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Expertenrat am Mittwoch


Hier finden Sie immer die aktuellen Artikel aus unserer Rubrik "Expertenrat am Mittwoch".


28. September 2022

Lieber keine Abmachungen per Handschlag!

Früher wurden Verträge per Handschlag geschlossen. Das galt auch auf dem Bau. Unter ehrbaren Kaufleuten, und als solche betrachteten sich Bauherren und Handwerksmeister, galt das Wort noch. Aber was ein Vertrag wert ist, das zeigt sich erst im Streitfall, warnt der Verband Privater Bauherren (VPB). Und dann muss derjenige, der aus dem Vertrag Nutzen ziehen will, auch beweisen können, dass im Vertrag tatsächlich vereinbart war, was er nun behauptet. Das wird schwierig, wenn die Parteien nur miteinander gesprochen und nichts zu Papier gebracht haben. Der VPB rät deshalb, immer alle Vereinbarungen schriftlich zu fixieren. Der ideale Zeitpunkt ist der Moment der mündlichen Vereinbarung: Dann sind sich die Parteien ja einig. Am besten wird für jede Partei ein gleichlautender Text verfasst und alle Exemplare von jedem der Vertragspartner eigenhändig unterschrieben. Eventuelle Diskussionen können dann in Zukunft durch einen Blick in den Vertragstext schnell beendet werden.

21. September 2022

Holzpellets richtig lagern

Die Preise für Gas und Öl sind stark gestiegen. Kein Wunder also, dass regenerative Energien immer mehr Freunde gewinnen. Dazu zählen auch die aus Holzresten hergestellten Pellets. Wer sich für eine Holzpelletheizung entscheidet, der muss aber einige Dinge beachten, gibt der Verband Privater Bauherren (VPB) zu bedenken. Zunächst einmal braucht eine Pelletheizung, ebenso wie eine Ölheizung, ein Lager, in dem die Pellets gespeichert werden. Wer von Öl auf Pellets umstellt, der kann oft den ehemaligen Tankraum zum Lager umbauen. Der Platz ist in der Regel ausreichend. Grundlage für die Lagerung von Pellets bilden die Verordnungen über Feuerungsanlagen und Brennstofflagerung (FeuVO), die, wie so oft in Deutschland, von Bundesland zu Bundesland variieren können. Wer den Einbau einer Pelletheizung plant, der sollte sich deshalb beim zuständigen Bauamt über die Vorschriften vor Ort informieren.
Diese sind in den letzten Jahren wegen der staubbedingten Explosionsgefahr und Kohlenmonoxid-Vergiftungen verschärft worden. Auch Bestandslagerungen treffen dabei Nachrüstpflichten, erinnert der VPB. Die meisten Länder orientieren sich an der Muster-FeuVO. Nach dieser ist ab mehr als 6,5 t Pelletlagerung ein Brennstofflagerraum nötig, also ein Raum, der zu keinem anderen Zweck als der Pelletlagerung genutzt werden darf. Außenwände, Decken, Böden müssen feuerbeständig sein, Türen, die nicht nur ins Freie führen feuerhemmend und selbstschließend. Viele Leitungen dürfen gar nicht durch den Raum geführt werden. Sofern Elektroinstallationen vorhanden sind, müssen sie den Anforderungen an explosionsgefährdete Räume nach der Explosionschutzprodukteverordnung genügen. Vor Betreten der Pelletlagerräume muss eine ausreichende Belüftung sichergestellt sein, wobei an eine 10fache Luftwechselrate pro Stunde gedacht ist. Die Zugänge müssen Schilder "Holzpelletlagerraum –Lebensgefahr durch giftige Gase - Vor Betreten ausreichend lüften!" haben.
Wer weniger als 6,5 t Pellets lagert, benötigt zwar keinen Brennstofflagerraum, aber ab 500 kg sieht die Muster-FeuVO auch dann die Belüftungs- und Beschilderungspflicht vor. Wichtig sind also in jedem Fall eine konstante Belüftung und ein Kohlenstoff-Monoxid-Meldegerät, denn Pellets können dieses gefährliche Gas über Monate an die Raumluft abgeben. Wer von fossilen Brennstoffen auf Pellets umstellt, der muss also nicht nur technisch, sondern auch baulich eine ganze Menge beachten. Es lohnt sich, die Umstellung vorab mit unabhängigen Sachverständigen zu besprechen. Er kennt Vorschriften, Auflagen, Kosten und Zuschussprogramm und berät firmen- und produktneutral.

21. September 2022

Lüftungsanlagen regelmäßig reinigen

Häuser brauchen Pflege. Das gilt besonders für moderne Haustechnik, wie zum Beispiel Lüftungsanlagen, die in immer mehr Häusern eingebaut wird. Sie müssen regelmäßig gewartet und gereinigt werden, erinnert der Verband Privater Bauherren (VPB). Reicht bei den Rohren Check und Säuberung ein- bis zweimal im Jahr, so müssen die Filter alle meist deutlich öfter ausgetauscht werden. Alles andere ist ungesund, warnt der VPB. Schlecht gewartete Filter werden nämlich zur Keimschleuder. Sie sammeln Keime und Schadstoffe, die so immer wieder in die Innenräume zurückgelangen. Bei empfindlichen Menschen können solche Keime ernsthafte Erkrankungen auslösen. Der VPB rät deshalb: Hausbesitzer sollten entweder regelmäßig selbst die Anlage warten und die Filter austauschen oder ein Unternehmen damit beauftragen. Dies lässt sich als haushaltsnahe Dienstleistung beziehungsweise Handwerkerleistung steuerlich absetzen.

07. September 2022

Abdichtung muss richtig aufgetragen werden

Häuser müssen im erdberührenden Bereich fachgerecht abgedichtet werden, damit von außen keine Feuchtigkeit eindringen kann. Laien kennen diese Abdichtung häufig in Form eines schwarzen Anstrichs. Der darf nicht bei hohen Feuchtigkeitsbelastungen aufgetragen werden und muss, damit er zuverlässig funktioniert, auch richtig und in ausreichender Dicke angebracht werden, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). Das funktioniert nach VPB-Erfahrung aber nicht auf jeder Baustelle. Immer öfter entdecken die Sachverständigen mangelhafte Abdichtungen. Die mangelhaften Stellen müssen nachgebessert werden, bevor die Dämmung eingebaut und das Erdreich beigefüllt wird. Das Problem dabei: Wird die Baustelle nicht regelmäßig von unabhängigen Experten kontrolliert, fallen solche Mängel gar nicht auf. Sie sind aber vorhanden, machen sie sich in ein paar Jahren durch feuchte Kellerwände bemerkbar. Diese müssen dann saniert werden. Oft ist dann schon die Gewährleistungsfrist abgelaufen und die Bauherren müssen den Schaden selbst bezahlen. Der VPB rät deshalb zur Vorsorge und zur regelmäßigen Baustellenkontrolle während der Bauzeit.

31. August 2022

Energieberatung im Neubau unentbehrlich

Energiesparen lautet das Gebot dieser Zeit. Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) macht dazu vor allem Vorgaben für die Gebäudehülle und die Anlagentechnik. Aber wie genau die Energiesparziele umgesetzt werden, das bleibt grundsätzlich den Bauherren und Hausbesitzern überlassen, erklärt der Verband Privater Bauherren (VPB). Wer neu baut, der kann selbst entscheiden, wie er Energie einsparen will: der Mix aus dem Einsatz regenerativer Energie, moderner Anlagentechnik und Wärmedämmung lässt Planern eine gewisse Freiheit bei der Gestaltung und energetischen Auslegung eines Gebäudes. Das setzt natürlich voraus, dass die Bauherren wissen, was sie möchten und die Energieplanung entsprechend beauftragen. Angesichts der komplexen technischen Entwicklungen fühlen sich aber viele Menschen überfordert und entscheiden sich lieber gleich für ein Schlüsselfertighaus, bei dem sie sich – wie sie hoffen – um nichts kümmern müssen. Sie bekommen dann, was die Firma anbietet. Das kann nach VPB-Erfahrung aber teurer als nötig sein und ist auch gar nicht immer auf die Bedürfnisse der Bauherrenfamilien abgestimmt. Damit die Bauherren verstehen, was sie für ihr Geld bekommen und wie sie die Technik in Zukunft sinnvoll nutzen und bedienen können, lohnt sich die unabhängige Energieberatung aber allemal.

24. August 2022

Insolvenzen kündigen sich oft an

Wird während des Hausbaus die Baufirma insolvent, dann ist das für viele Bauherren eine echte Katastrophe, denn das komplexe Insolvenzverfahren unterbricht den Bau zunächst einmal für mindestens rund ein halbes Jahr, erläutert der Verband Privater Bauherren (VPB). In dieser Zeit können und dürfen die Bauherren so gut wie nichts tun, wenn ihnen nicht ausnahmsweise ein wasserdichtes außerordentliches Kündigungsrecht zur Seite steht oder wenn sie es sich leisten können, ein bestehendes teures freies Kündigungsrecht auszuüben. Damit es vielleicht erst gar nicht so weit kommt oder sie zumindest nicht kalt erwischt werden, sollten Bauherren nicht nur auf Sicherheiten und einem ausgewogenen Zahlungsplan bestehen, sondern immer auch wachsam sein. Insolvenzen kündigen sich nämlich oft an. Bauherren sollten regelmäßig auf ihrer eigenen Baustelle nach dem Rechten sehen, empfiehlt der VPB. Dann fällt ihnen auf, wenn sich Arbeiten verzögern, Subunternehmer nicht mehr erscheinen, wenn plötzlich fremde Firmen auftauchen, Material nicht geliefert oder gelieferte Baustoffe gar wieder abgeholt werden, wenn die Baustelle tagelang verwaist ist und einen schlampigen Eindruck macht. Wenn sich Subunternehmer direkt an die Bauherren wenden, und wenn die Baufirma nur noch schwer oder gar nicht mehr zu erreichen ist, dann können das alles Hinweise auf mögliche Probleme der Firma sein. Schöpfen Bauherren Verdacht, sollten sie sich umgehend an ihre Sachverständigen wenden und mit ihnen und Baurechtsexperten klären, wie es weitergeht.




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