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Ausgabe vom 15. August 2018


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VPB-Sommerserie: Baufirmen verlangen überhöhte Ersatzleistungen

In vielen Fällen im täglichen Geschäftsverkehr haben Kunden ein Widerrufsrecht. Beim Bauen war das bislang nicht der Fall. Dank der Einführung des neuen Bauvertragsrechts hat sich das geändert. Seit dem 1. Januar 2018 geschlossene Verbraucherbauverträge sind widerrufbar – wenn sie nicht gerade vom Notar beurkundet werden. Zwar weisen nach bisherigen VPB-Erfahrungen viele Firmen in ihren Vertragsmustern korrekt auf die neue Regelung hin, versuchen aber vereinzelt auch, die Folgen des Widerrufs zu unterlaufen. So ist beispielsweise bei der Prüfung von Bauverträgen, die VPB-Sachverständige für Bauherren übernehmen, eine Klausel aufgetaucht, nach der alle Leistungen eines Bauunternehmers, die er bis zum Widerruf erbracht hat, in jedem Fall von den Bauherren bezahlt werden müssten. Das stimmt aber nicht: Bauherren müssen im Falle eines Widerrufs nach dem Gesetz nur Wertersatz leisten, wenn sie eine Leistung vom Bauunternehmer empfangen haben und diese nicht mehr zurückgewähren können. Gedacht ist an bereits Gebautes. Nicht bezahlen müssen sie vorbereitende Tätigkeiten des Unternehmers, die keinen Wertzuwachs bewirkt haben.

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Bauvertragsrecht: Bauzeit wird im Kleingedruckten relativiert

Bauherren müssen wissen, wann ihr neues Haus oder ihre Wohnung fertig wird. Der Einzugstermin ist wichtig für Verbraucher. Deshalb müssen Schlüsselfertiganbieter und Bauträger laut neuem Bauvertragsrecht bereits in der Baubeschreibung einen Fertigstellungstermin nennen. Die meisten Baufirmen nennen dabei keinen konkreten Übergabetermin, sondern legen sich auf eine bestimmte Bauzeit fest. Das ist gesetzlich in Ordnung, weil oft noch behördliche Genehmigungen eingeholt werden müssen, die den Beginn des Baus verzögern können. Nicht in Ordnung sind dagegen alle Versuche, über die AGB die gesetzlichen Vorgaben aufzuweichen und die Frist durch die Hintertür wieder zu verlängern. Viele dieser AGB stoßen bei Fachleuten auf gravierende Bedenken und sind nach VPB-Ansicht auf Dauer nicht zu halten. Private Bauherren haben aber weder Zeit noch Interesse daran, vor Gericht gegen die AGB vorzugehen. Sie brauchen einfach einen verlässlichen Einzugstermin. Wer vor bösen Überraschungen sicher sein will, sollte den Vertrag vor Unterschrift deshalb immer vom unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen.

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Flensburg: VPB eröffnet neues Büro

NewsletterAm 1. August hat der VPB sein neues Regionalbüro in Flensburg eröffnet. Leiter ist Dipl.-Ing. Günter Kampe. Er deckt den steigenden Beratungsbedarf privater Bauherren im äußersten Norden Deutschlands und an der Grenze zu Dänemark. Das neue VPB-Büro ist im Jägerweg 12, 24941 Flensburg zu Hause und telefonisch sowie per Mail zu erreichen unter 0461 – 99 22 99 41 und flensburg@vpb.de. Günter Kampe ist Architekt und Sachverständiger für Schäden an Gebäuden, für Immobilienbewertung sowie für Feuchte- und Schimmelschäden. Er übernimmt sowohl die Beratung vor dem Abschluss eines Bauvertrags als auch die laufende Qualitätskontrolle während der gesamten Bauzeit. Die energetische Sanierung, der bauliche Feuchte- und Wärmeschutz sowie die Beratung beim Kauf und Verkauf von Bestandsimmobilien gehören unter anderem auch zu seinem Portfolio.

Zum VPB-Regionalbüro Flensburg
 

 



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WDR fragt: VPB-Expertin Blömer zu Brandgefahr bei Solarpaneelen

Immer wieder haben Sendeanstalten Fragen zum Bauen. In den vergangenen Tagen ging es angesichts tropischer Temperaturen auch um Hitze, Feuer und um die Brandgefahr bei Solardächern. Dipl.-Ing. Andrea Blömer, Leiterin des VPB-Büros Iserlohn, stand dem WDR Frage und Antwort im Special "Hitze" der Reihe "WDR extra" am 7. August am Abend. Ihr Rat: Module vorsorglich auf Abstand legen! Das fordert der VPB schon seit Jahren. Fazit der Expertin. Solche Dächer sieht sie bislang nicht im Alltag. Bauherren sollten im eigenen Interesse nicht nur an Ausbeute, sondern an die eigene Sicherheit denken!

Hier der Link zum WDR-Beitrag
 

 



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Außenanlagen: Bei der Materialwahl an Umwelt und Sicherheit denken

Sie bauen gerade? Ein paar Details sind aber noch offen? Zum Beispiel, wie die Einfriedung aussehen soll? Welche Art Zaun, Tor, Briefkasten, Wegebelag und Beleuchtung wollen Sie einbauen? Fragen Sie, bevor Sie sich entscheiden, bei Ihrer Baubehörde nach! Eventuell gibt der für Ihr Baugebiet geltende Bebauungsplan hier schon Materialien und Höhen vor. Mitunter existiert für das Baugebiet sogar eine Gestaltungssatzung. An die müssen Sie sich halten. Der Belag für die Zufahrten sollte nach Möglichkeit immer durchlässig sein und Regenwasser versickern lassen. Und denken Sie bei der Auswahl des Belags auch an den Alltag: Auf der Nordseite des Hauses setzen sich Bodenplatten schneller mit Moos zu als auf der sonnigen Südseite. Der Belag wird dann bei Regen schnell zur Rutschbahn. Wählen Sie lieber offenporige, griffige Beläge.


 

Pergola: Anbau muss eventuell genehmigt werden

Sie genießen die letzten Tage im Garten? Wie schön wäre es, jetzt abends unter einer Pergola oder gar unter einem schützenden Glasdach zu sitzen. Dann ließe sich die Terrassensaison noch ein bisschen verlängern. Warum also nicht die Terrasse überdachen? Gute Idee – und sogar für versierte Heimwerker machbar. Einziges Problem: Je nach Bundesland und Bauart benötigen Sie dazu eine Baugenehmigung. Bevor Sie also in den Baumarkt gehen oder eine Überdachung im Internet ordern, klären Sie die rechtlichen Verhältnisse bei Ihnen vor Ort. Ansprechpartner ist das Bau- oder Bauaufsichtsamt der Kommune oder des Kreises. Nutzen Sie die öffentlichen Sprechzeiten dort für Ihre Anfrage und nehmen Sie, sofern Sie schon wissen, was Sie bauen möchten, die Prospekte und Pläne dazu gleich mit.


 

Expertentipp: Elektroarbeiten sind für Heimwerker tabu!

Vieles lässt sich beim Hausbau in Eigenregie erledigen, die Elektroarbeiten aber nicht! Sie gehören in die Hände vom Profi. Was die meisten nämlich nicht wissen: Bis auf Instandhaltungsarbeiten an Anlagenteilen, die im Haus hinter dem Zähler liegen, dürfen nicht einmal alle Elektroprofis in Deutschland elektrische Anlagen einbauen, umbauen oder reparieren, wenn diese Anlagen ans öffentliche Stromnetz angeschlossen sind. Das dürfen nur Firmen, die beim Versorgungsunternehmen gelistet sind. Und da alle privaten Ein- und Zweifamilienhäuser ans öffentliche Stromnetz angeschlossen sind, ja sogar in der Regel sein müssen, sind die Elektroarbeiten praktisch überall für Laien tabu. Sicherheitshalber sollten Bauherren lieber gleich gelistete Betriebe beauftragen. Wenn sie dann noch rechtzeitig eine sorgfältige Elektroplanung machen, können die Profis ohne Zeitverzögerung und häufiges Nachfragen zügig durcharbeiten.

 

 

Tag des Denkmals: Anregungen für Käufer und Besitzer

NewsletterDie Deutsche Stiftung Denkmalschutz bereitet bundesweit den Tag des offenen Denkmals am 9. September vor. Das Motto lautet 2018: "Entdecken, was uns verbindet". Der Tag des offenen Denkmals bietet Denkmalbesitzern und allen, die erwägen, ein Baudenkmal zu kaufen und (steuervergünstigt) zu sanieren, jede Menge Anregungen.

Das Programm für den 9.9.2018 ist bereits online. Stellen Sie jetzt schon Ihren individuellen Besuch in den offenen Denkmälern zusammen. Dazu gibt es natürlich auch eine kostenlose App.

Für alle, die sich für die Sanierung eines Baudenkmals und die damit verbundenen Steuervorteile interessieren, haben wir den VPB-Ratgebner "Wohnen im Baudenkmal" zusammengestellt.

Sie können ihn hier kostenlos herunterladen.


 

 

 

WEG: Erst beraten lassen, dann Angebote einholen

Eigentümergemeinschaften müssen viele Aufgaben gemeinsam lösen, sei es die Verwaltung ihrer Immobilie, die Instandhaltung oder die energetische Sanierung. Gerade wenn es um die Sanierung geht, kommt es schnell zum Streit zwischen sparsamen Bewahrern und überzeugten Modernisierern. Je mehr Miteigentümer dann losziehen und Angebote einholen, Firmen um Vorschläge bitten und technische Fachartikel verteilen, umso verwirrender wird das Ganze - und endet oft im Nirwana. Dabei ist energetische Sanierung unter Klimaschutzgesichtspunkten immer und unter wirtschaftlichen Aspekten sehr oft sinnvoll. Im Idealfall lässt die Gemeinschaft einen individuellen Sanierungsfahrplan aufstellen, den sie nach und nach in finanziell passenden Etappen umsetzt. Der VPB unterstützt nicht nur Bauherren und Käufer von Eigentumswohnungen, sondern auch Eigentümergemeinschaften, die sich zunächst firmen- und produktneutral über die Bandbreite der Möglichkeiten informieren wollen, bevor sie Angebote einholen und Firmen mit der Umsetzung beauftragen.


 

Grundstückskauf: Auch auf Grunddienstbarkeiten achten

Eine schöne Lage und ein angemessener Preis sind nicht die einzigen Kriterien für die Beurteilung eines Grundstücks. Der Stand der Erschließung, behördliche Auflagen, eventuelle Wegerechte, mögliche Baulasten oder Grunddienstbarkeiten und vieles mehr müssen vor dem Kaufabschluss bedacht und sorgfältig geprüft werden. Sonst entpuppt sich das Traumgrundstück zum Schluss vielleicht als Albtraum. So können zum Beispiel Wasser- und Abwasserleitungen, die über ein Grundstück führen, um ein anderes zu versorgen, einen Mangel darstellen. Wer ein Grundstück kauft, sollte sich deshalb immer vorab informieren, was unter der Erde liegt und was im Grundbuch steht.



 

Einstiegspaket: 70plus Barrierearm

Ist Ihr Haus eigentlich altersgerecht? Können Sie auf Dauer in Ihren vier Wänden leben? Spätestens, wenn die Immobilie zum Renteneintritt noch einmal auf Vordermann gebracht werden soll, erwägen viele den Abbau von Barrieren. Aber wie fangen Sie das am besten an? Für alle, die sich vorbeugend schon einmal mit dem Thema altersgerecht (um-)bauen beschäftigen möchten, gibt es das VPB-„Einstiegspaket 70plus Barrierearm“. Gleich, ob Sie schon im Haus wohnen oder erst einen Alterssitz kaufen möchten, wenn Sie sich erst einmal informieren möchten, bevor Sie umfangreichere Leistungen beauftragen, dann ist das Paket 70plus Barrierearm das Richtige für Sie.

 

 

Lesestoff: VPB-Leitfaden zum barrierearmen Bauen

NewsletterWer barrierearm lebt, der hat es leichter, gleich ob jung oder alt. Der VPB-Leitfaden „Vorbauen und Umbauen: barrierearm und altersgerecht" richtet sich an alle Bauherren und Hausbesitzer: an junge Familien, die ihr neues Haus von Anfang an fürs Alters konzipieren, damit sie dort lange leben können. An Senioren, die im Alter noch einmal neu bauen möchten oder eine zu ihren gesundheitlichen Bedürfnissen passende Seniorenwohnung suchen. An Hausbesitzer, die weiterhin selbstbestimmt zu Hause wohnen und ihre eigene Immobilie dazu barrierearm umbauen möchten. Der VPB-Leitfaden "Vorbauen und Umbauen: barrierearm und altersgerecht" listet systematisch alle Hausbereiche auf. Er zeigt, wo Barrieren das Leben erschweren, und wie sie vermieden werden können. Das beginnt beim Wohnumfeld und Garten und zieht sich durch sämtliche Räume des Hauses. Zu jedem Kapitel des 66-seitigen Leitfadens gehört eine umfangreiche Checkliste. Über Links und QR-Codes wird der Leser außerdem zu weiteren hilfreichen VPB-Ratgebern geleitet. Der Leitfaden ist im VPB-Shop erhältlich.

Zum VPB-Leitfaden zum barrierearmen Bauen

 




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Gute Architektur: Villa über Graz

Wer Platz hat und am Hang bauen darf, genießt fast unbegrenzte Möglichkeiten, Architektur und Landschaft spannungsreich zu verbinden. So wie bei dieser Villa mit Pool und Panorama über Graz. Das Grundstück, ein steiler Hang, bietet einen grandiosen Ausblick über die Stadt. Dieses Panorama hat den Entwurf maßgeblich bestimmt. Außerdem sollte eine direkte Verbindung zwischen den Wohnräumen und dem Garten hergestellt werden.

Weiter unter "Gute Architektur".


 

 

Zu guter Letzt: Nichts Neues beim Baukindergeld

Das Baukindergeld kann noch nicht beantragt werden. Das Gesetz dazu fehlt noch. Bereits bekannt sind folgende Details: Das Baukindergeld dient der Eigentumsbildung von Familien. Es soll pro Kind 1.200 Euro betragen und über jeweils zehn Jahre bezahlt werden. Die Einkommensgrenze liegt bei einem zu versteuernden Haushaltseinkommen von 75.000 Euro und erhöht sich pro Kind um weitere 15.000 Euro. Voraussichtlich soll das Baukindergeld über die KfW abgewickelt werden. Wir halten Sie auf dem Laufenden.


 

 

Frage der Woche: Welche Einfriedung haben Sie?

Am 11. Juni fragten wir unsere Internetleserinnen und -leser nach der Art der Einfriedung, die sie für ihr Haus gewählt haben. Erfreulich: Die weitaus meisten entschieden sich für eine Hecke und geben damit Vögeln und Insekten Lebensraum. Holz- und Metallzäune liegen mit jeweils 15 Prozent gleichauf. Der früher weit verbreitete Maschendrahtzaun verliert zunehmend Freunde. Zehn Prozent verzichten ganz auf einen Einfriedung. Ob das auf eine besonders angenehme Nachbarschaft oder bauliche Vorschriften zurückzuführen ist, haben wir nicht erfragt. Denken Sie bei der Wahl Ihrer Einfriedung auch an den Bebauungsplan und die Landesbauordnung. Sie schreiben bestimmte Arten der Einfriedung vor. Besser also vorher fragen, als nachher Ärger mit dem Nachbarn oder der Behörde riskieren!

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Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit! Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...


 

VPB-Mitglieder haben auch neben der baubegleitenden Qualitätskontrolle durch Experten viele Vorteile ...

Zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern speziell auf das private Bauvorhaben zugeschnittene Bauherren-Versicherungen an.



 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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