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Ausgabe August 2017


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Baudetails: Geländer müssen Vorschriften entsprechen!

Balkongitter und Treppengeländer im und am Haus können für Kinder gefährlich werden, wenn sie ihren Kopf durch die Geländerstäbe stecken und sich nicht mehr selbst befreien können. Damit das nicht passiert, dürfen Gitterstäbe höchstens zwölf Zentimeter Abstand voneinander haben. Gefährlich sind auch waagerechte Gitterstreben, die Kinder als Klettergerüst benutzen können. Streben sollten deshalb immer senkrecht angeordnet sein. Es hat gute Gründe, warum es für Geländer Vorschriften gibt. Vorsicht ist auch bei Geländern vor Französischen Balkonen geboten. Ihre Befestigung muss sogar statisch berechnet werden, damit niemand beim Anlehnen abstürzt. Heimwerker sollten das bedenken. Bauherren sollten auch bei Fachfirmen kritisch prüfen lassen, ob nach Statik gebaut wird.


 

Bautechnik: Plädoyer für robustere Lüftungsanlagen

Lüftungsanlagen werden immer öfter installiert. Sie sorgen in hochdichten Häusern für regelmäßige Frischluftzufuhr. Allerdings lassen die Anlagen manchmal im Alltag zu wünschen übrig, moniert VPB-Hauptgeschäftsführerin Dipl.-Ing. Corinna Merzyn in einem Dossier für die Plattform EnEV-Online. Das liegt dann oft an fehlender Planung und mangelhaftem Einbau im Schlüsselfertigbereich. Viele Firmen arbeiten mit Subunternehmern, die Zusammenhänge gehen dabei oft verloren. Die moderne Technik krankt auch an ihrer eigenen Komplexität. Sie ist hochentwickelt und dabei wenig fehlertolerant und benutzerfreundlich. "Wir brauchen dringend robustere und einfachere Technik!", fordert Corinna Merzyn. "Zum einen, damit die Baukosten nicht ständig weiter steigen und zum anderen, damit die Anlagen im Betrieb verlässlicher laufen und weniger störanfällig sind." Bauherren und Bewohner müssen in der Lage sein, die Anlagen zu kontrollieren und zu warten. Niemand hat Lust – und es ist ihm auch nicht zuzumuten – bei jeder Kleinigkeit erst eine dicke Gebrauchsanweisung zu studieren, bevor er lüften kann.

 



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Altbau: Häuser mit Schwammbefall sorgfältig untersuchen lassen!

Neue Häuser und Wohnungen in den Städten sind knapp und teuer, deshalb kaufen immer mehr Familien Bestandsbauten im Umland. Die Qualität dieser Altbauten ist sehr unterschiedlich. In manchen alten Häusern nisten unerkannt Holzschädlinge, wie die Sachverständigen des VPB bundesweit beobachten. Ein spezielles Problem sind neben holzzerstörenden Insekten auch holzzerstörende Pilze. "Diese entwickeln sich in fast allen alten Häusern, in denen Feuchtigkeit das Holz über längere Zeit durchnässt hat und werden deshalb auch Nassfäulepilze genannt", konstatiert Dipl.-Ing. Angelika Rösner, Leiterin des VPB-Büros Schwerin. "Wir entdecken Nassfäulepilze auch bei neueren Häusern in Holztafel- oder Ständerbauweise wenn die Bauwerksabdichtung oder die Abdichtung an den Balkoneinbindungen nicht richtig ausgeführt wurden", moniert Dipl.-Ing. (FH) Marc Ellinger, Leiter des VPB-Büros Freiburg-Südbaden ...
 


 

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Neubau: Eigenhilfe kann teuer werden!

Wer selbst beim Bauen Hand anlegt, der kann Geld sparen – oder auch welches zubuttern! Eigenhilfe funktioniert nämlich nur, wenn sie sorgfältig vorbereitet und detailliert in den Bauvertrag hineinverhandelt wird. VPB-Berater Volker Wittmann, Leiter des Büros Regensburg weiß: "Das Problem sind die Schnittstellen, beispielsweise die Außenanlagen." Diese sind in fast keinem Schlüsselfertig-Paket enthalten. Viele Bauherren legen sie in Eigenhilfe an. Dabei übersehen sie, dass Außenanlagen Bauarbeiten sind, nicht nur Hecken pflanzen. Das Haus muss technisch korrekt an die Außenanlagen angeschlossen werden. Die Frage, wie hoch der Garten aufgefüllt wird, spielt dabei die zentrale Rolle. Damit später keine Feuchteschäden auftreten, muss früh festgelegt werden, wo die obere und untere Sockellinie verlaufen sollen und wie hoch die Abdichtung über das spätere Niveau des Gartens hinaus nach oben gezogen werden muss. Klappt das nicht, kann es vor allem bei Holzhäusern zu dramatischen Schäden kommen.


 

Bautechnik: Nach Hochwasser nasse Keller sorgfältig trocknen

Die jüngsten Unwetter stecken vielen noch in den Knochen. Überall in den betroffenen Gebieten wird aufgeräumt und saniert. Steht nach einem Unwetter der Keller unter Wasser, dann sollten Hausbesitzer schnell handeln: Nasse Keller müssen schnell und sorgfältig getrocknet werden, denn nasse Wände und feuchtes Raumklima sind ideale Nährböden für Schimmel. Steht länger Wasser auf dem Kellerboden, kann sich der Schimmel unter Umständen bis unter den Estrich und in der Dämmebene des Bodens ausbreiten. Deshalb muss der von Schimmel befallende Fußboden meist komplett – samt Estrich und Fußbodendämmung – ausgebaut und erneuert werden. Eine Alternative ist das Trocknen des Estrichs und der anschließende Einbau des diffusionsoffenen Estrichfugensystems, um gasförmige und partikelartige Schimmelpilzbestandteile aus dem Unterboden zurückzuhalten. Wenn Sie nach einer Überschwemmung längere Zeit Wasser im Keller stehen hatten, fragen Sie Ihren VPB-Sachverständigen nach den besten Sanierungsmöglichkeiten.


 

Ombudsmann: Streit vermeiden, Streit beilegen!

Ärger mit dem Bauunternehmen? Das geht schnell! Dann ist guter Rat teuer schließlich soll der Bau zügig weitergehen. Private Bauherren können sich in solchen Situationen an verschiedene Experten wenden, zum Beispiel den "Ombudsmann Immobilien IVD/VPB - Grunderwerb und Verwaltung", eine der offiziellen, vom Bundesamt für Justiz anerkannten Verbraucherschlichtungsstellen, den VPB-Bausachverständigen, einen Rechtsanwalt oder Mediator. Je nach Art des Konfliktes ist der eine oder andere der erste Ansprechpartner. Ziel ist es immer, Konflikte früh zu lösen und damit den langwierigen Weg durch Gerichtsinstanzen zu vermeiden.

 

 


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Photovoltaik: Nach zwei Jahren Anlage vom Fachmann untersuchen lassen

Wer auf dem Dach seines Hauses nachträglich eine Photovoltaikanlage installiert hat, hofft auf jahrzehntelangen störungsfreien Betrieb. Wenn aber die Anlage einen Defekt aufweist, ist es nicht leicht zu entscheiden, ob die Verjährung bereits zwei Jahre nach Übergabe beziehungsweise Ablieferung oder Abnahme eintritt oder doch fünf Jahre beträgt. Während der für das Kaufrecht zuständige achte Zivilsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) eher einer zweijährigen Gewährleistung zuneigt (Urteil vom 9. Oktober 2013, Az. VIII ZR 318/12), scheint der für das Werkvertragsrecht zuständige siebte Zivilsenat des BGH den Anwendungsbereich der fünfjährigen Gewährleistungsfrist etwas großzügiger zu handhaben (Urteil vom 2. Juni 2016, Az. VII ZR 348/13). Fazit des VPB: Bis über die Abgrenzungskriterien Klarheit herrscht, sollten private Bauherren zur Sicherheit rechtzeitig vor Ablauf einer möglichen Gewährleistungsfrist von nur zwei Jahren ihre Anlage noch einmal vom Fachmann untersuchen lassen. Weitere interessante Urteile und Erklärungen, was sie für private Bauherren bedeuten, finden Sie im VPB-Rechteck.



 

Blog: Umweltschutz sieht anders aus!

Die Entsorgung von HBCD-haltigen Dämmstoffen, sprich Styropor, hat in den vergangenen Monaten für Aufregung gesorgt: Nur wenige Müllverbrennungsanlagen durften den Dämmstoff noch beseitigen. Entsorgung wurde zum teuren ungelösten Problem. Unter dem allgemeinen Druck hat die Politik Anfang Juli einer neuen Verordnung zugestimmt: Die Dämmstoffe sind nicht länger als gefährlicher Sondermüll eingestuft. Alles beim Alten! Problem also gelöst? Wohl kaum. Auf der Strecke bleiben nämlich wieder einmal die privaten Bauherren, die etwas für den Umweltschutz tun wollen, kritisiert VPB-Hauptgeschäftsführerin Corinna Merzyn in ihrem aktuellen Blog.



 

Smart Home: Holen Sie sich keine Spione ins Haus!

Alexa hört mit? Wollen Sie das wirklich? Alexa, Echo, Dot, Siri sind nur einige von immer mehr Produkten, die in unsere Häuser einziehen möchten. Sie sind über das Internet und unsere digitalen Konten verbunden und bieten auf Zuruf Service an: Sie ziehen unsere Lieblingsmusik und Filme für uns aus dem Netz. Sie liefern Wettervorhersagen, sie steuern als Smartbox Licht und Thermostate, sie fungieren als Wecker. Sie hören uns zu. Aber wie oft und lange eigentlich? Auch, wenn wir sie nicht ansprechen? Man muss nicht an Verfolgungswahn leiden, um sich Sorgen über die Diskretion mancher dieser sprachgesteuerten Servicekräfte zu machen. Überlegen Sie also in Ruhe, ob und wie viel von Ihrer Privatsphäre Sie preisgeben – und für welche Dienste Sie diesen Preis zu zahlen bereit sind. Und bedenken Sie auch: Mit jedem Gerät wird die Haustechnik komplexer und störanfälliger!

 

 


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Gute Architektur: Terrassenhäuser über Luzern

Großartig ist der Ausblick von oben, nicht möglich dagegen der Einblick in diese drei Terrassenhäuser oberhalb von Luzern. Das Hanggrundstück war die letzte bebaubare Parzelle an der Grenze zur landwirtschaftlich genutzten Fläche. Es steigt nach Nordwesten steil an. Die neuen Gebäude sind versetzt übereinander angeordnet. Alle Häuser sind ähnlich konzipiert. Die gesamte Anlage ist in Massivbauweise und weitgehend stützenfrei gebaut, die sichtbaren Bereiche bestehen aus hell eingefärbtem Beton.




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Frage der Woche: Ferienimmobilie ist für viele ein attraktives Investment!

Am 22. Mai, kurz vor Beginn der Sommerferien, wollten wir wissen, ob unsere Internetleser eine Ferienimmobilie besitzen und wie sie sie nutzen. Knapp 60 Prozent bekannten sich zur Ferienimmobilie, rund acht Prozent nutzen sie ausschließlich für die Familie, jeweils 25 Prozent vermieten sie teilweise oder sogar ganz. Das zeigt: In Zeiten extrem niedriger Zinsen ist die Ferienimmobilie offenbar eine geschätzte Wertanlage. Vorausgesetzt natürlich, die Lage stimmt, der technische Zustand ist top und die Verwaltung versteht ihr Handwerk.

Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit!" Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu …


 

 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
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Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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