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Ausgabe November 2015


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Neubau: Absturzgefahr an Französischen Balkonen

Französische Balkone sind beliebt. Vor allem im Einfamilienhaus setzen sich die bodentiefen Fenster mit dem direkt davor montierten Gitter immer öfter durch, denn sie bringen viel Licht ins Haus und sind preiswerter als Balkone. Viel zu wenig achten allerdings Handwerker und Bauherren auf die sichere Verankerung der Fenstergitter: Diese Gitter sind statisch tragende Teile, ihre Verankerung muss vom Statiker berechnet werden. Das wird aber oft gar nicht gemacht. Stattdessen dübeln und schrauben die Schlosser die Gitter nach Gutdünken an die Fassade. Das ist grober Leichtsinn, denn die Handwerker haften bei einem Unfall. Auch Bauherren müssen sich um diese Details kümmern, schließlich schützen nur sicher verankerte Gitter sie vor dem Absturz.

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Bauvertrag: Vorsicht, Reihenhausklausel!

Alle Häuser verkauft, mit dem Bauen kann’s sofort losgehen. Achtung: Gerade beim Verkauf von Reihenhäusern wird den Interessenten immer wieder - und teils wahrheitswidrig - versichert, sämtliche anderen Objekte seien bereits verkauft. So bauen die Verkäufer Druck auf und drängen den angehenden Bauherrn zur schnellen Kaufentscheidung. Bauherren sollten sich aber nicht drängen lassen, sondern immer prüfen, wie viele Häuser tatsächlich schon verkauft sind. Wichtig ist das vor allem, wenn im Kaufvertrag die Klausel enthalten ist, dass mit dem Bau der Häuser erst begonnen werde, wenn sämtliche Reihenhäuser verkauft seien. Unterschreiben die Bauherren diesen Vertrag und sind erst ein paar Häuser verkauft, dann kann es unter Umständen noch sehr lange dauern, bis mit dem Bau begonnen wird. Wartezeiten aber kosten Bauherren bares Geld.



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Eigentumswohnung: Bau und Abnahmen ziehen sich oft über Jahre

Eigentumswohnungen sind im Augenblick beliebter als Einfamilienhäuser, vor allem in den Städten. Dabei ist der Eigentumswohnungsmarkt ein reiner Anbietermarkt. Die Bauträger diktieren als Grundstückseigentümer die Bedingungen. Ein großes Ärgernis sind die Fertigstellungstermine; aktuell werden Wohnungen vermarktet, die erst Ende 2017 fertiggestellt werden sollen. Außerdem werden die Anlagen immer größer. Mehrere hundert Einheiten entstehen oft in einem Projekt. Dazu gehören auch Tiefgaragen, Gartenanlagen, Stellplätze und Haustechnik sowie zunehmend auch gemeinsam genutzte Blockheizkraftwerke. Alle Bauteile müssen irgendwann abgenommen werden. Weil die Abnahmen sich über Jahre hinziehen können, vergessen viele Käufer die Termine - und bleiben entsprechend als Gemeinschaft auf den Schäden sitzen. ...

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Service: VPB-Leitfäden jetzt auch digital

Seit dieser Woche gibt es die VPB-Leitfäden auch als E-Book. Wer zum Lesen lieber Tablet, Handy oder E-Reader verwendet, der kann die VPB-Leitfäden (und Ratgeber sowieso) jetzt direkt mit auf die Baustelle nehmen. Das E-Book-Angebot finden Sie hier:

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Vermieter: Altmieter können Energieausweis nicht nachfordern!

Wer eine Wohnung oder ein Haus vermietet, der muss seinem Mieter einen Energieausweis vorlegen können, und zwar unaufgefordert und bereits bei der Anbahnung des Mietverhältnisses. Wohnt der Mieter dagegen schon viele Jahre im Haus, kann er den Energieausweis nicht nachfordern. Vermieter, die schon vermietet hatten, bevor der Ausweis zur Pflicht wurde, brauchen keinen Energieausweis. Die Ausweispflicht für Bestandsgebäude trat gestaffelt in Kraft: Seit 1.10.2007 gilt die Ausweispflicht, wenn bereits nach früheren Vorschriften ein Energieausweis ausgestellt wurde. Seit 1.7.2008 besteht Ausweispflicht für Wohngebäude, die bis 1965 fertig gestellt wurden. Und seit 1.1.2009 gilt die Ausweispflicht für Wohngebäude, die ab 1966 fertig gestellt wurden.

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Baurecht: Wohnungskäufer sollten auf Bindefristen im Vertrag achten!

Altbauten werden oft von Bauträgern saniert, in Wohnungen aufgeteilt und veräußert. Das ist ein lukratives Geschäft für die Investoren. Zum Kauf der Wohnung müssen die Käufer einen entsprechenden Kaufvertrag beim Notar abschließen. Diesen Vertrag sollten sie vor der Unterzeichnung prüfen lassen, denn Bauträger vereinbaren oft eine Zustimmungsfrist, innerhalb derer sie den Vertrag annehmen oder ablehnen können. Die Firmen sichern sich so zunächst einen Kaufinteressenten, suchen aber parallel noch nach solventeren Käufern. Wer am meisten bietet, der bekommt zum Schluss den Zuschlag des Bauträgers. Der andere geht leer aus, hat aber viel Ärger, weil er vielleicht schon die Mietwohnung gekündigt und die Finanzierung angeschoben hat. Lange Bindefristen sind nicht im Interesse der Käufer. Mehr als drei Monate sind jedenfalls zu viel, kritisch wird es allerdings schon ab sechs bis acht Wochen. Ist gar nichts geregelt, sollte die Vertragsannahme des Bauträgers vier Wochen seit Angebotsabgabe nicht überschreiten. Das sieht auch der Bundesgerichtshof so (Urteile vom 27.09.2013 - Az.: V ZR 52/12 und 17.01.2014 - Az.: V ZR 5/12). Der VPB rät: Den Kaufvertrag vor der Unterzeichnung vom unabhängigen Experten prüfen lassen, damit solche Fristen nicht unbemerkt bleiben.



Expertentipp: Bauherren müssen schon vor dem Einzug Schnee räumen

Wenn es schneit oder eisiger Regen auf dem Trottoir zu gefährlicher Nässe gefriert, dann sind Hauseigentümer in der Pflicht - der sogenannten Verkehrssicherungspflicht. Sie müssen räumen und streuen auf allen begehbaren Wegen und Flächen ihrer Grundstücke, in den Hauseingängen, den Garagenhöfen und rings um die Mülltonnenstandplätze. Zusätzlich übertragen die meisten Kommunen noch die Sicherungspflichten für Bürgersteige und öffentliche Wege auf die Anlieger. Die Grundstückseigentümer dürfen die Aufgabe zwar delegieren, etwa an einen professionellen Winterdienst, müssen aber regelmäßig prüfen, ob der Dienstleister die Aufgaben auch erledigt. Übrigens: Auch Bauherren, deren Haus noch gar nicht fertig ist, stehen in der Pflicht: Sobald ihnen das Grundstück gehört, haben sie die Verkehrssicherungspflicht. Wer nicht vor Ort wohnt, der muss sich also einen verlässlichen Dienst suchen.



Bautechnik: Elektroarbeiten sind für Heimwerker tabu!

Nicht am falschen Ende sparen sollten Heimwerker und Bastler. Vieles lässt sich beim Hausbau zwar in Eigenregie erledigen, die Elektroarbeiten aber nicht! Sie gehören in die Hände vom Profi. Viele Heimwerker trauen sich den Einbau oder den Austausch von Steckern und Schaltern ohne weiteres zu. Weil es die Teile in jedem Baumarkt gibt, denken sie sich nichts dabei. Was die meisten nicht wissen: Heimwerker dürfen in Deutschland keine elektrischen Anlagen einbauen, umbauen oder reparieren, wenn diese Anlagen ans öffentliche Stromnetz angeschlossen sind. Und da alle privaten Ein- und Zweifamilienhäuser ans öffentliche Stromnetz angeschlossen sind, ja sogar in der Regel sein müssen, sind die Elektroarbeiten praktisch überall für Laien tabu. Sparen können Bauherren trotzdem, indem sie rechtzeitig die Elektroplanung machen. Wenn der Profi weiß, wo welche Anschlüsse hinkommen, kann er ohne Zeitverzögerung und häufiges Nachfragen zügig arbeiten.



Lesestoff: Neuer VPB-Leitfaden "Die Eigentumswohnung - Suche-Kauf-Verkauf"

NewsletterEigentumswohnungen gehen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Vor allem in den Großstädten stehen die Menschen Schlange für ein Eigenheim auf der Etage. Um in den Besitz einer der begehrten Immobilien zu kommen, akzeptieren Käufer Verträge, die sie benachteiligen und deren Konsequenzen sie oft nicht absehen können. Angesichts der schieren Größe mancher Wohnungsanlagen verzichten viele Käufer auf die laufende Baukontrolle. Das ist ein Fehler: Warum sonst streiten so viele Eigentümergemeinschaften noch Jahre nach dem Einzug vor Gericht mit dem Bauträger um kleine und große Mängel? Der neue VPB-Leitfaden erklärt alles, was wichtig ist rund um die ETW: vom Neubau über die Sanierung, vom Kauf zum Verkauf, von der Seniorenwohnung bis zur Bauherrengemeinschaft. Der Leitfaden kostet fünf Euro (drei für Mitglieder) plus zwei Euro Versand. Wer möchte, kann ihn auch als E-Book kaufen.

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Gute Architektur: Wohnen auf Eck

Architekten provozieren auch gerne einmal… und so steht dieses Haus in Metzingen im krassen Kontrast zu den eher beschaulichen alten Fachwerkhäusern der Nachbarschaft. Aber es erfüllt alle Auflagen, die den Planern von Amts wegen gemacht wurden. Und es erlaubt neugierigen Passanten groß- und freizügig Einblick in eine ungewöhnliche Architektur.

» Sehen Sie hier ein Beispiel guter Architektur



Neues VPB-Einstiegspaket: "ETW"

Sie möchten eine Eigentumswohnung kaufen und möchten sich informieren, was Sie dabei alles beachten müssen? Sie sind Hausverwalter oder Beirat bei einer WEG und müssen sich einen ersten Überblick über mögliche Sanierungsmaßnahmen verschaffen? Bei all diesen Fragen hilft Ihnen das "VPB-Einstiegspaket ETW". Es ist übrigens auch ein tolles Weihnachtsgeschenk für Freunde oder Angehörige, die sich mit dem Kauf einer ETW beschäftigen.

» Mehr zum VPB-Einstiegspaket ETW



 

Frage der Woche:

Langsam spricht es sich herum: Wer bauen möchte, der braucht gleich zu Anfang ein Baugrundgutachten. Nur wer den Baugrund kennt, weiß, wie er Keller oder Bodenplatten konstruieren und planen muss. Je nach Konstruktion variieren die Kosten erheblich. Knapp die Hälfte der Bauherren, die unsere Frage am 5. Oktober beantwortet haben, hatten ein Baugrundgutachten machen lassen - und waren im Nachhinein froh drüber! Gut 42 Prozent hatten auf das Gutachten verzichtet - und es bitter bereut. Zehn Prozent hatten Glück, bei ihnen gab es keine Probleme mit dem Baugrund.

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Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit! Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
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Fax: 030 - 27890111
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Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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