auf eine Form des Wohngeldes, nämlich auf den sogenannten Lastenzuschuss. Er wird in der Regel für ein Jahr bewilligt, danach ist ein neuer Antrag erforderlich. Antragsformulare gibt es bei der zuständigen örtlichen Wohngeldstelle des Kreises oder der Kommune. Ob jemand im Falle eines Falles zum Kreis der Berechtigten gehört und wie viel Geld er bekommt, das hängt von drei Faktoren ab: der Anzahl der Haushaltsmitglieder, dem Gesamteinkommen und der Belastung vor allem durch den Baukredit. Diese Form des Wohngeldes wird aber nicht nur gezahlt für die laufende Finanzierung. Bei der Belastung mit berücksichtigt werden auch eine Pauschale für Instandhaltungs- und Betriebskosten in Höhe von 36 Euro je Quadratmeter und Jahr, die zu zahlende Grundsteuer sowie Verwaltungskosten. Antragsberechtigt sind nicht nur private Bauherren, sondern unter anderem auch Inhaber von Genossenschafts- oder Stiftswohnungen, ebenso Eigentümer von Eigentumswohnungen, auch Erbbauberechtigte oder Menschen mit Wohn- und Nießbrauchrechten. Beziehen die Eigentümer allerdings bereits andere staatliche Leistungen, in denen die Kosten einer angemessenen Unterkunft schon enthalten sind, wie Sozialhilfe oder Grundsicherung, können sie keinen Lastenzuschuss erhalten beziehungsweise sind nicht als Haushaltsmitglieder berücksichtigungsfähig.




Newsletter

Schadstoffe: Sichere Minimierung der Schadstoffbelastung im eigenen Haus setzt vertragliche Vereinbarungen voraus

Die in der Verwaltungsvorschrift Technische Baubestimmungen (VwV TB) des Landes Baden-Württemberg geregelten Grenzwerte für VOC-Emissionen aus Span- und OSB (Grobspan-)-Platten sind unwirksam. Das hat der Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg mit Urteil vom 7.10.2020 zum Aktenzeichen 8 S 2959/18 entschieden. Zur Begründung verwies das Gericht darauf, dass die Landesbauordnung technische Baubestimmungen nur zur Gefahrenabwehr erlaube. Die strittigen VOC-Grenzwerte dienten jedoch allein zur Vorsorge. Das Urteil ist bundesweit von Bedeutung, da die angegriffenen Regelungen auch in anderen Bundesländern verankert sind.

Lesen Sie mehr ...



 

Architektur: KfW Award Bauen 2021 – jetzt bewerben!

NewsletterPrivate Bauherren oder Baugemeinschaften, die in den vergangenen fünf Jahren ein Neubau-Projekt umgesetzt oder ein bestehendes Gebäude erweitert, umgewidmet, modernisiert oder belebt haben, können sich bis zum 15. Juni 2021 für den KfW Award Bauen 2021 bewerben. Ob Ein- oder Mehrfamilienhäuser: Bewertet und prämiert werden die eingereichten Projekte gesamthaft. Entscheidend ist die richtige Balance aus gelungener Architektur und Erscheinungsbild, Kosten- und Energieeffizienz, guter Integration in das bauliche Umfeld, zukunftsorientierter und nachhaltiger Bauweise, optimaler Raum- und Flächennutzung sowie auch individueller Wohnlichkeit.

Der KfW Award Bauen ist mit insgesamt 35.000 Euro dotiert. In den Kategorien "Neubau" und "Modernisieren im Bestand" erhalten die Gewinner insgesamt 30.000 Euro. Der erste Preis in den beiden Kategorien ist jeweils mit 7.000 Euro dotiert, der zweite Preisträger mit jeweils 5.000 Euro und die Gewinner des dritten Preises erhalten jeweils 3.000 Euro. Darüber hinaus hat die Jury unter dem Vorsitz von Architekt Professor Hans Kollhoff die Möglichkeit, einen mit 5.000 Euro dotierten Sonderpreis zu vergeben. Der Verband Privater Bauherren ist mit VPB-Präsident Thomas Penningh in der Jury vertreten.

Lesen Sie mehr ...



 

Einstiegspaket Individueller Sanierungsfahrplan

Wer sein Haus sanieren will, braucht dafür nicht nur gute Ideen, er muss sie auch in die richtige Reihenfolge bringen. Wir helfen Ihnen dabei, die wichtigsten Fragen zu klären: Wie lange wollen Sie in Ihrem Haus wohnen? Wie viel Geld können Sie investieren? Wie wird sich Ihre familiäre Situation entwickeln? Möchten Sie Ihr Haus erweitern und dabei gleich fürs Alter umbauen? Wollen Sie die energetische Sanierung Zug um Zug über ein paar Jahre strecken? Was ist bauphysikalisch sinnvoll und machbar? Wie lässt sich Ihr persönliches Budget bestmöglich einsetzen? Welche Fördermittel können Sie beantragen? Viele Umbau- und Modernisierungsarbeiten lassen sich gut miteinander kombinieren. Die Arbeiten werden dadurch preiswerter, und Sie vermeiden unnötigen Bauschmutz und Stress. Nutzen Sie das VPB-Einstiegspaket Individueller Sanierungsfahrplan.



 

Lesestoff: „Leitfaden für die Modernisierung eines Hauses aus den 1950 und 1960er Jahren“

NewsletterSie suchen ein attraktives Haus für sich und Ihre Familie? Es darf ruhig schon älter sein? Gebrauchte Immobilien haben viele Vorzüge: Sie stehen in gewachsenen Wohnvierteln mit funktionierender Infrastruktur, die Gärten sind begrünt, die Nachbarn bekannt. Und Altbauten haben ihren ganz besonderen Charme. Oft müssen sie allerdings gründlich saniert und modernisiert werden, bevor die Familie einziehen kann. Wer mit dem Gedanken spielt, ein Nachkriegshaus zu kaufen oder umzubauen, will wissen, worauf er sich einlässt. Der VPB-Leitfaden gibt einen umfassenden Überblick, mit welchen Problemen Sie im Einzelnen bei der geplanten Sanierung rechnen müssen.

Die 18-seitige Broschüre erläutert die markanten Merkmale der einzelnen Haustypen in den Nachkriegsjahren und listet die für die Bauzeit typischen Mängel und Schadensbilder auf. Die einzelnen Kapitel befassen sich unter anderem mit den Problemen der Außenwände und Fassaden, mit Kältebrücken an alten Balkonen, mit feuchten Kellern, überholter Haustechnik, schlechtem Schall- und Wärmeschutz, mit maroden Flach- und ungedämmten Satteldächern und mit defekten Fenstern aller Art, von großflächigen Panoramascheiben bis hin zum damals beliebten Schwingflügelmodell. Ein Kapitel ist dem Wert und der Erhaltung alter, eingewachsener Gärten gewidmet. Dazu gibt es praktische Checklisten zur ersten schnellen Prüfung des Objekts.

Lesen Sie mehr im „Leitfaden für die Modernisierung eines Hauses aus den 1950 und 1960er Jahren“.




Newsletter

Gute Architektur: Ungewöhnlicher Baukörper aus Stahlbeton mit Ziegelvorsatzschale

Wer ein Grundstück bebauen will, das nicht in einem sogenannten B Plan-Bereich liegt, braucht einen langen Atem. Die planersetzenden Vorschriften des öffentlichen Bauplanungsrechts verlangen für Vorhaben innerhalb im Zusammenhang bebauter Ortsteile, dass sie sich dort einfügen. Über diese Frage, die keine Uniformität bedeutet, lässt sich trefflich mit der Behörde diskutieren - und vor dem Verwaltungsgericht streiten. Für den Entwurf dieses vom traditionellen Haustyp deutlich abweichenden Wohnhauses wurde die Genehmigung zunächst mehrere Monate verweigert.

Lesen Sie mehr ...



 

VPB-Mitglieder haben neben der Bauvertrags- und der baubegleitenden Qualitätskontrolle durch Experten viele weitere Vorteile...

Zum Beispiel unterstützt der VPB seine Mitglieder dabei, die Hemmschwelle für den ersten Kontakt mit einem Rechtsberater bei Bauproblemen zu überwinden. Für eine Schutzgebühr von 35 Euro kann jedes Mitglied einmalig einen Gutschein anfordern, der zu einer telefonischen Einstiegs-Rechtsberatung mit einem qualifizierten Rechtsanwalt für Baurecht aus dem VPB-Anwaltsnetzwerk von maximal 20 Minuten Dauer berechtigt.




 

Follow us!

Täglich neue Tipps rund ums Bauen, Kaufen, Modernisieren auf Facebook und Twitter. Folgen Sie uns doch ...

facebook Twitter 


Weitere Infos und tagesaktuelle Berichte vom VPB gibt es auch als rss-Feed
http://www.vpb.de/vpb-rss-feed.html




 

Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

Der Versand erfolgt entsprechend unserer Datenschutzerklärung. Wenn Sie den Newsletter künftig nicht mehr erhalten möchten, können Sie ihn jederzeit abbestellen indem Sie href="[unsubscribe]">hier (bzw. auf den Link unterhalb des Textes) klicken. Auch können Sie uns dies per E-Mail an info@vpb.de oder an die in unserem Impressum angegebenen Kontaktdaten mitteilen.
Newsletter abbestellen