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Ausgabe vom 24. April 2019



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Baupraxis: Offene Stoßfugen im Mauerwerk sind technische Fehler

Das Bauen hat sich verändert. Wurden beim Mauern früher Steine vermörtelt, werden sie heute nur noch in der Lagerfuge verklebt. Und das nicht unbedingt fachkundig, wie die VPB-Sachverständigen bei vielen Baustellenkontrollen feststellen. Fachliche Fehler beim Mauerwerk sieht Dipl.-Ing. Johannes Deeters auf rund 70 Prozent aller Ein- und Mehrfamilienhausbaustellen, die der Leiter des VPB-Büros Emsland im Auftrag privater Bauherren begutachtet: „Die vertikalen Stoßfugen zwischen den Steinen im Mauerwerk klaffen über ein zulässiges Maß hinaus auseinander. Oft kann man direkt zwischen den Steinen hindurchsehen“, kritisiert der Experte und führt das Problem auf mangelnde Fachkenntnisse zurück: „Viele auf dem Bau Beschäftigte haben das Maurerhandwerk nicht mehr richtig erlernt und wissen deshalb auch nicht, wie wichtig Stoßfugen, heute in der Regel als unvermörtelte Nut- und Federsysteme am Stein, für die Qualitätseigenschaften der Wand sind. Entsprechend sorglos gehen sie mit den klaffenden Lücken um, die werden später einfach überputzt. Das darf aber nicht passieren! Breitere, offene Fugen sind ein technischer Fehler, der behoben werden muss", konstatiert Bauingenieur Deeters.

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Bauvertragsrecht: Bauherren sollten ihre Rechte kennen

Seit Anfang 2018 gibt es das neue Bauvertragsrecht. Es bringt gerade privaten Bauherren Vorteile, die schlüsselfertig bauen, es hat aber auch Haken und Ösen, die Bauherren kennen sollten. Außerdem halten sich nicht alle Firmen an die neuen Gesetze. Der VPB hat alle wichtigen Fragen und Antworten zum Thema Bauvertragsrecht auf seiner Website zusammengestellt. Wir erklären Ihnen, worauf Sie beim Abschluss Ihres Bauvertrags achten müssen. Bei der Beurteilung des Bauvertrags unterstützt Sie Ihr VPB-Berater. Am besten, Sie beziehen ihn von Anfang an in Ihre Überlegungen mit ein. So vermeiden Sie voreilige Entscheidungen, Missverständnisse und unnötige Mehrausgaben. Lassen Sie Ihren Bauvertrag in jedem Fall vor der Unterschrift von Ihrem Sachverständigen prüfen!

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Baugrund: Bodenqualität beeinflusst Baupreise

Früher wurde die Art des Baugrunds nach Bodenklassen eingeteilt. Offiziell gibt es keine „Bodenklassen“ mehr. Sie wurden mit der Überarbeitung der DIN 18300 im September 2016 abgeschafft. „Anstelle der Bodenklassen sind sogenannte Homogenbereiche getreten“, erläutert Dipl.-Ing. Raik Säbisch, Leiter des VPB-Büros Leipzig/Halle. Das erleichtert vor allem bei Großprojekten und im Straßenbau Planung und Kalkulation. Beim Einfamilienhausbau spielen die neuen Definitionen keine große Rolle. Hier nutzen viele Baufirmen nach wie vor die alten Bezeichnungen als Orientierung. Aber gleich, wie der Baugrund definiert wird, er ist entscheidend für die Konstruktion der Bodenplatte und des Kellers und damit ein wichtiger Kostenfaktor beim Hausbau. Bauherren müssen wissen, worauf sie bauen.

 

 

25 Jahren Regionalbüro: Schwerin unter neuer Leitung

Im April 1994 wurde das VPB-Regionalbüro in Schwerin gegründet. Nach einem Vierteljahrhundert Bauherrenberatung in Schwerin übergab Dipl.-Ing. Angelika Rösner nun im März die Leitung an Dipl.-Ing. Thomas Isbarn. Mit seinem Team betreut er vom neuen VPB-Regionalbüro in der Hospitalstraße 5b in 19055 Schwerin Bauherren, Sanierungswillige und Immobilienkäufer. Das VPB-Büro ist telefonisch zu erreichen unter den Nummern 0385/34359567 und 0173/1851658 sowie unter der E-Mail-Adresse schwerin@vpb.de.

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Barrieren abbauen: Haus aufs Alter vorbereiten

Wer sein Haus fürs Alter um- und Barrieren abbauen möchte, der sollte nicht mit dem Sammeln von Prospekten für Treppenlifte anfangen, sondern mit der Frage nach seinem persönlichen körperlichen Zustand, rät Dipl.-Ing. Irmtraud Swoboda, Leiterin des VPB-Büros Gießen-Wetzlar im VPB-Experteninterview. Wichtiger sind Fragen wie: "Was brauchen Sie? Welches Handicap haben Sie und Ihr Partner und wie wird es sich voraussichtlich entwickeln?" Der erste Weg beim barrierefreien Umbau sollte deshalb immer zum eigenen Hausarzt führen. Anhand seiner Diagnose und seiner Prognose besprechen die Hauseigentümer anschließend mit einem unabhängigen Sachverständigen, welche Barrieren sie im Haus haben und wie sie beseitigt werden sollen. Nicht jeder sitzt im Rollstuhl und braucht einen Treppenlift. Aber viele sind sehbehindert, hören schlecht oder sind einfach nicht mehr so kräftig. Statt den Rollladen mit Muskelkraft zu öffnen, setzen sie dann auf Elektronik. Wer an Arthrose in den Händen leidet, der hat massive Probleme mit Schaltern und Griffen. Statt eines Treppenliftes braucht er Bedien- und Steuerungselemente, die er schmerzfrei betätigen kann.


 

Sicherheiten: Wer muss sie stellen und wem nutzen sie?

Am Bau kann vieles schief gehen. Der Bauunternehmer wird zum Beispiel nicht rechtzeitig fertig. Die privaten Bauherren müssen zwei Monate länger in ihrer Mietwohnung bleiben. Für die Verzögerung haftet der Unternehmer nach den gesetzlichen Voraussetzungen auf Ersatz des dadurch verursachten Vermögensschadens. Er müsste also den Bauherren die beiden Monatsmieten zahlen. Aber was passiert zum Beispiel, wenn der Bauunternehmer das gar nicht mehr tun kann? Wenn er nicht imstande ist, das Geld aufzubringen und ein Insolvenzverfahren durchgeführt wird? Dann kann der Bauherr seinen Schadensersatzanspruch nur noch zur Insolvenztabelle anmelden und bekommt nach Jahren einen geringen Teil der beiden Monatsmieten ausgezahlt. Auf dem restlichen Schaden bleibt er sitzen. Es sei denn, er hat eine Sicherheit für diesen Fall.

Lesen Sie hier mehr zum Thema Sicherheiten
 

 



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Altbau: Den Verkauf richtig vorbereiten

Sie möchten Ihr Haus verkaufen? Das sollten Sie sorgfältig vorbereiten. Auch wenn bei Ihnen in der Region die Nachfrage hoch ist und die Interessenten Schlange stehen! Kaufinteressenten möchten Pläne sehen, sie müssen wissen in welchem Zustand das Objekt ist, und sie haben das Recht auf den Energieausweis. Pläne, Berechnungen, Genehmigungen und Belege müssen Verkäufer vor dem ersten Besichtigungstermin zusammentragen. In Regionen, in denen die Nachfrage nicht so hoch ist, lohnt es sich, beim Bauamt zu recherchieren, welche baurechtlichen Möglichkeiten es auf dem Grundstück gibt, das Haus zu erweitern. Das macht es eventuell interessant für weitere Käuferkreise. Was Sie beim Verkauf einer Immobilie sonst noch beachten sollten, haben wir hier für Sie zusammengestellt.



 

Eigentumswohnung: Vorsicht bei Änderungswünschen in letzter Minute

Für die meisten Menschen ist der Wohnungskauf der Einstieg in den Immobilienmarkt. Entsprechend unsicher sind sie beim Notartermin. Nach VPB-Erfahrung versuchen immer wieder Schlüsselfertiganbieter noch beim Notartermin Änderungen im Vertrag vorzuschlagen. Der VPB rät: Käufer sollten sich dazu nicht drängeln lassen. Vorsicht ist immer geboten, wenn der Vertragspartner beim Notartermin plötzlich neue Vorschläge macht, die noch in den Vertrag aufgenommen werden sollen, oder wenn der Notar Bedenken äußert, aber der Vertragspartner anregt, trotzdem „hier und heute“ zu beurkunden. Selbstverständlich können die Vertragsparteien bis zur Unterschrift einvernehmlich Änderungen am Vertrag aushandeln. Wohnungskäufer sollten dabei allerdings sehr vorsichtig sein und sich auf nichts einlassen, was sie nicht wirklich verstehen und überschauen.



 

Garage: Nicht zweckentfremden!

Was passt alles in eine Garage? Wer durch alte Wohngebiete spaziert und dabei einen Blick in die eine oder andere offenstehende Garage erhascht, der ist manchmal erstaunt, was sich dort alles angesammelt hat: Altpapier, Reifen, Gartenmöbel, Werkzeuge, Sperrmüll ... Der VPB rät dazu, Garagen im Sinne ihrer eigentlichen Funktion zu nutzen. Genehmigt werden sie nämlich lediglich als Stellplätze für Autos. Wer dort auch Reifen, Dachgepäckträger und Wagenheber lagert, muss sicherstellen, dass das Auto problemlos hineinpasst. Problematisch wird es immer dann, wenn aus der eigentlichen Garage nach und nach ein Hobbyraum, eine Werkstatt oder gar ein Partyraum wird. Dann handelt es sich um eine Nutzungsänderung – und die muss von der zuständigen Baubehörde genehmigt werden.
 




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Gute Architektur: Hinterhof-Sanierung in Köln

Platz ist knapp, also lohnt es sich durchaus, ungewöhnliche Objekte umzubauen. So sahen das auch die Kölner Bauherren, die eine ehemalige Printenbäckerei in einem Kölner Innenhof in der Försterstraße zu einem gemütlichen Wohnhaus umbauen ließen. Weil eine klassische Sanierung in mehreren Bauabschnitten für alle Nachbarn eine Zumutung gewesen wäre, entschieden sich Architekt und Bauherren für eine vorgefertigte Lösung: Ein Holzständerwerk, das vom Kran über das Vorderhaus gehoben wurde, ermöglichte die schnelle und nervenschonende Sanierung. Dabei kamen in ungewohnter Lage immerhin 150 Quadratmeter Wohnfläche heraus.

Lesen Sie hier mehr zur Sanierung.



 

Einstiegspaket: Grundfragen des Wohneigentums

NewsletterSie möchten im eigenen Heim wohnen, sind sich aber noch nicht sicher, wie und wo, ob Neu- oder Altbau?

Sie möchten sich, bevor Sie Objekte oder Anbieter in die engere Wahl nehmen, aber erst einmal schlau machen was auf Sie zukommt, um Angebote besser beurteilen zu können? Aber was sind die richtigen Fragen? Worauf kommt es an?

Das erfahren Sie mit Hilfe des VPB-Einstiegspakets „Grundfragen des Wohneigentums“, das Sie hier direkt buchen können.

Einstiegspakete können Sie selbstverständlich auch verschenken!




 

Expertentipp: Bei niedrigen Zinsen mehr tilgen!

Noch sind die Bauzinsen günstig niedrig. Falls Sie in nächster Zeit eine Baufinanzierung abschließen, versuchen Sie, möglichst von Anfang an viel zu tilgen. Je schneller Sie tilgen, umso schneller ist das Eigenheim abbezahlt. Aber nicht jeder kann sich gleich am Anfang hohe Tilgungsraten leisten. Schließlich ist meist noch viel am Haus zu machen, die neue Küche soll noch eingebaut werden, der Garten muss angelegt, der Carport aufgestellt werden. All das kostet noch viel Geld. Eine Alternative zur gleichbleibend hohen Tilgungsrate ist die Vereinbarung von Sondertilgungen! Damit sichern Sie sich eine bezahlbare Tilgung und kombinieren diese mit der Möglichkeit jedes Jahr einen größeren Betrag abzuzahlen. Das kann mal mehr, mal weniger sein, je nach privater Kassenlage. Aber mit jeder Sondertilgung sinkt Ihr Schuldenstand spürbar.



 

Lesestoff: Die Eigentumswohnung - Suche-Kauf-Verkauf

NewsletterEigentumswohnungen sind aktuell beliebter als freistehende Eigenheime. Vor allem in den Ballungszentren entstehen große Anlagen. Wer dort investiert, kauft nicht nur eine Wohnung, sondern wird gleichzeitig Mitbesitzer des Gemeinschaftseigentums, mit allen Rechten und Pflichten. Deshalb sollten Käufer wissen, was auf sie zukommt. Auch beim Kauf einer Eigentumswohnung im Bestand müssen Käufer auf Qualität achten. Der VPB-Leitfaden „Die Eigentumswohnung - Suche-Kauf-Verkauf“ schildert Prozedere und Probleme beim Kauf von Eigentumswohnungen sowie beim Erwerb von Seniorenwohnungen und dem Einstieg in Baugruppen und Mehrgenerationenhäuser.

Der VPB-Leitfaden kostet 5 Euro (3 Euro für VPB-Mitglieder) plus Versand und kann im VPB-Online-Shop bestellt werden.




 

Frage der Woche: Nutzen Sie Regenwasser?

Wasser war bislang in Deutschland kein großes Thema. Wir hatten ausreichend davon. Nach dem vergangenen, extrem trockenen Sommer und dem nicht sehr regenreichen Winter sieht es nicht mehr ganz so entspannt aus: Im Mittel fehlen (laut Deutschem Wetterdienst) 200 Liter Regen pro Quadratmeter. Experten rechnen auch in Zukunft mit Hitze und Dürreperioden. Höchste Zeit also, noch mehr Wasser zu sparen. Die Nutzung von Regenwasser ist eine Option. Am 18. März wollten wir von unseren Internet-Lesern wissen, ob sie Regenwasser bereits systematisch nutzen. Gar nicht schlecht, die Antworten: Die Hälfte hat immerhin Regentonnen im Garten. Ein Viertel besitzt eine eigene Zisterne und 13 Prozent haben ein doppeltes Rohrleitungsnetz im Haus und nutzen Regenwasser für Wäsche und WC. Wenn Sie demnächst neu bauen, lassen Sie sich von Ihrem VPB-Experten zum Thema beraten.

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Ihre Antworten sind uns wichtig! Ihre Einschätzungen greifen wir in unserer täglichen Arbeit auf. Bitte machen Sie mit! Beantworten Sie die "Frage der Woche", jeden Montag neu ...

 

 

VPB-Mitglieder haben neben der Bauvertrags- und der baubegleitenden Qualitätskontrolle durch Experten viele weitere Vorteile ...

Zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern exklusiv die Beurteilung der Energieberechnung und Statik.



 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

Verband Privater Bauherren e.V.
-Bundesbüro -
Chausseestraße 8
10115 Berlin
Tel: 030 - 2789010
Fax: 030 - 27890111
www.vpb.de

Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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