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Ausgabe November 2017


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Neubau: Rohbauten im Winter vor Eis und Schnee schützen!

Winterwetter setzt nicht nur Menschen zu, sondern auch Bauten, vor allem, wenn sie noch nicht fertig sind. Dann schneit es in ungeschützte Kellerabgänge und regnet in offene Mauerkronen. Dabei entstehen schnell teure Schäden. Baufirmen sind zwar verpflichtet, die Baustelle im Winter abzusichern, aber nicht alle tun das auch, so die Erfahrung der VPB-Sachverständigen. Bauherren sollten sich deshalb im Winter nicht allein auf die Sorgfalt ihrer Baufirmen verlassen, sondern prüfen, ob ihr Rohbau ausreichend geschützt ist.

Mehr Informationen zum Thema Rohbauten im Winter


 

Altbau: Fertighäuser der ersten Generation haben oft erheblichen Sanierungsbedarf

Vor 50 Jahren waren sie hochmodern, heute stehen sie wieder zum Verkauf: die Fertighäuser der 1960er Jahre. Weil sie meist auf großen Grundstücken in gut erschlossener Nachbarschaft stehen, sind die Altbauten bei jungen Familien beliebt. Großzügig sind in der Regel auch die Grundrisse, mit hohen Räumen, großen Fenstern und Tageslichtbad. Daraus lässt sich einiges machen. "Die Häuser haben allerdings auch ihre ganz typischen Probleme", weiß Dipl.-Ing. Reimund Stewen, Leiter des VPB-Büros in Köln. "Dazu gehören gesundheitsbedenkliche Baustoffe und schlechte Dämmung." Die ersten standardisierten Fertighäuser entstanden in der Zeit der Holzschutzmittel und frühen Dämmstoffe. Damals wurden zum ersten Mal Baustoffe seriell kombiniert und verarbeitet, die sich im Nachhinein als problematisch erwiesen haben. "Deshalb untersuchen wir heute, wenn wir ein frühes Fertighaus begutachten, immer sehr genau, ob schädliche Substanzen in den Bauteilen enthalten sind. Finden wir welche, müssen die Bauteile ausgebaut und saniert werden." Das ist mit Aufwand verbunden und wird entsprechend teuer. Je früher Käufer das wissen, umso besser für die eigene Finanz- und Zeitplanung.

Mehr Informationen zum Thema Fertighäuser der 1960er Jahre


 

Blog: Wohneigentum auch für geringere Einkommen wieder erschwinglich machen!

Wähler verschiedener Parteien sind sich selten einig. Bei einem Thema allerdings schon: Die große Mehrheit der Wähler aller im Bundestag vertretenen Parteien wünschen sich Wohneigentum! Dies belegen Zahlen des Allensbach-Instituts. Wenn der Wunsch so groß ist, warum setzen ihn nicht mehr Menschen um? Warum rangiert Deutschland beim Wohneigentum im europäischen Vergleich immer noch so weit hinten? Das fragt VPB-Hauptgeschäftsführerin Corinna Merzyn in ihrem aktuellen Blog und fordert: Die Grunderwerbsteuer muss, wie alle anderen Erwerbsnebenkosten auch, für Selbstnutzer pauschaliert und auf ein vertretbares Niveau abgesenkt werden. Die neue Regierung sollte deshalb endlich auf die Bedürfnisse und Nöte auch ihrer jüngeren Wähler eingehen.




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Bauvertrag: Ab 2018 können alle Schlüsselfertiganbieter (außer Bauträgern) Sicherheiten verlangen!

Schlüsselfertiganbieter lassen sich in Etappen bezahlen. Diese regeln sie über Abschlagszahlungspläne in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Ein besonderer Fall sind Fertighäuser. Sie werden weitgehend vorfabriziert. Fertighausfirmen gehen dabei finanziell stark in Vorleistung. Deshalb lassen sich viele eine Sicherheit in Höhe von 100 Prozent des gesamten Hauspreises vertraglich zusichern. Sie stützen sich dabei auf ein Urteil des BGH von 2010. Fertighaushersteller dürfen seither eine Sicherheit in der vollen Höhe des Hauspreises verlangen, die in Form einer sogenannten selbstschuldnerischen unbefristeten Bürgschaft gestellt werden muss. Das wird besonders kritisch mit dem neuen Bauvertragsrecht. Für alle ab 1.1.2018 geschlossenen Bauverträge gilt: Alle Schlüsselfertiganbieter, nicht nur Fertighaushersteller, dürfen eine Sicherheit für ihre Vorleistungspflicht verlangen. Wer keine Abschlagszahlungen nimmt, sogar zu 100 Prozent! Angesichts der enormen Probleme, die normale Bauherren haben, um eine Bürgschaft zu bekommen, rät der VPB dazu, besser ausgewogene Abschlagszahlungen zu vereinbaren, um den Bauunternehmer zum vertraglichen Verzicht auf die Sicherheit zu bewegen. VPB-Vertrauensanwalt Holger Freitag weiß: "Das ist auch für die Baufirmen erheblich attraktiver, denn die Abschlagszahlungen erhalten ihre Liquidität und kosten keine Gebühren."

Was sich sonst alles noch ändert im neuen Bauvertragsrecht lesen Sie hier.



 

Sturmschäden: Spät entdeckte Schäden werden oft nicht reguliert

"Xavier" und "Herwart" waren die ersten schweren Herbststürme in diesem Jahr. Während die Hausbesitzer die auffälligsten Schäden schon wieder behoben haben, sind ihnen andere noch gar nicht aufgefallen, darunter etliche geschwächte Bäume, die jetzt noch scheinbar sicher stehen, aber in einigen Monaten unerwartet umkippen können. Ein weiterer Schwachpunkt ist das Dach. Auch dort können sich Sturm- und Feuchteschäden erst spät zeigen - und müssen dann zügig saniert werden. VPB-Sachverständiger Herbert Oberhagemann rät dazu, nach jedem Sturm Haus und Garten genau zu prüfen, denn Schäden, die einige Monate nach dem Sturm erkannt werden, reguliert die Versicherung mitunter nicht mehr. "Wir Sachverständigen können allerdings prüfen und erkennen, ob die Schäden von einem Sturm verursacht wurden und wann sie entstanden sind."


 

 

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Eigentumswohnung: Beim Immobilienkauf auf Bauqualität achten

Der Immobilienmarkt brummt, die Preise steigen. Mangels attraktiver Geldanlagemöglichkeiten investieren viele Menschen Geld in Immobilien und bezahlen dabei immer höhere Preise, vor allem in den Metropolen. Die enorme Nachfrage bringt Käufern weitere Nachteile: Die Schlüsselfertiganbieter lassen fast nicht mehr mit sich verhandeln, Sonderwünsche sind kaum durchsetzbar. Vor allem aber leidet die Bauqualität, so beobachten die Sachverständigen des VPB auf zahlreichen Baustellen. Weil die Auftragsbücher voll sind und die Kunden ungeduldig, verdingen die Baufirmen immer mehr Mitarbeiter, die fachlich nicht ausreichend geschult sind. Baumängel sind die Folge. Umso wichtiger ist nach Erfahrung der VPB-Experten die laufende Bau- und Qualitätskontrolle sowohl beim Einfamilienhaus als auch bei Eigentumswohnungen. Bauherren und Käufer sollten unabhängige Experten mit regelmäßigen Baustellenbesuchen beauftragen, damit sich ihr Investment auch rechnet und sie nicht zum Schluss auf mangelhaften Immobilien sitzenbleiben, die weniger wert sind, als sie dafür bezahlt haben.


 

Expertentipp: Frostfreie Außenarmaturen an Ringleitung installieren

Früher war es üblich und auch nötig, die Außenwasseranschlüsse im Garten in der kalten Jahreszeit abzustellen und die Leitungen zu entleeren. Wer das vergaß (und vergisst), der muss mit Frostschäden an den Leitungen rechnen, denn das in den Leitungen gestaute Wasser gefriert ab 0 Grad Celsius Außentemperatur und dehnt sich aus. Kann es nicht ablaufen, sprengt es die Leitung. Die Folge sind Feuchteschäden in den Außenwänden. Wer heute neu baut, kann dem vorbeugen, indem er frostfreie Außenarmaturen einbaut. Die müssen im Winter nicht mehr abgelassen werden - vorausgesetzt, sie werden richtig angeschlossen. VPB-Berater empfehlen, die frostfreien Außenarmaturen unbedingt mit einer Ringleitung anzuschließen, nicht mit einer Stichleitung. Bei Stichleitungen steht das Wasser den ganzen Winter über in der Stichleitung. In stehendem Wasser können sich Keime entwickeln, die sich dann wiederum über das ganze Leitungssystem verteilen. Bauherren sparen sich mit der modernen Technik also die jährliche Entleerung der Außenwasserleitungen, sollten aber bei Planung und Einbau auf die Leitungsführung achten.


 

Einstiegspaket: "Hausakte" ideal als Weihnachtsgeschenk

Sie stehen kurz vor dem Einzug in Ihr Haus? Oder Sie wohnen schon darin und möchten bald umbauen? Dann haben Sie sicher jede Menge Akten, Pläne, Unterlagen? Was ist wichtig? Was müssen Sie unbedingt aufheben? Was können Sie entsorgen und wann? Für Laien ist der Wust oft unüberschaubar. Wir helfen Ihnen dabei, Ihre Hausakte in Ordnung zu bringen. Dabei beraten Sie unsere Sachverständigen auch über Fördermittel, Gewährleistungsfristen, Wartungsintervalle, Sanierungsoptionen und vieles mehr. Das Einstiegspaket "Hausakte" kostet 280 Euro - und ist auch ein prima Geschenk für Freunde oder Verwandte, die kurz vor Weihnachten einfach keine Zeit mehr für das Abarbeiten ihrer Aktenberge haben.





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Gute Architektur: Mehrgenerationenhaus in München

Sie sind weit verbreitet, die schlichten Hauskuben der 1930er Jahre. Und sie erinnern immer ein bisschen an Kaffeemühlen. Dabei hat die kompakte Form enormes Potenzial, wie dieses Beispiel in München zeigt: Ein Einfamilienhaus, das auch zum nachhaltigen Mehrgenerationenhaus taugt. Zum Prinzip Nachhaltigkeit gehört es, nicht nur an eine kurzfristige Energieeinsparung zu denken - und mit inzwischen kritisch betrachteten Dämmpaketen herzustellen -, sondern den Lebenszyklus eines Gebäudes insgesamt zu betrachten. (Der VPB hat dazu übrigens den Leitfaden "Nachhaltig bauen - für die Zukunft planen" entwickelt, an dem sich private Bauherren bei der Entwicklung eigener Ideen orientieren können.) Bei der Planung der flexiblen Grundrissstruktur wurden schon zahlreiche Szenarien für spätere Umbauten bedacht. So lässt sich das Haus mit einfachen Mitteln in zwei Wohnungen teilen.

Mehr Beispiele für Gute Architektur




 

VPB-Mitglieder haben viele Vorteile ...

Zum Beispiel bietet der VPB seinen Mitgliedern eine juristische Grundberatung.



 

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Bei allen angesprochenen Themen können wir Sie kompetent unterstützen — für Informationsmaterial über die Arbeit des VPB einfach Ihre Adresse und Telefonnummer an info@vpb.de schicken!

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Der Verband Privater Bauherren ist eine unabhängige, bundesweit tätige Schutzgemeinschaft. Bauherrenberater in den Regionalbüros beraten und betreuen Mitglieder in allen technischen Fragen des Grunderwerbs, des Kaufs von Alt- und Neubauten und des Bauens allgemein. Der VPB wurde 1976 in Hamburg gegründet und ist heute in allen großen Städten der Bundesrepublik vertreten. Zu den klassischen Leistungen der VPB-Baufachleute gehören unter anderem baufachliche Beratungen beim Abschluss des Kaufvertrages, bei der Mängelerkennung und -beseitigung, ferner die Kontrolle des gesamten Bauverlaufs, aller Termine und aller Abrechnungen. Die Experten des VPB arbeiten firmen- und produktneutral und sind keinen Interessengruppen verpflichtet.
 

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