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Expertenrat am Mittwoch


Hier finden Sie immer die aktuellen Artikel aus unserer Rubrik "Expertenrat am Mittwoch".


16. September 2020

VPB: Fehlenden Brandschutz keinesfalls akzeptieren

BERLIN. Private Bauherren sollten fehlerhaften oder gar fehlenden vorbeugenden Brandschutz keinesfalls auf die leichter Schulter nehmen, rät der Verband Privater Bauherren (VPB), denn Wohngebäudeversicherer, Baufinanzierer und auch die Bauaufsichtsbehörde tun das auch nicht! Im Gegenteil, sie reagieren höchst empfindlich: Wird der Brandschutz nicht eingehalten, schließt der Wohngebäudeversicherer den Versicherungsschutz für Brandschäden aus oder versagt sogar den gesamten Versicherungsschutz. Auch die den Bau finanzierenden Banken setzen grundsätzlich eine Wohngebäudeversicherung zur Freigabe des Kredits voraus. Fehlt der Brandschutz, droht die Rückabwicklung des Kredits. Und auch die Bauaufsichtsbehörde muss gegen die Bauherren vorgehen, sobald sie erfährt, dass Brandschutzvorschriften ignoriert wurden. Im schlimmsten Fall kann die Behörde sogar die Nutzung des Gebäudes untersagen! Bauherren sollten also, so rät der VPB, schon frühzeitig nach dem Brandschutzkonzept fragen, sich die Pläne dazu übergeben und diese von ihrem unabhängigen Sachverständigen prüfen lassen.



09. September 2020

VPB: Baukosten sparen durch kleinere Wohnflächen

BERLIN. Bauen ist teuer wie lange nicht. Preiswert bauen kann aber, wer vernünftig plant und an Fläche und umbautem Raum spart, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Je kleiner die zukünftige Wohnfläche, umso preiswerter werden Hausbau und spätere Unterhaltung. Dabei geht der Verzicht bei guter Planung nicht zu Lasten des Komforts. Wer schlüsselfertig und ohne eigenen freien Architekten baut, sollte sich bei der Entscheidung für Grundrisse, Baustoffe und Ausstattung vom unabhängigen Sachverständigen beraten lassen. Firmen- und produktneutrale Beratung hilft bei der Suche nach effizienten Lösungen. Flächensparendes Planen zahlt sich auch beim Baukindergeld aus, denn der Zuschuss wird ja nach der Anzahl der Kinder berechnet und nicht nach der Wohnfläche.



02. September 2020

VPB: Baubeschreibungen gehen oft von Idealbedingungen aus

BERLIN. Seit der Einführung des Bauvertragsrechts Anfang 2018 haben private Bauherren, die ein schlüsselfertiges Haus auf ihrem eigenen Grundstück ohne eigenen planenden Architekten bauen, das Recht auf eine detaillierte Baubeschreibung. Die meisten Baufirmen setzen bei diesen Angeboten Idealbedingungen voraus, die oft nicht den Gegebenheiten vor Ort entsprechen – und das, obwohl die Anbieter den zukünftigen Standort des Hauses kennen, kritisiert der Verband Privater Bauherren (VPB). In der Praxis werden beispielsweise bei Wind- und Schneelasten sowie bei den Erdbebenzonen die niedrigsten Werte angenommen, also wenig Wind, kaum Schneefall und keine Erdstöße. Wo solche idealen Bedingen herrschen, müssen Baufirmen keine zusätzlichen baulichen Sicherungsmaßnahmen vorsehen. Damit bleiben die Baukosten – scheinbar – niedrig. Das böse Erwachen kommt während der Genehmigungsphase: Sobald das Haus konkret geplant wird, müssen die realen Werte vor Ort berücksichtigt werden. Damit steigen die Anforderungen. Höhere Sicherheitsstandards gehen ins Geld. Damit solche Überraschungen nicht das Budget sprengen, ist es sinnvoll, den Bauvertrag vor der Unterzeichnung vom unabhängigen Sachverständigen prüfen zu lassen. Den Einstieg ins Bauvertragsrecht erleichtert die kostenlose VPB-Broschüre „Neues Bauvertragsrecht – Informationen für Verbraucherbauherren“. Download im pdf-Format unter - https://www.vpb.de/download/Bauvertragsrecht_Information-fuer-Verbraucherbauherren.pdf.



26. August 2020

VPB-Studie belegt: Bauausführung ist oft mangelhaft

BERLIN. Beim Bauen kann viel schief gehen. Rund zwei Drittel aller Fehler beim Bauen gehen auf mangelhafte Ausführung zurück, rund ein Drittel auf schlechte Planung. Dies zeigt die aktuelle Studie „Baufehler an Wohngebäuden“, die der Verband Privater Bauherren (VPB) gemeinsam mit der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen erarbeitet und veröffentlicht hat. Baufehler kommen Bauherren aber teuer zu stehen, so der VPB: In knapp 60 Prozent der Fälle kostete die Behebung der Baufehler bis zu 5.000 Euro. In fast 40 Prozent kostete die Fehlerkorrektur zwischen 5.000 und 50.000 Euro. In sechs Prozent der Fälle ging sie sogar über 50.000 Euro hinaus. Und noch etwas zeigte sich immer wieder: Je später die Baufehler entdeckt werden, umso teurer wurde ihre Beseitigung. Vermeiden lassen sich Baufehler nur durch die kontinuierliche Baustellenkontrolle durch unabhängige Sachverständige. Das ist besonders beim schlüsselfertigen Bauen wichtig, denn wo die unabhängige Kontrolle fehlt, überwacht sich die Baufirma selbst – und Selbstkontrolle funktioniert nicht immer wirklich gut. Der Bericht „Baufehler an Wohngebäuden“ kann über den VPB-Shop bestellt werden unter https://www.vpb.de/studie-baufehlerbericht.html.



19. August 2020

VPB: Lohnt sich der Balkon am Einfamilienhaus?

BERLIN. Wer neu baut, hat viele Ideen. Die meisten verteuern den Hausbau. Deshalb sollten Bauherren schon ganz zu Anfang klären, was ihnen wirklich wichtig ist, rät der Verband Privater Bauherren (VPB). Ein klassisches Detail ist der Balkon: Während er bei der Eigentumswohnung unverzichtbar ist, gehört er am Einfamilienhaus zum Luxus und lässt sich einsparen. Denn wer nutzt schon einen kleinen Balkon, wenn er einen Garten zur Verfügung hat? In vielen Fällen reichen beim Einfamilienhaus französische Balkone, also bodentiefe Fenster mit absturzsicher montierten Geländern. Sinnvoll sind Balkone am Einfamilienhaus allerdings immer dann, wenn die Bauherren das Haus nach dem Auszug der Kinder aufteilen und die obere Etage vermieten möchten. Dann, so rät der VPB, sollte der Balkon aber auch ausreichend groß geplant werden, damit er wie eine Terrasse genutzt werden kann. Außerdem sollten die zukünftigen Mieter von oben nicht gerade in die unteren Privatbereiche hineinschauen können. Der VPB gibt außerdem zu bedenken: Balkonkonstruktionen, die unabhängig vorm Gebäude stehen, sind technisch und bauphysikalisch unproblematischer, als Balkone, die ins Bauwerk integriert werden.



12. August 2020

VPB: Inhalt der Baubeschreibung gesetzlich geregelt

BERLIN. Seit Einführung des neuen Bauvertragsrechts Anfang 2018 haben alle privaten Bauherren, die ohne eigenen Architekten aus einer Unternehmerhand einen Neubau errichten lassen, das Recht auf eine Baubeschreibung. Allerdings versuchen immer noch Baufirmen, die Bauherren mit unzulänglichen Baubeschreibungen abzuspeisen, beobachten die Sachverständigen im Netzwerk des Verbands Privater Bauherren (VPB) bei ihren Beratungen. Dabei ist das Gesetz eindeutig: Laut Art. 249 § 2 EGBGB muss eine Baubeschreibung die wesentlichen Eigenschaften des Hauses klar beschreiben. Sie muss mindestens folgende Informationen enthalten: allgemeine Beschreibung des herzustellenden Gebäudes oder der Umbauten, Haustyp und Bauweise; Art und Umfang der Leistungen, auch der Planung und Bauleitung, der Arbeiten am Grundstück, der Baustelleneinrichtung und der Ausbaustufe; Gebäudedaten, Pläne mit Raum- und Flächenangaben sowie Ansichten, Grundrisse, Schnitte; gegebenenfalls Angaben zum Energie-, Brandschutz-, Schallschutzstandard sowie zur Bauphysik; Beschreibung der Baukonstruktion aller wesentlichen Gewerke; Beschreibung des Innenausbaus; Beschreibung der gebäudetechnischen Anlagen; Qualitätsmerkmale, denen Gebäude oder Umbau genügen müssen; Beschreibung der Sanitärobjekte, Armaturen, Elektroanlage, Installationen, Informationstechnologie, Außenanlagen. Ferner muss die Baubeschreibung verbindliche Angaben zum Zeitpunkt der Fertigstellung enthalten. Mehr dazu im VPB-Ratgeber „Neues Bauvertragsrecht: Die Baubeschreibung beim Schlüsselfertigbau“. Er kann kostenlos unter https://www.vpb.de/download/VPB-Ratgeber_Neues-Bauvertragsrecht-Baubeschreibung.pdf heruntergeladen werden.






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