VPB

Newsletter

Ausgabe vom 15. November 2019


Newsletter

Hausrecht: Bauherren sollten sich Zugang nicht verwehren lassen

Schlüsselfertigfirmen müssen während der Bauzeit Zutritt zum Grundstück der Bauherren haben, damit sie dort arbeiten und ihre vertraglichen Verpflichtungen gegenüber ihren Auftraggebern, den Bauherren, erfüllen können. Der Bauunternehmer hat außerdem ein Interesse daran, seine Leistung vor Vandalismus, Diebstahl und anderen Gefahren zu schützen. Dazu braucht er ein eingeschränktes Hausrecht. In jüngster Zeit schießen einige Baufirmen dabei über das Ziel hinaus: Sie hindern nicht nur ungebetene Gäste am Betreten der Baustelle, sondern auch die Bauherren selbst. Diese haben so keine Chance, auf ihrer eigenen Baustelle nach dem Rechten zu sehen. Bauherren sollten das keinesfalls hinnehmen.

Lesen Sie hier, wie Sie Herr der Lage bleiben.



 

Grundsteuer: Reform beschlossen

Am 8. November 2019 hat der Bundesrat der Grundsteuerreform zugestimmt. Damit kann das Gesetzespaket in Kraft treten. Ab 2025 erheben die Bundesländer die Grundsteuer nach neuen Regeln. Die Reform bezieht sich auf die Bewertung der Grundstücke. 2018 hatte das Bundesverfassungsgericht die bisherigen Einheitswerte als verfassungswidrig beurteilt. Nach dem neuen Gesetz soll nun der tatsächliche Wert eines Grundstücks Bemessungsgrundlage werden. Bei unbebauten Grundstücken wird der Wert vom unabhängigen Gutachterausschuss ermittelt, bei bebauten Grundstücken werden Erträge wie Mieteinnahmen zur Berechnung hinzugezogen. Für Ein- und Zweifamilienhäuser, die selbst bewohnt oder vermietet werden, wird eine vorgegebene durchschnittliche Nettokaltmiete angenommen, abhängig von der Lage des Grundstücks. Außerdem eröffnet das Grundsteuergesetz Kommunen die Möglichkeit, die Besitzer baureifer Grundstücke durch höhere Steuersätze zum Bauen zu bewegen. Damit sollen Grundstücksreserven mobilisiert werden. Was im Einzelnen kommt und welche Bundesländer andere Wege gehen, steht noch nicht fest. Sicher ist dagegen: Die Grundsteuer bleibt ein Posten bei den regelmäßigen Nebenkosten; je größer das Grundstück, umso höher die Steuer und – die Bebauung unbebauter Grundstücke kann sich bald lohnen.
 




Newsletter

Altbausanierung: Steuerliche Förderung ab 2020 vorgesehen

Was schon lange im Gespräch ist, wird möglicherweise noch in diesem Jahr beschlossen: Steuerpflichtige sollen die Kosten der energetischen Sanierung ihres selbstgenutzten Wohneigentums über drei Jahr zu 20 Prozent absetzen können; in den ersten beiden Jahren maximal 14.000 Euro, im letzten maximal 12.000 Euro. Bei optimaler Ausnutzung sind insgesamt also 40.000 Euro möglich. Der Steuerbonus ist ab 2020 geplant. Abzugsfähig werden voraussichtlich die Wärmedämmung von Wänden, Decken, Dachflächen, Fenstern und Außentüren, ferner der Einbau einer Lüftungsanlage, die Erneuerung der Heizungsanlage sowie die Optimierung von älteren Heizungen und der Einbau digitaler Systeme zur energetischen Verbrauchsoptimierung. Der VPB begrüßt diese Maßnahmen, weißt aber daraufhin, dass bei einer energetischen Sanierung stets das Gesamtgebäude betrachtet werden muss. Wer sich ungeprüft Einzelmaßnahmen von Firmenvertretern andrehen lässt, muss im schlimmsten Fall mit bauphysikalischen Schäden rechnen. Besser ist es, zunächst einen individuellen Sanierungsfahrplan aufstellen und später die Ausführung der Arbeiten vom unabhängigen Experten begleiten zu lassen.



 

Bauvertragsrecht: Firmen unterlaufen Verbraucherrechte

Wer ein schlüsselfertiges Haus bauen möchte, muss wissen, was die Baufirma im Einzelnen bietet und wie viel die angebotenen Leistungen kosten. Das steht in der Baubeschreibung. Früher waren diese eher vage. Seit Inkrafttreten des neuen Bauvertragsrechts Anfang 2018 fordert der Gesetzgeber hier erheblich mehr Transparenz. Schlüsselfertiganbieter müssen den angehenden Bauherren jetzt schon vor Vertragsabschluss sehr konkrete Baubeschreibungen zur Verfügung stellen. In der Praxis versuchen aber Firmen immer wieder, das neue Verbraucherschutzrecht zu untergraben. Das stellen die VPB-Sachverständigen fest, wenn sie Verträge für private Bauherren vor Vertragsabschluss bautechnisch prüfen. Dabei sind sie auf folgende problematische Klausel gestoßen: "Vorvertraglich übergebene Baubeschreibungen werden nicht Vertragsinhalt." VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag sieht darin den "gezielten Versuch, das Recht der Bauherren auszuhebeln und den Schutzzweck der entsprechenden BGB-Norm § 650k Abs. 1 zu unterlaufen". Umso wichtiger also für Bauherren, den Entwurf des Bauvertrags vor Unterschrift von ihrem VPB-Berater prüfen zu lassen. Dabei fallen dann solche Tricks noch rechtzeitig auf. Hier mehr dazu ...



 

KfW: Anträge für Baukindergeld sorgfältig vorbereiten

Insgesamt 123.754 Anträge auf Baukindergeld waren bis Ende Juli bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) eingegangen. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (19/13239) auf eine Kleine Anfrage (19/12843) der FDP-Fraktion hervor. Das Baukindergeld gilt als Erfolg. Allerdings gibt es auch eine Ablehnungsquote von drei Prozent. Sie geht vor allem auf widersprüchliche Angaben zurück, so die Bundesregierung. Die Ablehnungen erfolgten, weil die eingereichten Dokumente nicht mit den zuvor bei Antragstellung im Zuschussportal durch den Antragsteller erfassten und bestätigten Angaben übereinstimmten und somit die Förderungsbedingungen gemäß Merkblatt nicht eingehalten wurden. Bereiten Sie also Ihre Anträge sorgfältig vor, damit Sie Ihren Zuschuss problemlos bekommen. Lesen Sie alles Wichtige zum Baukindergeld in unseren FAQs und bei der KfW, wo Sie das Baukindergeld auch beantragen müssen.





Newsletter

Winterbaustelle: Auch Temperaturen im Bautagebuch notieren

Bauarbeiten, die um den Gefrierpunkt herum erledigt werden, sind immer problematisch. Die meisten Baustoffe dürfen nämlich nur bis zu bestimmten Temperaturen eingesetzt werden, darunter nicht mehr. Das klappt nicht auf allen Baustellen. Die Sachverständigen des VPB beobachten bei ihren Baukontrollen häufig frostbedingte Schäden, weil Putze und Estriche falsch verarbeitet wurden und nicht ausreichend Zeit zum Aushärten hatten. Zu den typischen Mängeln gehören Risse, unzureichende Erhärtung und Festigkeit, fehlende Untergrundhaftung, Hohlstellenbildung. Maßgeblich für die Verarbeitungstemperatur sind nicht nur die Lufttemperatur rings ums Gewerk, sondern auch die Außentemperatur und die Bauteiltemperatur. Das ist eine komplexe Mischung, die die Bauarbeiter im Blick behalten müssen. Bauherren, die ihren Hausbau in einem Bautagebuch dokumentieren, sollten gerade in der Übergangszeit stets auch die Außenluft- und die Raumlufttemperaturen sowie die relative Luftfeuchte innen mit dokumentieren. Preiswerte Datenlogger, einer innen, einer außen, sammeln die nötigen Kenngrößen und erlauben im Ernstfall, die Ursache für etwaige Mängel zu rekonstruieren. Hat die Firma die Baustoffe nämlich falsch eingesetzt, muss sie die Schäden auch in Ordnung bringen.

Lesen Sie mehr dazu ...



 

Expertentipp: Hohe Heizkosten können Mangel sein

Jetzt im Winter merken manche Hauseigentümer: Es wird nicht richtig warm im neuen Haus! Das kann viele Ursachen haben: fehlerhaft ausgeführte Dämmung, eine falsch dimensionierte Wärmepumpe oder auch falsch berechnete und dimensionierte Fußbodenheizungen. Oft zeigt sich erst im Laufe der Zeit, wenn der Energieverbrauch der neuen Immobilie über den Erwartungen liegt. Frischgebackene Hauseigentümer sollten solche Beobachtungen nicht ignorieren, sondern einen unabhängigen Bausachverständigen zu Rate ziehen. Eine schlechte Energiebilanz kann das Ergebnis mangelhafter Bauausführung sein. Solche Mängel müssen rechtzeitig vor Ablauf der Gewährleistungsfrist von fünf Jahren erkannt und bei der zuständigen Baufirma gerügt werden. Die Baufirma ist für die Beseitigung der Mängel verantwortlich. Versäumen Bauherren die Frist, bleiben sie in der Regel auf den Schäden sitzen und müssen sie auf eigene Kosten beheben.
 




Newsletter

Eigentumswohnung: Lohnt sich der Kauf der eigenen Mietwohnung?

Bietet die Wohnungsbaugesellschaft ihren Mietern die eigenen Wohnungen zum Kauf an, klingt das erst einmal vernünftig: Eigentum bilden, statt Miete bezahlen, im Alter ein sicheres Heim besitzen und nicht mal umziehen müssen. Allerdings hat der Kauf der eigenen Mietwohnung auch Haken und Ösen, die sollten Kaufinteressenten kennen. Was passiert zum Beispiel, wenn nur wenige das Angebot annehmen und die meisten Wohnungen im Besitz der Gesellschaft bleiben? Sie ist dann ein starker Mehrheitseigner und dominiert die neuen Miteigentümer. Und wie steht es beispielswiese um das Vermögen der neuen Gemeinschaft? Welche Sanierungsmaßnahmen stehen demnächst an, die die Käufer natürlich mitfinanzieren müssen?

Erfahren Sie mehr dazu im VPB-Ratgeber "Vom Mieter zum Eigentümer".



 

Lesestoff: Leitfaden zur Sanierung eines Siedlungshauses aus der Zeit nach 1900

NewsletterNeubauten sind teuer, viele Menschen schauen sich deshalb auf dem Immobilienmarkt nach Altbauten um. Siedlungshäuser sind solide gebaut, von der Größe her ideal für Familien, und sie stehen in der Regel zentral und auf großen Grundstücken. Allerdings lassen Haustechnik und Wärmedämmung oft zu wünschen übrig. Viele der Häuser aus der Zeit zwischen 1900 und dem Ersten Weltkrieg müssen grundlegend modernisiert werden.

Um Hausbesitzern und Immobilienkäufern die Modernisierung zu erleichtern, hat der VPB den "Leitfaden zur Sanierung eines Siedlungshauses aus der Zeit nach 1900" herausgegeben. Die 18-seitige Broschüre erläutert die Besonderheiten der Architektur zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit ihren Problemen und typischen Bauschäden. Der Leitfaden kostet 5 Euro (2,50 Euro für VPB-Mitglieder) zuzüglich Versandkosten.

Ordern Sie hier ...
 

 



Newsletter

Architektur-Reisetipp: Was Fuchs, Hase und Bauhaus gemeinsam haben

Wer jetzt im Herbst noch wandern möchte und vielleicht den Thüringer Wald als Ziel im Auge hat, kann Natur- mit Kulturgenuss in Einklang bringen. Lohnendes Ziel für Bauhaus-Freunde ist das "Bauhaus-Hotel - Haus des Volkes" in Probstzella. Geplant hat es der am Bauhaus tätige Architekt Alfred Arndt zwischen 1925 und 1927 für seinen Auftraggeber Franz Itting, einen Industriepionier und engagierten Sozialdemokraten. Itting brachte Elektrizität in die entlegenen Täler rings um Probstzella und baute mit dem "Haus des Volkes" einen kulturellen Treffpunkt mitten im Thüringer Wald – wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Heute kann sich jeder im Bauhaus-Hotel einmieten oder essen. Die Zimmer sind mit originalgetreu nachgebauten Möbeln eingerichtet, ebenso die Aufenthaltsräume und das Restaurant. Feine Sache: Auf Wunsch führt der Patron persönlich durchs Haus und das dazugehörige Museum.

https://de.wikipedia.org/wiki/Haus_des_Volkes_(Probstzella)



 

Einstiegspaket: Vorbereitung der Abnahme

Ihre Immobilie ist schon im Bau und nun steht die Abnahme bevor? Sie möchten ja Weihnachten möglichst schon im eigenen Haus wohnen. Bevor Sie allerdings das nach der Unterzeichnung des Bauvertrags wichtigste Rechtsgeschäft Ihrer ganzen Bauherrenzeit angehen, wollen Sie genauer wissen, was da auf Sie zukommt und wie Sie sich vorbereiten müssen? Buchen Sie dazu das VPB-Einstiegspaket "Vorbereitung der Abnahme". Alles Nähere erfahren Sie hier ....

Dieses, wie auch alle anderen Einstiegspakete, können Sie selbstverständlich auch verschenken – beispielsweise jetzt zu Weihnachten an Freunde, Geschwister, Kinder oder Eltern. Hier finden Sie sicher das passende Paket.
 



 
Newsletter

Gute Architektur: Wohnhaus am See

Seegrundstücke sind selten und etwas ganz besonderes. Deshalb suchten sich die Bauherren ihre Planer auch mit Bedacht aus. Gemeinsam planten und bauten sie ein großes und modernes Haus am See, das gleichzeitig der Tradition der Gegend verpflichtet ist. Der Bau wirkt mit seiner Holzverkleidung zunächst unspektakulär, ist aber technisch anspruchsvoll, wie allein schon das breite, stützenfreie Panoramafenster zeigt.

Lesen Sie hier mehr.



 

Frage der Woche: Welche Art Außenbeleuchtung haben Sie?

Seit der Umstellung der Uhr auf Winterzeit, sind wir viel im Dunkeln unterwegs. Wer abends zu normalen Zeiten nach Hause kommt, braucht schon Licht. Da wird die Außenbeleuchtung am Haus zum Thema. Wie halten Sie es damit? Das wollten wir am 7. Oktober 2019 von unseren Internetlesern wissen. Damals bekannten sich noch 17 Prozent zur lichtfreien Zone. Wahrscheinlich haben sich einige das inzwischen überlegt und nachgerüstet. Licht bringt Sicherheit rund ums Haus! Es schützt vor Stolperschwellen und Einbrechern, es erleichtert Ihnen das Heimkommen, die Begrüßung Ihrer Gäste – und die Rettungsdienste finden Ihr Haus auch schneller, wenn es wirklich mal drauf ankommt!

Newsletter

Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit! Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...


 

VPB-Mitglieder haben neben der Bauvertrags- und der baubegleitenden Qualitätskontrolle durch Experten viele weitere Vorteile ...

Zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern die Beurteilung der statischen Berechnungen fürs geplante Eigenheim an.



 

Follow us!

Täglich neue Tipps rund ums Bauen, Kaufen, Modernisieren auf Facebook und Twitter. Folgen Sie uns doch ...

facebook Twitter


Weitere Infos und tagesaktuelle Berichte vom VPB gibt es auch als rss-Feed
https://www.vpb.de/vpb-rss-feed.html




 

Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

Wenn Sie Probleme bei der Darstellung dieses Newsletters haben, klicken Sie bitte auf den folgenden Link um zur Webversion zu gelangen:
Webversion


Sie erhalten diese E-Mail, weil Sie sich unter www.vpb.de zu unserem VPB-Newsletter angemeldet haben. Der Versand erfolgt entsprechend unserer Datenschutzerklärung. Wenn Sie den Newsletter künftig nicht mehr erhalten möchten, können Sie ihn jederzeit abbestellen indem Sie hier (bzw. auf den Link unterhalb des Textes) klicken. Auch können Sie uns dies per E-Mail an info@vpb.de oder an die in unserem Impressum angegebenen Kontaktdaten mitteilen.
Newsletter abbestellen