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Ausgabe vom 15. Mai 2020


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Immobilienkauf: 360-Grad-Videos sind keine Basis für die Beurteilung

Corona verunsichert Immobilienkäufer wie -verkäufer: Sollen sie sich noch zur Besichtigung der Immobilie treffen, oder genügen Fotos, Pläne und ein 360-Grad-Video? Immer öfter bieten Makler solche Videos an, um Käufern eine Wohnung oder ein Haus schmackhaft zu machen. In Corona-Zeiten empfehlen manche das Video sogar als Ersatz für die Besichtigung. Darauf sollten sich Kaufinteressenten nicht einlassen, warnt der VPB. Wer eine Immobilie kauft, sollte sie vorab immer selbst in Augenschein nehmen – und zwar gründlich, am besten mehrmals und in Begleitung des eigenen unabhängigen Sachverständigen, der die Substanz zuverlässig einschätzen kann. Das ist auch – nur mit dem Experten und dem entsprechenden Abstand – in Corona-Zeiten möglich. Was dabei alles zutage kommt, lesen Sie hier. Unser Bild entstand übrigens noch vor der Corona-Krise. Heute sollte der Abstand noch etwas größer sein!




 

Neubau: Baubeschreibungen gehen oft von Idealbedingungen aus

NewsletterSeit der Einführung des neuen Bauvertragsrechts Anfang 2018 haben private Bauherren, die ein schlüsselfertiges Haus auf ihrem eigenen Grundstück ohne eigenen planenden Architekten bauen, das Recht auf eine detaillierte Baubeschreibung. Viele dieser Baubeschreibungen passen aber nicht zum Grundstück der Bauherren.

Das beobachtet immer mehr VPB-Sachverständige. Die meisten Baufirmen setzen bei ihren Angeboten Idealbedingungen voraus, die nicht den Gegebenheiten vor Ort entsprechen – und das, obwohl die Anbieter den zukünftigen Standort des Hauses kennen. Unterzeichnen die Bauherren solche Verträge ungeprüft, kommen nach Vertragsabschluss die unvermeidlichen Mehrkosten dann scheibchenweise auf den Tisch.

Erfahren Sie hier, wie Sie vorbeugen können. Und laden Sie sich hier am besten gleich die kostenlose VPB-Broschüre zum neuen Bauvertragsrechts herunter.
 


 

Abnahme: Bauherren sollten sich auch rechtlich darauf vorbereiten

Nach dem Vertragsschluss ist die Abnahme der wichtigste Moment beim Bauen. Unternehmen bringt die Abnahme viele Vorteile, deswegen drängen sie oft darauf. Immer wieder werden private Bauherren dabei unter Druck gesetzt, nicht nur das Haus abzunehmen, sondern auch noch alles Mögliche zu bestätigen, vor allem die Mangelfreiheit des Werks. Damit die Bauherren dabei nichts voreilig bescheinigen, was ihnen später erhebliche Nachteile bringt, sollten sie sich auf die Abnahme gut vorbereiten. Spätestens zur Begehung sollten sie einen eigenen Sachverständigen hinzuziehen, damit sie mit dem Bauunternehmer auf Augenhöhe reden können. Mehr zur Abnahme finden Sie im VPB-Ratgeber "Vorsicht bei der Bauabnahme!". Eine Abnahme hat vielfältige rechtliche Konsequenzen, aber manches, was Baufirmen behaupten, um die Bauherren zur Abnahme zu überreden, hält der juristischen Prüfung nicht stand. Deshalb ist es gut, wenn Bauherren sich hier vorab beraten lassen. Damit sie dazu auch kurzfristiger eine Anwaltskanzlei einschalten können, gibt es für Mitglieder im VPB das "Einstiegspaket Rechtsberatung". Gegen eine Schutzgebühr von 35 Euro bekommen sie einen Rechtsberatungsgutschein. Dieser berechtigt das VPB-Mitglied zu einem 20-minütigen telefonischen Rechtsberatungsgespräch mit einem Anwalt, der mit dem VPB kooperiert. Viele irrige Rechtsansichten der Bauunternehmen zur Abnahme lassen sich auf diesem Wege schon richtigstellen. Auch nach einer übereilten Abnahme sind Bauherren nicht völlig rechtlos. Auch in so einem Fall kann das Beratungspaket eingesetzt werden. Dabei gilt: Je früher, desto besser.

 




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Sanierung: Viele Reparaturen lassen sich gut im Sommer erledigen

Der Sommer ist die ideale Zeit, um Reparaturen am Haus erledigen zu lassen. Auch größere Sanie-rungen, wie etwa die Dachdämmung oder der Fenstertausch, lassen sich im Sommer leichter organisieren als in der kalten Jahreszeit. Auch Heizungsreparaturen wie auch die Modernisierung der gesamten Heizungsanlage sind ideale Sommerarbeiten. Sprechen Sie bald mit Ihrem VPB-Sachverständigen über Ihre Vorstellungen. Besonders, falls Sie Zuschüsse beantragen wollen, müssen die Arbeiten sorgfältig geplant, vorbereitet und meist vom Experten begleitet werden. Wer sich zu spät um die Förderbedingungen kümmert, geht eventuell leer aus!



 

Fördermittel: Auch in Corona-Zeiten müssen Experten vor Ort beraten

NewsletterWer seine Immobilie dämmen, Fenster tauschen oder eine neue Heizung einbauen lassen möchte, kann unter Umständen mit staatlicher Unterstützung rechnen.

Mehrere Programme, betreut von KfW und BAFA, stehen für verschiedene Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung.

Für alle Sanierungsvorhaben gilt: Nichts geht ohne Beratung. Bei vielen Förderprogrammen ist sie sogar Pflicht. Dipl.-Ing. Andrea Blömer, Sachverständige, Energieberaterin und Leiterin des VPB-Regionalbüros Iserlohn, erklärt im Experteninterview, worauf es ankommt.

 

 

 

 



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Baustelle: Bewehrung regelmäßig kontrollieren

Die meisten Häuser sind Massivbauten mit Bodenplatten, Decken, Stützen, Stürzen und manchmal auch Wänden aus Beton. Beton braucht eine Bewehrung aus Stahleinlagen, um Kräfte aufnehmen und ableiten zu können. Wird ein Betonbauteil nicht richtig ausgeführt, kann das die Standsicherheit des Hauses beeinträchtigen. VPB-Sachverständige sehen deshalb bei ihren Baustellenkontrollen auch auf die Bewehrung der Bauteile, sofern diese noch einsehbar ist. Zur Kontrolle sind dann aber noch die Bewehrungspläne nötig, die Teil der Statik sind. Auf deren rechtzeitige Übergabe haben Verbraucher einen gesetzlich zwingenden Anspruch, wenn das Haus aus einer Hand gebaut wird und der Unternehmer auch die Architektenplanung mit übernommen hat. Weil die Kontrolle der Bewehrung immer nur kurz zwischen ihrer Fertigstellung und dem Einfüllen des Betons möglich ist, sollten auch die Bauherren selbst immer wieder hinschauen und die Bewehrung fotografieren, am besten mit einem Metermaß zum anschaulichen Vergleich. Treten später Mängel auf, helfen Fotos bei der Suche nach den Ursachen. Lassen Sie sich auch in Corona-Zeiten nicht von Ihrer Baustelle fernhalten! Sehen Sie selbst regelmäßig nach dem Rechten und ziehen Sie bei Bedarf Ihren VPB-Berater hinzu. Mit Abstimmung und Abstand ist das möglich. Und allemal besser, als jetzt Probleme zu ignorieren, die sich vielleicht erst in ein paar Jahren zeigen – nach Ende der Gewährleistungsfrist!



 

Vorsicht: Achten Sie beim Hausverkauf auf Expertise!

„Wir sagen Ihnen, was Sie für Ihr Haus bekommen" – solche und ähnliche Versprechungen haben Sie bestimmt im Internet auch schon gelesen. Wenn Sie sich von der Offerte locken lassen, sollen Sie als Hausbesitzer allerlei Angaben zum Gebäude machen: Gefragt wird nach der Postleitzahl, nach Keller, Garage, Zimmerzahl, Alter des Hauses. Aber selbst wenn Sie jedes Mal Unkenntnis vorschützen und auf das Feld „weiß nicht“ klicken, landen Sie zum Schluss unweigerlich bei der Abfrage Ihrer Daten, damit ein Makler sie kontaktieren kann um Ihr Haus für Sie zu verkaufen. Es handelt sich hier also um eine Vermittlungsplattform für Makler. Wahrscheinlich haben die Makler, denen Ihre Daten zugeleitet werden, Geld dafür bezahlt, Ihre und viele weitere Adressen im Netz abgreifen zu können. Das ist ein Geschäftsmodell. Sie können, müssen sich aber nicht darauf einlassen. Besser fahren Sie immer, wenn Sie sich selbst einen Experten suchen und zwar aus Ihrer Region! Oder fragen Sie doch am besten gleich Ihren VPB-Berater, was Ihre Immobilie wert ist und was Sie dafür verlangen können.

 





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Einstiegspaket: Schadstoffe + Schimmel

Sie möchten eine Immobilie kaufen oder wohnen schon darin und haben den Verdacht, dass Sie es dort mit Schadstoffen oder Schimmel zu tun haben könnten? Sie möchten, bevor Sie umfangreichere Untersuchungen beauftragen, erst einmal genau wissen, was da auf Sie zukommt und wie und mit welchen Fachfirmen Sie die Sanierung angehen könnten? Dann ist das Paket Schadstoffe + Schimmel sicher hilfreich für Sie.


 

 

Lesestoff: „Vorbauen und Umbauen: barrierearm und altersgerecht"

NewsletterWer barrierearm lebt, hat es leichter, gleich ob jung oder alt. Der VPB-Leitfaden „Vorbauen und Umbauen: Barrierearm und altersgerecht" richtet sich an alle Bauherren und Hausbesitzer. An junge Familien, die ihr neues Haus von Anfang an fürs Alters konzipieren, damit sie dort lange leben können. An Senioren, die im Alter noch einmal neu bauen möchten oder eine zu ihren gesundheitlichen Bedürfnissen passende Seniorenwohnung suchen. An Hausbesitzer, die weiterhin selbstbestimmt zu Hause wohnen und ihre eigene Immobilie dazu barrierearm umbauen möchten.

Der VPB-Leitfaden „Vorbauen und Umbauen: Barrierearm und altersgerecht“ listet systematisch alle Hausbereiche auf. Er zeigt, wo Barrieren das Leben erschweren, und wie sie vermieden werden können. Das beginnt beim Wohnumfeld und Garten und zieht sich durch sämtliche Räume des Hauses. Zu jedem Kapitel des 66-seitigen Leitfadens gehört eine umfangreiche Checkliste. Über Links und QR-Codes wird der Leser außerdem zu weiteren hilfrei-chen VPB-Ratgebern geleitet.

Hier können Sie den Leitfaden direkt bestellen.
 




 

Gute Architektur: Häuser-Award für kleine Häuser

NewsletterBeim diesjährigen Häuser-Award, bei dem auch der VPB wieder seinen Bauherrenpreis verlieh, wurden die besten kleinen Häuser prämiert. Laut VPB-Präsident Thomas Penningh, Mitglied der Jury, zeigen die kleinen Häuser, wohin in Zeiten knapper Ressourcen die Reise für den privaten Hausbau gehen kann: Richtung Suffizienz! Wir müssten lernen, mit dem Nötigen auszukommen, empfiehlt der Experte. Und wer auf 100 Quadratmetern Wohnfläche individuelle Raumkonzepte entwickeln könne, statt auf 200 Quadratmetern einfallslose, teure Standardhäuser zu bauen, spare nicht nur Fläche, sondern auch Baukosten. So lässt sich auch aus dem Baukindergeld mehr machen!

Das Bild zeigt das "Haus No. 49" im Londoner Vorort Lewisham. Es stammt vom Büro 31/44 Architects und wurde mit dem mit 7.000 Euro dotierten ersten Platz gewürdigt.

Bildinformationen: 1. Preis: Haus No. 49, Lewisham/London (Großbritannien), Architekten: 31/44 Architects, Projektarchitekt Stephen Davies, Fotos: © HÄUSER / Adam Scott
 

 




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Architektur-Reisetipp: Tour durch die Metropolregion Rhein-Main

Da es ja wahrscheinlich nichts wird mit den Auslandsreisen in diesem Sommer, sollten wir uns das eigene Land näher anschauen. Die Metropolregionen lassen sich dabei quasi in einem Aufwasch erledigen. Hilfreich für die Rhein-Main-Region ist der gerade bei DOM erschienene gleichnamige Architekturführer. Er bringt Architekturfans mit Radtouren und Rundgängen die Gegend zwischen Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Darmstadt und Offenbach näher. Ein Fokus liegt auf den Hochhäusern in Mainhatten. Sie sind das Markenzeichen der Bankenstadt – wie auch die zahlreichen Siedlungen des Neuen Frankfurt, die Ernst May in den 1920er Jahren plante, und die neue Altstadt. Offenbach war immer eine Industrie- und Main-Hafenstadt mit überschaubaren städtebaulichen Reizen. Das hat sich inzwischen geändert: Die Offenbacher haben ihr Mainufer gründlich aufgeräumt und dort ein edles Stadtviertel etabliert. Auch die Stadt Mainz, die im Krieg viel Bausubstanz verloren hat, konzentrierte sich in den vergangenen Jahren vor allem auf die Entwicklung ihres Rheinufers und die Stadtreparatur. Wiesbaden glänzt mit seinen ungewöhnlich schönen historischen Bauten. In Darmstadt verdient vor allem die Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe Aufmerksamkeit. All das lässt knapp sich in ein paar Stunden, oder besser und ausführlicher an mehreren Tagen besichtigen.


 

 

Frage der Woche: Von wem haben Sie sich Ihre Baubeschreibung erläutern lassen?

Am 27. April 2020 wollten wir von unseren Internetlesern wissen: „Von wem haben Sie sich Ihre Baubeschreibung erläutern lassen?“ Die Antworten sind zweigespalten: Zwar haben immerhin 37 Prozent ihren VPB-Berater damit beauftragt, und 25 Prozent haben die Dienste eines Fachjuristen in Anspruch genommen, aber weitere 25 Prozent haben sich bei der Erklärung der wichtigsten Bauunterlagen allein auf die Baufirma verlassen, die ihnen das Haus verkaufen will. Wie viele Haken und Ösen haben sie dabei wohl übersehen, weil die Baufirma sie nicht näher erläutert hat? Ähnlich irritierend ist mit 13 Prozent die doch recht hohe Zahl derer, die auf fachliche Erläuterung ganz verzichten. Warum die Baubeschreibung so wichtig ist, lesen Sie hier. Der VPB hat dazu sogar einen eigenen Ratgeber veröffentlicht. Den bekommen Sie als PDF gratis hier.


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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
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Chausseestraße 8
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Tel: 030 - 2789010
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www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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